von Kirill Kolyshkin, 28.02.2008

Emulation, Paravirtualisierung, Betriebssystem-Virtualisierung: Virtualisierung hat viele Facetten

Aus dem
t3n Magazin Nr. 11

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Paravirtualisierung

Paravirtualisierung ist eine Technik, bei der mehrere modifizierte Betriebssysteme auf einer dünnen Schicht betrieben werden, die Hypervisor oder Virtual Machine Monitor genannt wird. Paravirtualisierung zeigt eine bessere Performanz als Emulation, ihr Nachteil ist jedoch, dass das „Gast“-Betriebssystem modifiziert werden muss. Beispiele für Paravirtualisierung sind Xen [3] und UML [4].

Sollen verschiedene unmodifizierte x86- oder x64-Betriebssysteme gleichzeitig eingesetzt werden (z. B. Windows und Linux), beispielsweise um die Kompatibilität von Webservern und Websites zu erhöhen oder um entsprechende Plugins auf Windows-, Linux- und Mac-Browsern zu testen, muss auch dafür nicht jeweils ein eigener PC oder Mac gekauft werden: Ein Hypervisor setzt sich als zusätzliche Schicht zwischen das installierte Betriebssystem (den Host oder das Host-Betriebssystem) und die vorhandene . Die Befehle der Gast-Betriebssysteme für den jeweils exklusiven Zugriff auf die Hardware konkurrieren untereinander und mit dem Host. Für deren Koordination sorgt der Hypervisor, der die Befehle abfängt, verarbeitet und direkt an die Hardware weiterleitet oder selbst emuliert und die Ergebnisse wieder an den Gast übermittelt. Da jeweils vollständige Betriebssysteme mit all ihren Ressourcenanforderungen geladen werden, passen in der Regel zwei bis sechs Gäste auf einen Host. Anbieter, die Paravirtualisierung nutzen, sind beispielsweise VMware [5] oder Parallels [6].

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