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10 Tipps für suchmaschinenoptimiertes Schreiben

    10 Tipps für suchmaschinenoptimiertes Schreiben
#FLICKR#

Für das Internet zu schreiben ist anders als klassischer Journalismus. Es geht nicht ausschließlich um das Gelesen-, sondern um das Gefundenwerden. Mithilfe einer Reihe von Methoden lässt sich die Chance, in der weltweit größte Suchmaschine Google weit vorne gelistet zu werden, erhöhen. Diese 10 hier aufgeführten zumeist einfach umsetzbaren Tipps sind bereits ein Schritt in diese Richtung.

1. Analysieren Sie Ihre Nutzer.

Mit dem Nutzer auf Augenhöhe kommunizieren heißt auch: zu wissen, woher er kommt, was ihn interessiert. Dafür sind im Web keine aufwendigen Meinungsumfragen mehr notwendig – ein Blick in die Statistik genügt. Machen Sie sich mit den einschlägigen Web-Analyse-Tools vertraut! Online-Redakteure, die diese Möglichkeiten nicht nutzen und an den Interessen der Nutzer sozusagen vorbei berichten, sind in etwa vergleichbar mit Zeitungsreportern, die mit verbundenen Augen und Ohrenstöpseln am Ort des Geschehens auftauchen. Analysieren Sie Ihre Nutzer. Schauen Sie sich die Keywords an, über die Nutzer auf Ihre Seiten gelangen und lernen Sie daraus.

2. Her mit den Keywords!

Suchmaschinen sind indexbasierte Softwareprogramme, die automatisch das World Wide Web durchsuchen und ihren Datenbestand selbstständig erweitern. Es gibt bei Google & Co. keine menschlichen Editoren, die von morgens bis abends Webseiten lesen und in einer Datenbank mit Schlagwörtern versehen. Das Thema einer Webseite wird mithilfe einer algorithmischen Auswertung der Wörter ermittelt, die auf einer Webseite geschrieben stehen. Gefunden wird deshalb grundsätzlich nur, was auf der Webseite auch geschrieben steht. Also verwenden Sie die Keywords, die Suchmaschinennutzer bei Google & Co. eingeben und schreiben Sie nicht Autobahngegenstromeinbieger oder Gegenrichtungsfahrbahnbenutzer, wenn sie Geisterfahrer meinen – danach sucht niemand.

Suchmaschinenoptimiert Schreiben unterscheidet sich vom klassischen Journalismus (Foto: mpclemens / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

3. Verwenden Sie das gebräuchliche Wort.

Grundsätzlich gilt für suchmaschinenoptimiertes Texten das Gleiche, was Wolf Schneider in „Deutsch für Profis“ schreibt: Verwenden Sie das treffende, das gebräuchliche Wort. Das deutsche Wort ist jedoch nicht immer die beste Wahl. Für den Fall, dass es unterschiedliche Schreibweisen oder gleichrangige Synonyme gibt: Schauen Sie bei Google Trends, Google Insights for Search oder dem Google-Keyword-Tool nach, welche themenverwandten Begriffe es gibt und welche Wörter häufiger (oder seltener gesucht) werden. Je genauer das Keyword oder die Keyword-Kombination auf der Webseite abgebildet wird, desto besser. Allerdings muss man sich sprachlich heute nicht mehr verbiegen, wenn’s nicht 100-prozentig passt. Dank sogenannter Word-Stemming-Algorithemen und Algorithmen zur Mehrwortgruppenidentifikation, ist Google heute in der Lage, unterschiedliche Schreibweisen eines Begriffs in einem künstlich errechneten Wortstamm zusammenführen und erkennt die einzelnen Wörter in Zusammensetzungen (Marktforschungsinstitut).

4. Besser getrennt als zusammengeschrieben.

Mehrzweck-Küchenmaschine oder Mehrzweckküchenmaschine? Irak-Krieg oder Irakkrieg? Die deutsche Sprache erlaubt oft beide Schreibweisen. Grundsätzlich soll ein Binderstrich unübersichtliche Zusammensetzungen lesbarer machen und dabei helfen, Missverständnisse zu vermeiden. Aus Suchmaschinensicht dient der Bindestrich als Wortseparator und deutet darauf hin, dass die beiden umliegenden Wörter eng miteinander verbunden sind. Wortseparatoren nennt man Satz-, Leer- oder Sonderzeichen, die bei der maschinellen Textanalyse die umliegenden Zeichenanhäufungen als Wort identifizieren. Sind beide Schreibweisen möglich, sollte man also die getrennte Schreibweise bevorzugen. So wird die Webseite mit beiden Suchbegriff-Varianten besser gefunden.

