Google Docs & Spreadsheets bietet Ajax-basierte Textverarbeitung und Tabellenkalkulation.
Moderne Browser fordern dazu die Seite nicht neu an, sondern springen einfach zu der Marke, sofern diese existiert. Mit JavaScript lässt sich eine Sprungmarke in der URL bequem auslesen. Entweder wird „location.href“ untersucht und nach dem Doppelkreuz (#) durchforstet, oder auf „location.hash“ zugegriffen. Darin ist, sofern vorhanden, der Hash-Wert inklusive vorangestelltem Doppelkreuz enthalten.
Für das Problem mit den Navigationsschaltflächen ist ein noch größerer Aufwand notwendig. Die eben beschriebene Änderung der URL, die notwendig wurde um die Anwendung Bookmark-fähig zu machen, wird bei Mozilla-Browsern in der Verlaufsliste abgelegt. Mit etwas zusätzlichem JavaScript-Code funktionieren auch die Schaltflächen wieder. Der Internet Explorer bildet hier eine Ausnahme: Dort ist der Aufwand deutlich höher. So muss man beispielsweise mit einem unsichtbaren Inlineframe arbeiten, der für den Internet Explorer die Verlaufsliste füllt. Nur wenige Seiten leisten sich diesen Aufwand, oft zum (Usability-)Nachteil des Besuchers.
Fazit
Ajax ist nichts neues, sondern „lediglich“ ein Technologiemix plus einem mehr oder minder neuem JavaScript-Objekt. Die Möglichkeiten, die sich durch die Technologie ergeben, sind allerdings beeindruckend. Das Praxis-Tutorial im HOWTO-Heft zeigt, wie einfach sich eine erste Beispielanwendung umsetzen lässt.
| Dieser Beitrag ist ein aktualisierter und angepasster Auszug aus dem Buch „Ajax“ von Christian Wenz, erschienen bei entwickler.press, 2006. |




