von Kirill Kolyshkin,
online veröffentlicht am 29.02.2008
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Emulation, Paravirtualisierung, Betriebssystem-Virtualisierung: Virtualisierung hat viele Facetten

Aus dem
t3n Magazin Nr. 11

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Das Thema Virtualisierung ist in aller Munde. Betreiber von Rechenzentren konsolidieren damit ihre Serverparks, Agenturen entwickeln ihre Desktop- und Web-Applikationen auf virtueller Hardware und auch Privatanwender können ihr Betriebssystem dank Virtualisierung mit einem Klick wechseln. T3N stellt die unterschiedlichen Virtualisierungsarten vor und wirft einen genaueren Blick auf OpenVZ.

Durch Serverkonsolidierung kann eine Organisation die Anzahl der genutzten physikalischen Server senken, indem ihre Anwendungen in virtuelle Umgebungen verschoben werden. Dabei bleibt die Anzahl der Betriebssystem-Umgebungen gleich. Dies spart Hardwarekosten, Platz für Server-Racks, Strom und Verwaltungsaufwand.

Die Sicherheit kann erheblich verbessert werden, wenn jeder Netzwerkdienst (beispielsweise Webserver, Mailserver etc.) in eine separate virtuelle Umgebung verschoben wird. Wenn eine der Applikationen eine Sicherheitslücke aufweist, sind die anderen nicht betroffen. Zusätzliche Vorteile bieten die Fähigkeiten der dynamischen Ressourcenverwaltung und die Live-Migration von Applikationen.

Entwickler und Tester benötigen normalerweise Zugriff auf eine Handvoll Linux-Distributionen und sie müssen diese oft neu installieren. Dank Virtualisierung können Entwickler zahlreiche Distributionen bei nativer Performanz betreiben, indem sie einen einzelnen Server nutzen und nicht neu booten müssen. Eine neue virtuelle Umgebung kann in nur einer Minute erstellt werden. Das Klonen von virtuellen Umgebungen ist ebenfalls einfach.

Auch im Bereich von Lehre und Ausbildung kann Virtualisierung hilfreich sein. So könnte jeder Student Zugriff auf eine eigene virtuelle Umgebung erhalten, in der er mit unterschiedlichen Linux-Distributionen experimentieren kann.

Die bekannten Größen wie VMware, Xen, Parallels oder OpenVZ bieten ihre Lösungen teilweise kostenlos an, zum Teil oder vollständig auch als Open Source, setzen aber auf unterschiedliche Technologien. Jeder Virtualisierungstyp hat dabei Vor- und Nachteile, die sich auf seine Anwendung auswirken.

Emulation

Mit Emulation kann jedes nicht modifizierte Betriebssystem, das von dem Emulator unterstützt wird, auf der emulierten Plattform laufen. Implementierungen in dieser Kategorie reichen von reinen Emulatoren wie Bochs [1] bis hin zu Lösungen, bei denen Code auf einer echten CPU nativ ausgeführt wird oder während der Laufzeit gepatcht wird, um die Performanz zu steigern. Typische Anwender sind Entwickler, die Programme für verschiedene Hardware-Plattformen schreiben und diese auf der Maschine testen wollen, an der sie gerade arbeiten – auch wenn sie mit völlig anderer Hardware ausgestattet ist. Die größten Nachteile von Emulation sind die relativ geringe Performanz und Dichte. Ein bekannter Emulator neben Bochs ist QEmu [2].

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