5. Das wichtigste gehört an den Anfang.

Das Wichtigste gehört an den Anfang. Nachrichtenredakteure wissen das. Unter den klassischen journalistischen Darstellungsformen ist die Nachricht, die am stärksten hierarchische Textsorte. Der gesamte Aufbau folgt dem Prinzip der abnehmenden Wichtigkeit. Suchmaschinen analysieren Texte in ähnlicher Weise. Über 200 Kriterien fließen nach Google-Aussagen ins Ranking ein. Bei etwa der Hälfte davon geht es darum, das relevanteste Web-Dokument in Bezug auf einen Suchbegriff zu ermitteln. Dazu imitieren Suchmaschinen das menschliche Verhalten und menschliche Erwartungshaltungen – Zeitungsleser beginnen ihre Lektüre ja auch nicht im dritten oder vierten Absatz, sondern orientieren sich zunächst an der Überschrift. Überschriften, Zwischenüberschriften, Absätze, Sätze und Wörter werden von Google umso bedeutender eingestuft, je weiter vorne sie stehen.

Achtung: <Title>-Tag und Überschrift sind nicht dasselbe! Für den Titel einer Webseite gibt es das <Title>-Tag. Überschriften werden in HTML-Dokumenten mit den Tags <h1> bis <h6> ausgezeichnet. HTML unterscheidet sechs Überschriftenebenen, um Hierarchieverhältnisse auszudrücken. <h1> steht für die höchste Ebene, <h6> für die niedrigste. Das <h1> Tag sollte nur einmal auf einer Webseite verwendet werden und möglichst identisch sein mit dem <Title>-Tag.

6. Vorsicht mit Synonymen.

Wenn in einem Zeitungsartikel steht, dass 242 Abgeordnete für einen Gesetzesentwurf gestimmt haben, und 160 Parlamentarier dagegen waren, dann ist das ärgerlich. Parlamentarier, so schon Walther von La Roche, ist als Begriff zwar bekannt, als Variante zu Abgeordneter erregt dieser Begriff aber für einen Sekundenbruchteil Zweifel. Nicht Abwechslung, nur Wiederholung schafft Verständlichkeit. Zentrale Aussagen und einzelne Begriffe dürfen wiederholt werden – und zwar nicht nur im Radio. Denn wie relevant eine Webseite in Bezug auf einen Suchbegriff ist, erkennen Suchmaschinen auch daran, wie häufig der Suchbegriff auf der Webseite geschrieben steht.

7. Verwenden Sie Synonyme.

Zu viele Synonyme sind eher schädlich, sowohl für das menschliche Verständnis als auch für das Ranking bei Google. Die Betonung liegt allerdings auf eher schädlich, denn auf synonyme und themenverwandte Begriffe sollte man keineswegs verzichten. Zum einen, weil die unnatürliche Anhäufung von Suchbegriffen von den Anti-Spam-Filtern erkannt und als Manipulationsversuch interpretiert wird, zum anderen, weil Suchmaschinenoptimierer davon ausgehen, dass Google heute auf semantisch verwandte Wörter achtet, vermutlich auch beim Ranking. Die dazugehörige Technik nennt sich Latent Semantische Indexierung. Demnach rankt etwa eine Seite zum Thema Rezepte besser, wenn dort auch verwandte Begriffe wie Pfanne, Topf oder Zubereitung stehen. Suchmaschinenoptimierer empfehlen eine optimale Keyword-Dichte von drei bis vier Prozent. Die Empfehlung bezieht sich auf den gesamten Text-Content, also auch auf den Text in weiterführenden Linklisten etc. Vertrauen Sie Ihrem natürlichen Sprachgefühl. Wiederholen Sie, wenn Sie den Eindruck haben, dass es Ihren Text verständlicher macht. Verwenden Sie Synonyme, wenn Sie den Eindruck haben, dass er sonst zu eintönig und gekünstelt wirkt. Der am besten optimierte Text ist auf lange Sicht ein Text, dem man beim Lesen nicht anmerkt, dass er suchmaschinenoptimiert ist. Bleiben Sie menschlich!

