Von HTML zu OOP
Aus privaten Homepages wurden Blogs und Audio-/Video-Podcasts, gleichzeitig haben sich auch die eingesetzten Technologien weiterentwickelt. Dabei stammen die Technologien, die heute mit dem Web 2.0 in Verbindung gebracht werden, zum Teil aus der Ära der New Economy. Die Idee der RSS-Feeds zum Beispiel stammt aus den Zeiten, als der Netscape-Browser populär war. An Ajax ist vor allem der Name neu, denn JavaScript und XML gab es schon vorher. Lediglich die Entscheidung in der Browserschlacht hat dafür gesorgt, dass es genug Sicherheit für die Entwickler gab, die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auszureizen.
Gleichzeitig ist aus den vielen HTML-Fricklern mit selbst angeeignetem Wissen – auf die die Informatiker in der Regel eher geringschätzig herabschauten – ein professioneller Berufsstand geworden, der mehr kann als das bloße Verschieben von Bits und Bytes. Dementsprechend haben sich auch die Entwicklungswerkzeuge der Webentwickler professionalisiert, Ruby on Rails sei hier als Beispiel genannt [10]. Webapplikationen können heute schneller entwickelt werden, Gestaltungsregeln haben für mehr Kohärenz in der Benutzerführung von einem Anbieter zum anderen gesorgt und Best Practices in der Entwicklung von Webapplikationen haben dazu geführt, dass das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden muss. Anstatt komplizierte Schnittstellen zwischen Applikationen definieren zu müssen, haben sich Standards durchgesetzt. Offene APIs laden zum „Mixen“ der Daten verschiedener Dienste in ein Mashup ein. Google Maps war der Anfang, aufbauend auf diese API können neue Dienste erstellt werden, die wiederum für Nischen interessant sind und auch innerhalb dieser Nischen monetarisiert werden können.




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