ARD und ZDF: Digitale Zukunft mit Open Source?
Der Online-Chef der Tagesschau, Jörg Sadrozinski, hält einen Open-Source-Ansatz bei der Internetexpansion von ARD und ZDF für möglich. Im aktuellen Medium-Magazin [8] gibt er einen Ausblick auf die digitale Zukunft der öffentlich-rechtlichen Sender. Wie sueddeutsche.de-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs im Streitgespräch mit Sadrozinski vorschlug, sollten andere Internetseiten die von ARD und ZDF ins Netz gestellten Radio- und TV-Inhalte übernehmen dürfen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Der Content sei schließlich bereits über die Gebühren finanziert. Sadrozinski verriet in der Diskussion dazu: „Solche oder ähnliche Überlegungen gibt es durchaus bei uns im Haus.“ Vorher müssten die Öffentlich-Rechtlichen jedoch Urheberrechts-Probleme lösen. Für ihre Online-Offensive wollen ARD und ZDF zukünftig das auf 0,75 Prozent vom Gesamt-Etat begrenzte Budget erhöhen und die Aktivitäten ausbauen. Beide Rundfunkanstalten haben die Absicht, ihr gesamtes Informationsangebot im Internet zur Verfügung zu stellen und zum Teil mit exklusiven Beiträgen zu ergänzen.
Deki kombiniert Wiki und Webentwicklungsplattform
Das Software-Unternehmen Mindtouch hat unter dem Namen „Deki Wiki Hayes“ eine neue Version des Open-Source-Ablegers seines Wikis „Deki“ [9] veröffentlicht. Die Software soll eine Kombination aus Wiki und Plattform zur Webentwicklung im Team bieten. Mindtouch beschreibt seine Software als ein CMS-Webframework – ähnlich wie Drupal, Mambo oder Joomla – das jedoch als Wiki daherkommt. Deki Wiki Hayes soll Entwicklern, Administratoren und Anwendern auf einfache Weise ermöglichen, Wiki-Funktionalitäten für neue Webanwendungen zu nutzen oder sie in bestehende zu integrieren. Deki Wiki besitzt dazu neben klassischen Wiki-Funktionalitäten auch eine bidirektionale API sowie eine auf Apache Lucene basierende Suche. Anwendern bietet Deki Wiki Hayes einen WYSIWYG-Editor zum einfachen Editieren und Erstellen von Inhalten. Darüber hinaus sollen Anwender in der Lage sein, das Wiki nach eigenen Wünschen anzupassen und mit verschiedenen Services wie Flickr oder YouTube zu erweitern. Auf opengarden.org, der Community-Plattform von Mindtouch, haben die Entwickler zwei Videos hinterlegt, die die Funktion der neuen Version vorstellen.