Leichter gefunden werden mithilfe von suchmaschinenoptimiertem Schreiben (Foto: karlnorling / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

8. Nennen Sie die Dinge beim Namen.

Metaphern können einen Text eindringlich und anschaulich machen. Aber es bringt journalistisch nichts, für ein Kamel das Wüstenschiff zu sagen. Im Informationsjournalismus sollte die Eindringlichkeit und Anschaulichkeit von der Wiedergabe der Wirklichkeit durch Schilderung, Beschreibung und Bericht herrühren – nicht von abgenutzten Metaphern. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und man darauf wartet, bis es sich im Sande verlaufen oder der Zahn der Zeit die Tränen getrocknet hat, ist die Metaphern-Sprache nicht bloß gründlich daneben gegangen; sie provoziert darüber hinaus Missverständnisse und verweist dadurch in die falsche Richtung. Noch weniger als Journalismus eine literarische Kunstform ist, ist das Web ein journalistisches Massenmedium. Das Prinzip Leseanreiz funktioniert im Web nicht auf dieselbe Weise wie in der Zeitung. Die Netztechnik verstärkt das Missverständliche. Wer bei Google nach Gartenscheren sucht, meint das Gartenhandwerkszeug und nicht Sparmaßnahmen in der Politik („Mit der Gartenschere an den Bundeshaushalt“). Die Zahl der Leser, die Ironie mögen oder auch nur erkennen, ist immer kleiner als Journalisten möchten. Nennen Sie die Dinge einfach beim Namen! Je konkreter, desto besser. Das gilt insbesondere auch für Linktexte. Suchmaschinen gehen ebenso wie Nutzer davon aus, dass diese Wörter mit Bedacht als Hinweis oder Kurzbeschreibung gewählt wurden. Nichtssagende Linktexte nach dem Muster „Hier!“ oder „Hier klicken!“ sollten deshalb vermieden werden.

9. Statt des Knäuels die Tabelle.

Jedes Medium, das mit Schrift umgeht, setzt gestalterische Elemente ein, um die Informationen, die es zu vermitteln gilt, in Einheiten zu gliedern. Die Leser erkennen diese Hervorhebungen für gewöhnlich intuitiv und weisen ihnen eine Bedeutung zu. Die wohlüberlegte optische Gliederung ist neben geläufigen Wörtern, vielen Verben und linearem Satzbau die vierte Säule in der Verständlichkeitsforschung. Auf Google erkennt wohlstrukturierte Texte und bewertet diese Texte und hervorgehobene Begriffe sowie Begriffe in Aufzählungen etwas höher als unübersichtliche Bleiwüsten. Als Faustregel für Online-Texte gilt: mindestens zwei Absätze pro Bildschirm. Doch Vorsicht: Wenn jedes zweite Wort im Fließtext fett hervorgehoben wird – sei es mit dem <b>-Tag oder <strong>-Tag –, hat es den gegenteiligen Effekt: Es verwirrt Suchmaschinen und Nutzer.

10. Schreiben Sie Texte für Nutzer!

„Erstellen Sie Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen.“ So kann man es in den Google-Qualitätsrichtlinien für Webmaster nachlesen. Wer sich intensiver mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, weiß, dass diese Empfehlung alles andere ist als leeres Phrasengeklingel. Am Anfang vieler Ranking-Updates stehen Nutzer-Befragungen, die anschließend in Algorithmen übersetzt werden. Seit 2010 experimentiert Google verstärkt mit menschlichen Empfehlungen, sei es direkt, indem die Empfehlungen aus sozialen Netzwerken ins Ranking einbezogen werden, oder indirekt, indem das Klick- und Surfverhalten ausgewertet wird. Die nutzerorientierte Text- und Webseitengestaltung macht sich in jedem Fall bezahlt. Denn eine verwirrende Seite wird der Nutzer schneller wieder verlassen haben, als er gekommen ist, geschweige denn seinen Kontakten bei Facebook, Twitter, Google+ und Co. weiterempfehlen.

