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10 Jahre Facebook – 6 Grüße aus der Community: „Das Soziale Netzwerk kommt in die Pubertät!“

10 Jahre Facebook – 6 Grüße aus der Community: „Das Soziale Netzwerk kommt in die Pubertät!“

feiert sein 10-jähriges Jubiläum – in diesem Artikel erzählen Nutzer von ihrem persönlichen Blick auf das Soziale Netzwerk: Wie haben sie den Werdegang empfunden? Was wünschen sie sich für die Zukunft? Und was hat ihnen Facebook gebracht?

10 Jahre Facebook – 6 Grüße aus der Community: „Das Soziale Netzwerk kommt in die Pubertät!“

10 Jahre Facebook – Grüße aus der Community

10 Jahre Facebook. Ein Soziales Netzwerk wie kein zweites. (Bild: Flickr-mkhmarketing / CC-BY-2.0)
10 Jahre Facebook. Ein Soziales Netzwerk wie kein zweites. (Bild: Flickr-mkhmarketing / CC-BY-2.0)

Mathias Winks: „Eine Wahl hat man nicht.“

10 Jahre Facebook, na dann mal „Happy Birthday!“ nach Kalifornien. Kann ja nicht jeder 10-Jährige von sich behaupten, bereits ein Biopic gewidmet bekommen zu haben – Props dafür!

10 Jahre Facebook Mathias Winks5.800 Leute kümmern sich um die inzwischen 1,2 Milliarden Nutzer weltweit und sorgen täglich dafür, dass nur noch sechs Prozent der Fans die Postings der jeweiligen Fanseiten bekommen, das ist ganz prima! Da erarbeitet man sich jahrelang einen gewissen Kundenstamm, der dann für den Betreiber nur noch zu erreichen ist, wenn man zahlt – und zwar ordentlich. Das ist so, als würde eine Bank seinen Kunden auf einmal nur noch sechs Prozent des ersparten Geldes zur Verfügung stellen, alles weitere nur gegen eine Aufwandsentschädigung in Form von Cash. Bei Facebook zahlt man aber ja auch keine Kontoführungsgebühren, also ist das komplett legitim. Und eine Wahl hat man auch nicht, da Google+ mit nicht weniger unsmoothem Gebaren an den Start geht und da halt einfach keine Sau ist. Also nochmal: Happy Bday, Facebook – auf die nächsten 10 Jahre, ich glaube, du brauchst Dir keine Sorgen zu machen.

Mathias Winks bloggt auf whudat.de über Lifestyle, Design und Musik. Auf Facebook war er schon mal besser zusprechen.

Annette Schwindt: „Ich wünsche mir von Facebook eine besser Kommunikation nach Außen“

10 Jahre Facebook Annette SchwindtMeine Facebook-Geschichte beginnt mit … Myspace! Dort war ich bereits sehr aktiv, als 2008 plötzlich immer mehr Leute zu diesem Facebook abwanderten. Neugierig wie ich war, ging ich auch mal gucken. Ich bloggte über das, was ich sah, und ein Kollege schlug vor, dass ich meine Artikel als eBook zusammenfassen sollte. Dieses verbreitete sich rasend schnell, die Rückfragen nahmen kein Ende und es entstand und entsteht immer noch ständig neuer Stoff für mein Blog. Ende 2009 kam der O’Reilly Verlag auf mich zu und schlug vor, das Ganze als Printbuch zu veröffentlichen. Dass ich damit einen Bestseller landen würde, war mir damals noch nicht klar. Mein Image als Facebook-Erklärbär war damit jedenfalls endgültig besiegelt.

Was ich mir von Facebook in Zukunft wünsche ist, dass das Soziale Netzwerk seine eigene Kommunikation besser in den Griff bekommt und es den Nutzern damit erleichtert, zu verstehen, warum was wie funktioniert – oder mal wieder nicht funktioniert. Es ist manchmal echt frustrierend, dass es zu bestimmten Fragen einfach keine Infos oder gar Ansprechpartner gibt. Und dann ist es auch kein Wunder, wenn Fehlinformationen oder Spekulationen die Runde machen.