Über den Autor

Heiko Lenz ist Autor des Buches „Suchmaschinenoptimiert schreiben“. Er hat in Mainz, London und Berlin Germanistik und Philosophie studiert. Sein journalistischer Werdegang führte ihn von den Printmedien übers Fernsehen in die Online-Redaktion (u.a. rbb, taz.de).

Heiko Lenz lebt derzeit in Berlin und arbeitet in der News-Redaktion der Preissuchmaschine idealo.de. Als Wissenschaftler ist er der festen Überzeugung, dass Technikinnovationen Wissens- und Erkenntnisinnovationen sind und dass die gesellschaftlichen und evolutionistischen Veränderungen durch die Netztechnik unterschätzt werden. Seiner Meinung nach sollten die Grundlagen der Web- und Suchmaschinentechnik schon an der Schule unterrichtet werden und suchmaschinenoptimiertes schreiben zum Handwerkszeug jedes Online-Redakteurs gehören. Privat schaut er sich Filme von David Lynch an und würde das ganze Jahr über in Schottland und Großbritannien Urlaub machen, wenn er könnte.

Weiterführende Links:

 

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34 Reaktionen
Manu

Sehr hilfreicher Artikel. Dankeschön!

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MichaelBerkholz
MichaelBerkholz

Zum Glück wird der Content immer wichtiger und es reichen nicht nur massenhaft produzierte 250 Wörter Artikel.
Und ja, vielleicht fließen 200 Kriterien in das Ranking ein. Jedoch sind nur ein paar richtig wichtig. Manche kann man selber gar nicht zu 100 % beeinflussen, z.B. Bouncerate.

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TanjaD
TanjaD

Dass es doch so viele (über 200) Kriterien sind, die ins Google-Ranking einfließen, hätte ich nicht gedacht. :-o

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bASTIN

Ein wirklich nützlicher Kommentar! Danke!

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Bastian Gauwitz
Bastian Gauwitz

@Heiko Lenz: Vielen Dank für die nette Rückmeldung!

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Heiko Lenz

@tomtom: Ein echter Troll, einer mit Gehirn. Wie niedlich :-)

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Heiko Lenz

@Susann: Das ist so phänomenal unspezifisch, dass ich Sie dafür schon wieder bewundern muss?!? Welche SEO-Kriterien genau wurden bei dem nicht-optimierten Text missachtet? Das sollten Sie doch wissen und sagen können ohne Betriebs-Interna auszuplaudern, wenn Sie für mehrere Unternehmen Websites und Blogs betreuen. Also grundsätzlich wäre es schon denkbar, dass eine professionell getextete Nachricht über ein pharmazeutisches Produkt besser rankt als ein über-optimierter Text, weil eine gut getextete Nachricht automatisch suchmaschinenoptimiert (und „natürlich“ ) ist. Aber ich denke, das wollten Sie nicht damit sagen, oder?

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Heiko Lenz

@Sabrina: Mit getrennt ist gekuppelt gemeint, also mit Bindestrich. Mehrzweck-Küchenmaschine ist besser als Mehrzweckküchenmaschine. Nicht mit Leerzeichen (Mehrzweck Küchenmaschine). Das ist falsch und bringt keine Ranking-Vorteile.

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Heiko Lenz

@Bastian Gauwitz: Wie viele der über 200 Kriterien der Relevanzzuordnung dienen, ist nicht ganz klar. Da haben Sie recht. Vielleicht war meine Formulierung im Artikel eine zu verallgemeinernde Zusammenfassung der beiden Grundabsichten beim Ranking: Relevanz und Reputation. Bei den Linktexten muss ich widersprechen. Auch hier habe ich geschrieben, dass Linktexte nach dem Muster „Hier!“ oder „Hier klicken!“ vermieden werden „sollten“. Jeder, der Texte auch für Nutzer schreibt (Punkt 10) – alles andere ist absurd –, weiß, dass es sprachlich manchmal einfach nicht passt, und dass man hin und wieder mit nichtssagenden Begriffen wie „hier“ verlinken muss. Insofern sind die Linktexte, wenn man sich an den 10 Tipps im Artikel oben orientiert, automatisch natürlich. Aber recht haben Sie wiederum, wenn Sie als Linkbuilder argumentieren. Wenn man eine Website mit Backlinks optimieren möchte, ist es natürlich besser, wenn man die Linktexte variiert und auch mal mit den Wörtern „hier“ oder „hier klicken!“ verlinkt, um in Googles Augen möglichst natürlich zu wirken :-) Aber Linkbuilding ist eine andere Baustelle ...

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Heiko Lenz

@Sebastian Leitner: stimmt :-) Nennt man Google Bombing. In meinem Buch gehe ich darauf ein. Das hier ist aber ein 10-Tipps-Artikel, der Online-Textern – egal ob mit journalistischen, online-redaktionellem oder PR-Hintergrund – die Technik erklären soll, warum es besser ist, die Keywords im Artikel zu verwenden.

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Heiko Lenz

Gibt man fünf Redakteuren eine Reportage, hat man am Ende mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit fünf verschiedene Überschriften. Suchmaschinenoptimierung ist manchmal genauso. Oft ist man sich einig. Manchmal nicht. @Tom Ruthemann: Im Artikel steht Title und h1 „sollten möglichst identisch sein“ und nicht „müssen identisch“ sein. Die Meinungen gehen hier auseinander. Google selbst hat sich meines Wissens nach nie dazu geäußert. In meinem Buch gehe ich ausführlicher darauf ein, da ich genauso wie Sie der Ansicht bin, dass man damit Suchmaschinen(nutzer) und Portal-Besucher optimal ansprechen kann. Ich persönlich würde aber versuchen – solange Google nicht eindeutig Stellung dazu bezieht –, es möglichst identisch zu machen. Und zwar ganz einfach deshalb, weil das Thema der Seite oder des Textes per maschineller Textanalyse dann einfacher und eindeutiger zu ermitteln ist. Sie wissen wie das geht? Statistisch gesehen ist ein Text, der beispielsweise das Wort „iPad“ zwei Mal und an besonders wichtigen Stellen enthält (Title und h1) nun mal relevanter in Bezug auf den Suchbegriff „ipad“ als ein ansonsten identischer Text, der das Wort „iPad“ nur ein Mal enthält. Daran gibt es nichts zu rütteln! Aber wie gesagt, man kann es auch anders machen und solange mans nicht übertreibt ... denn sonst wird es wohl nicht mehr lange dauern und der Titel wird von Google genauso behandelt wie das Meta-Tag keywords...

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Tom Ruthemann

Daniel W. hat natürlich vollkommen recht: Immer für den Menschen schreiben. Wenn es denn gelingt geschickt(!) – ohne offensiv oder offensichtlich zu sein – Keywords in Texten und Überschriften zu platzieren, um so besser! Aber bitte nicht mehr!

Als kleine Ergänzung vielleicht: Hatte letztens einen kurzen Artikel zum Thema geschrieben: Mysterien des SEO – gern genannt, jetzt geprüft!

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Alexander Trust

#1 halte ich inhaltlich für falsch. Klar kann man Besucher analysieren, und wenn man Quote machen möchte, dann muss man sich natürlich danach richten, wonach gesucht wird. Nur dann, "liebe Leute", schreiben wir morgen alle über dasselbe.

#2 Natürlich sucht vielleicht niemand nach gewissen Wörtern, aber gerade das ist ja scheinbar "auch" eine Strategie von SEOs, die für sich Nischen besetzen oder vom Longtail sprechen, wenn sie über die Zeit mit weniger Klicks auch "Etwas" erreichen. Grundsätzlich ist aber die Anweisung hilfreich, zu sagen, man solle, wenn man gelesen werden möchte, die Inhalte auch auf die Suchworte hin optimieren. Nur grundsätzlich steht es einem ja frei, und am Ende ist es dann sogar noch geschickter, mehr als nur eine Schreibweise/Synonym zu verwenden.