Trotz aller Unkenrufe denke ich, dass uns der blaue Riese noch lange begleiten und weiter eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Online-Kommunikation spielen wird. Ich bin jedenfalls gespannt, was da noch kommt! Also auf die nächsten zehn Jahre und alles Gute!

Annette Schwindt ist im Web bekannt als schwindt-pr. Sie ist Bloggerin, Buchautorin und Erklärbar in Sachen Kommunikation im Internet.

Lars Klingbeil: „Das Soziale Netzwerk kommt in die Pubertät“

10 Jahre Facebook Lars KlingbeilLiebes Facebook, du wirst heute zehn Jahre alt. Es hat Spaß gemacht Dir beim groß werden zuzusehen. Dank Dir weiß ich wann meine Freunde bei Starbucks welchen Kaffee kaufen. Ich habe alte Freunde wieder getroffen und kann auch dank Dir mit vielen Menschen direkt und schnell über politische Themen diskutieren.

Manchmal habe ich mich aber auch über Dich geärgert. Wenn du beispielsweise Datenschutz- und Persönlichkeitseinstellungen änderst ohne dass ich ausreichend über die Folgen informiert werde. du gibst Dir manchmal alle Mühe darauf aufmerksam zu machen, dass die Politik stärker auf dich aufpassen sollte. Ich hoffe das alles wird in der Pubertät nicht noch schlimmer – sonst müssen wir endgültig andere Saiten aufziehen.

Aber jetzt lass dich erst einmal feiern: Alles Gute zum Geburtstag!

Lars Klingbeil ist als Netzpolitiker der SPD ein interessierter Beobachter des Internets und der sogenannten neuen Medien.

Wibke Ladwig: „Wie ich durch Facebook wieder in die Läden zurückfand“

Es begab sich zu der Zeit, als Amazon das für mich war, was Karstadt, Kaufhof & Hertie für vergangene Generationen gewesen sein muss: ein Kaufhaus für Dinge aller Art. Ich bestellte dort meine Bücher, Musik und DVDs so selbstverständlich wie eine Hose, einen Fön oder Mausefallen. Suchbegriff eingeben, Produktbeschreibungen und Rezensionen durchblättern – ein Klick und innerhalb von ein, zwei, drei Tagen nahm ich vom Paketboten das Gewünschte entgegen.

10 Jahre facebook Wibke LadwigDann kam Facebook. Und mit Facebook auch Gruppen fürs Viertel und die Nachbarviertel sowie Bekannte und Seiten von Unternehmen aus der Nachbarschaft. Mit dem „Buchladen Neusser Straße“ begann meine Verwandlung von einer Internetversandhandelskundin in jemanden, der wieder gern in Geschäfte geht. Durch meine Teilhabe in Facebook am Alltag im Laden um die Ecke und dem Austausch mit den Mitarbeitern dort, wurde ich von einer Kundin zum Gast.

Durch ein Netzwerk von mit Herzblut geführten Geschäften wurde ich dann zum digitalen Flaneur im Viertel. Ich stieß durch die Facebook-Seiten und Empfehlungen in den Gruppen auf Läden abseits der gewohnten Laufwege, die mich in ihrer Vielfalt überraschten. Die Hemmschwelle, einfach mal so in kleinen Läden auf einen Schwatz vorbeizuschauen, sank. Facebook brachte mir meine eigene Nachbarschaft wieder näher – dafür danke ich dem Sozialen Netzwerk und wünsche zum 10. Geburtstag alles Gute! Auf die nächsten zehn Jahre!

Wibke Ladwig bringt als Social Web Ranger mit sinnundverstand.net die Menschen in den Landschaftraum Internet und als Ideenkatalysator Unternehmen zum Geschichtenerzählen.