#3 Dagegen spricht prinzipiell nichts, nur wenn man das auf die Spitze treibt, dann heißt es am Ende ebenfalls Gleichmacherei

#4 und #5 so weit Zustimmung

#6 Halt ich inhaltlich für falsch und zwar aus zweierlei Hinsicht. Zum einen mag selbst Google die relative Häufung von Keywords nicht, oder mag es sie? Man weiß es nicht genau, und SEOs sind sich da nicht einig. Wenn man Panda aber ernst nimmt, und Google ernst genommen werden möchte, dann gibt es doch nichts Besseres als Varianz. Diesem Aspekt scheint aber in #7 teilweise Rechnung getragen worden zu sein. Nebenbei bemerkt, ist Verständnis nicht nur durch Wiederholung zu sichern und Wortsemantik ist weder die elementarste Einheit der Bedeutungserzeugung noch ist es die einzige und vielleicht nicht mal die wichtigste. Es wäre schön gewesen, wenn der "Journalist", dann an dieser Stelle einfach mal "akademisch" gearbeitet und weniger den Zwängen seines Fachs gefolgt wär. Welche wissenschaftlichen Studien gibt es denn, die diese These stützen, dass jemand den Gehalt eines Textes schneller aufnimmt, wenn man ein Wort nur oft genug wiederholt? Ich bin dann gerne auch einsichtig, wenn man mir solche Hinweise lieferte.

#7 Was ist denn ein Synonym? Also Pfanne und Topf sind sicherlich keine Synonyme zu Rezept. An der Stelle leitet die Zwischenüberschrift ein wenig fehl; immerhin wird im Text ja nur von verwandten Begriffen geschrieben.

#8 Okay. ;)

#9 Halte ich für ein Gerücht. Wenn Google die Statistiken in den Webmaster Tools so lange vorhält, könnte ich eigene Artikel beibringen, in denen Listen in Artikeln dazu geführt haben, dass Google News diesen Text als "fragmentiert" eingestuft hat. Wir sind in der Folge dazu übergegangen, z. B. Tracklisten mit 30, 40 und mehr Einträgen nicht mehr als Liste im Text unterzubringen, sondern exemplarisch als Fließtext zu formulieren, mit einem Link auf unser Forum, in dem wir die komplette Liste dann als "echte" Liste (ul/ol, li) eingebunden haben. Nur gab es davor eben viele Versuche, die von Google News damit abgestraft wurden, dass die Artikel gar nicht erst Einzug fanden in das Listing.

#10 Finde ich ebenfalls.

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schoschie
schoschie

Die ganzen SEO-Empfehlungen lassen sich reduzieren auf: so schreiben, dass man es als interessierter Mensch lesen will. Das ist, worauf die Rankingalgorithmen abzielen.

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tomtom
tomtom

Suchmaschinen-optimiertes Schreiben - Das können Werbetexter - oder wie der Autor sich bezeichnet - "Mitglieder der News-Redaktion einer Preissuchmaschine" gerne machen.

Das aber im Artikel über Journalismus gesprochen wird, schiesst den Vogel der Dreistigkeit ab.

Zur Info für alle Interessierten: Die eigentliche Währung im "Kampf um Aufmerksamkeit" sind nicht eyeballs und deren Algorithmen-Wurmfortsätze, sondern Gehirne.

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helga

hallo, ich hätte da eine frage.
gibt es auch eine webseite oder ein programm zum down laden, in dem ich nach SEO wörter für ein bestimmtes thema suchen kann?

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mike

Susan schreibt: "Kurz vor Weihnachten baten wir unseren SEO-Experten um eine ausführliche Auswertung beider Beiträge. Er mailte uns ausführliche Statistiken mit dem überraschenden Ergebnis, dass der nicht optimierte Beitrag um einen Hauch besser abschnitt. Und was lernen wir daraus...?"

....daß es noch einen anderen Gott gibt?

Der Artikel hier ist nicht schlecht geschrieben, aber auch nicht überwältigendes Neues, es ist typische Trend-Artikel, der seit einiger Zeit populären "10er Artikel" und läßt mich eigentlich nur wieder schmunzeln, weil ich ihn ja trotzdem gelesen habe :-)

DIE ZEHN BESTEN GIMMICKS DES INTERNETS ;-)

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Susann
Susann

Hallo,

wir betreuen für mehrere Unternehmen die Redaktion von Websites und Blogs. Mit einem bekannten SEO-Spezialisten haben wir im November anlässlich eines SEO-Workshops folgendes Experiment gewagt:
Zeitgleich wurden auf dem gleichen Server zwei Beiträge publiziert. Die Beiträge befassten sich mit zwei fast identischen pharmazeutischen Produkten. Der eine Text wurde unter Aufsicht und Mitwirkung des SEO-Referenten und der andere unter Missachtung jeglicher SEO-Kriterien erstellt und auch ohne Wissen des Referenten.

Kurz vor Weihnachten baten wir unseren SEO-Experten um eine ausführliche Auswertung beider Beiträge. Er mailte uns ausführliche Statistiken mit dem überraschenden Ergebnis, dass der nicht optimierte Beitrag um einen Hauch besser abschnitt. Und was lernen wir daraus...?

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Tom Ruthemann

Hui, sehe gerade, dass die eckigen Klammern und Texte darin im Kommentar untergegangen sind. Man möge mir daher eine Wiederholung erlauben:

Im Grundsatz ein recht guter Artikel. Nur, da muss ich Bastian Gauwitz recht geben, die Angaben zum OnPage-SEO lassen wirklich zu wünschen übrig, eine deutliche Schwäche.
Eine Aussage etwa wie »Das h1-Tag sollte nur einmal auf einer Webseite verwendet werden und möglichst identisch sein mit dem title-Tag.« ist nunmal echt Quatsch.

h1- und title-Tag müssen überhaupt nicht identisch sein. Im Gegenteil: im title-Tag lassen sich mehrere Keywords der Wichtigkeit nach sortiert unterbringen, auch als einfache Aufzählung mit Komma getrennt. Der h1-Tag ist eine Überschrift, sollte auch das eine oder andere Keyword enthalten, aber vor allem auch den Leser packen und gezielt informieren.

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Daniel W.

Nehmenwir mal an, ich schreibe einen SEO-Text, der wundbar weit vorne bei Google gefunden wird. Dann merken die Besucher aber, dass er inhaltlich und stilistisch einfach Mist ist, weil eben divers Keywords gestreut und zwanghaft Platzhalter-Wörter verwendet wurden, damit es nicht als Spamming auffällt. Welchen Sinn hat dann mein Text? Ich werde gefunden, die Leute klicken drauf, bemerken die Unzulänglichkeiten des SEO-Textes und sind wieder weg. Was hat das dann gebracht? Und klickt man Links auf Seiten mit schlechten Texten an, bloß weil die Seite bei Google weit vorne lag? Ich glaube nicht. Texte werden gelesen und Links angeklickt, wenn der Text die Kompetenz des Verfassers erkennen läßt, so dass die Besucher seinen verlinkten Empfehlungen in derHoffnung folgen, dass sie dort weitere Expertise von Dritten erwarten können.

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Sabrina

Top Artikel, allerdings hat mich Punkt 4 etwas verwirrt. Was ist besser, wenn ich etwas getrennt bzw. auseinander schreibe oder sollte man doch eher den Bindestrich dazwischen lassen? Lg

Antworten
Tom Ruthemann

Im Grundsatz ein recht guter Artikel. Nur, da muss ich Bastian Gauwitz recht geben, die Angaben zum OnPage-SEO lassen wirklich zu wünschen übrig, eine deutliche Schwäche.

Eine Aussage etwa wie »Das Tag sollte nur einmal auf einer Webseite verwendet werden und möglichst identisch sein mit dem -Tag.« ist nunmal echt Quatsch.

und müssen überhaupt nicht identisch sein. Im Gegenteil: im lassen sich mehrere Keywords der Wichtigkeit nach sortiert unterbringen, auch als einfache Aufzählung mit Komma getrennt. ist eine Überschrift, sollte auch das eine oder andere Keyword enthalten, aber vor allem auch den Leser packen und gezielt informieren.

Antworten
Copy & Print Weilburg

Ich versuche immer für beide zu schreiben xD
Das doch wohl am Besten. Was bringt es mir das die SuMa es toll findet der Leser aber nach 2 sek. wegklickt?
Oder der Leser es toll findet aber es nicht findet weil kaum Keywords verwendet wurden die die Leute dazu auch verwenden würden?