Nico Lumma: „10 Jahre Facebook – das Internet wurde nachhaltig verändert“

10 Jahre Facebook Nico LummaFacebook hat interessante zehn Jahre hinter sich gebracht und ähnlich wie Google durch ein rasantes Wachstum das Internet nachhaltig verändert. Dabei ist nicht nur der Like-Button omnipräsent, sondern Facebook hat es auch geschafft, die Transformation von einer Web-basierten Community-Plattform hinzu einem mobilen hinzubekommen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Umsätze mittlerweile über die mobile Nutzung generiert werden. Dabei wurden quasi gleich zwei Vorurteile Lügen gestraft: man kann mit Social Media kein Geld verdienen und die mobile Nutzung lässt sich nicht monetarisieren. Facebook hat es geschafft, den Nutzern genügend Impulse zu geben, um immer wieder Facebook die Aufmerksamkeit zu schenken. Aus Sichtweise der Aufmerksamkeits-Ökonomie kann man sagen, dass Facebook verstanden hat, was die Nutzer interessiert und wie man sich erreichen kann.

Sicherlich hat man nicht immer alles richtig gemacht, aber das ist gerade das, was ich beeindruckend finde an Facebook. Eine Firmenkultur, die darauf basiert, schnell zu sein, Fehler zu machen und diese ebenso schnell wieder zu korrigieren, wird sich auch in Zukunft agil auf die anstehenden Herausforderungen einstellen und damit weiter gestärkt voranschreiten. Die nächsten zehn Jahre werden spannend bleiben. Herzlichen Glückwunsch!

Nico Lumma ist Mitglied im Gesprächskreis Netzpolitik des SPD Parteivorstandes und hat den Verein D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt mitgegründet. Nico ist seit dem 16. Februar 2007 ständiges Mitglied auf Facebook.

Alexander Katona: „Kaum etwas hat das Internet mehr geprägt als Facebook“

10 Jahre Facebook Alexander KatonaZehn Jahre Facebook – wie die Zeit rennt. Herzlichen Glückwunsch nach Palo Alto! Ich wüsste nicht wer oder was die heutige Zeit und das Internet stärker geprägt hat als Zuckerbergs Facebook – ausgenommen natürlich Google. Auch wenn es hier und da etwas ungemütlich für Marken in Sachen Posting und Reichweite wird und das Verhalten in Sachen Privatsphäre und NSA-Causa einen faden Beigeschmack hat, verbindet Facebook die Welt. Meine Nachbarn, mein Kumpel aus Sydney, meine Banknachbarin aus der dritten, fünften und zehnten Klasse, meine kleine Schwester, mit Sicherheit auch die Mutter meiner künftigen Kinder und 100 Prozent meiner Business-Kontakte sind auf Facebook. Mir ist bis heute nicht ganz klar, wie sie es Facebook geschafft hat, dem Wachstum stand zu halten und den entstehenden Traffic zu bändigen.

Wie jede neue Technologie die so intensiv von allen Seiten eingesetzt wird, bringt Social Media viele neue unbekannte Probleme und Gefahren mit sich. Wichtig ist, dass wir uns mit diesen Problemen auseinandersetzen, versuchen Lösungen und Regeln zu finden und uns nicht diesen neuen Herausforderungen versperren. Besonders was die heranwachsenden Generationen angeht, sehe ich Facebook in der Verantwortung den Pädagogen dieser Welt unter die Arme zu greifen damit diese die Vor- und Nachteile von Social Media richtig deuten und für sich nutzen können.

Anyway: Ich bin gespannt wie ein Fuchs wohin uns die nächsten zehn Jahre bringen und wie sich unsere Vernetzung weiter verändern wird. Cheers!

Alexander Katona ist von Berufswegen sehr an Facebook interessiert. Als Social-Media-Manager von t3n.de ist er das Bindeglied zwischen Leser und Redakteur – auch auf anderen Kanälen.
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2 Antworten
  1. von Peter am 04.02.2014 (21:45 Uhr)

    Da hat der "Social Web Ranger" erfolgreich einen Link zu seinem Kunden in der T3N platziert. Ganz ehrlich, solche Vermarkter solltet ihr euch in Zukunft sparen

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  2. von Andreas Weck am 04.02.2014 (21:54 Uhr)

    Hab ich rausgenommen. Herzlichst, Andreas Weck

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