Klar sollte man auf einiges achten.
http://t3n.de/news/10-tipps-suchmaschinenoptimiertes-353866/

Da hätte ich das "schreiben" am ende nicht weggelassen sondern als KW mitgenutzt. ;-)

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Vincent

Guter Beitrag. Nur nicht vergessen auch für den Leser zu schreiben ;-).. aber das wurde ja bereits gesagt.

Grüße
Vincent

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Sebastian Leitner

Grundsätzlich ein guter Artikel, allerdings wäre ich bei einigen Aussagen etwas vorsichtiger. Z. B. steht in Punkt 2: "Gefunden wird deshalb grundsätzlich nur, was auf der Webseite auch geschrieben steht". Googelt man nach "Seite verlassen" steht disney.de auf Position 1, obwohl sie nichts derartiges auf der Seite stehen haben. Stichwort: Ankertexte.

Die Punkte 3 bis 5 und natürlich 10 sind richtung und wichtig - da stimme ich voll und ganz zu!

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Marcus

Man schreibt für die Suchmaschine und hauptsächlich für die Leser einer Seite. Das sollte man nicht vergessen. Langfristig bringt einem Text nichts der nur für die Suchmaschine erstellt worden ist.

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Marcell

"Suchmaschinenoptimierer empfehlen eine optimale Keyword-Dichte von drei bis vier Prozent. " Von solchen pauschalen Aussagen würde ich klar Abstand nehmen. Die Keyword-Dichte ist heutzutage als Faktor zu vernachlässigen, da rankt keine Seite besser als die andere bloß weil sie 1% mehr KW-Dichte hat.

Wir haben Tests gefahren mit KW-Dichten von 0,5% bis 15% die gut ranken. Durch Googles Vielzahl von Rankingkriterien würde ich mich also überhaupt nicht auf eine prozentuale Keyword-Dichte festlegen. Zudem hat es sich in der Praxis für den Kunden nicht als durchführbar erwiesen, die KW-Dichte überhaupt auszulesen - entsprechende Tools oder Plugins werden im Artikel ja auch nicht genannt.

Beste Grüße,
Marcell

Antworten
Bastian Gauwitz

Es hätte auch nicht geschadet, diese TOP-10 Aufzählung mal von einem SEO gegenlesen zu lassen. Natürlich sind zehn Punkte "für den Nutzer" deutlich ansprechender, aber den Inhalt hätte man auch auf die Hälfte zusammenfassen können. Behauptungen wie im Text dargestellt: "Bei über der Hälfte der 200 Rankingfaktoren handelt es sich um Relevanzeinordnungen zum Keyword" sind ohne Quelle haltlos - da bisher Google nur einen Teil der Faktoren "bekanntgegeben" hat. In Punkt 7 ist sicherlich die Latent Semantische Optimierung auf der jeweiligen Website gemeint, die Technik der Suchmaschine ist richtig mit der Indexierung angegeben. Linktexte wie "hier" sind zwar nicht schön, aber wirken natürlich! (Punkt 8). Wertvolle Tipps zum "Schreiben" finde ich allerdings in Punkt 3 und 4!

Antworten
Gründercoach

Vielen Dank für den guten Artikel. Ich simme allen punkten zu, aber die onpageoptimierung ist nur ein Teil des gefunden werdens. Sie ist aber das Fundament des findens.

Antworten
Andreas Floemer

Sicherlich schreibt man für die Leser und nicht für Google. Diese Tipps helfen lediglich dabei besser gefunden zu werden und eine breitere Leserschaft zu erreichen. Hochwertiger Content sollte nicht gegen SEO ausgetauscht werden.

Antworten
Eric

Das schwierige an einem informativen Text ist meistens der Anfang. Ist der erstmal gemacht und es entwickelt sich ein gewisser 'Flow', ist das die halbe Miete. Wie heisst es doch so schön: Aller Anfang ist schwer ;)

Antworten
timo

Da kann ich Severin nur zustimmen - wichtig ist natürlich auch, besonders bei Blogs, das Eigeninteresse an den Themen... und wirklichen Mehrwert zu liefern, anstatt nur das Wiederkäuen von Anderen.

Danke für den Hinweis zum besser getrennt schreiben & noch eine Anmerkung zu Keywords, zu häufig ist auch nicht gut.

Ein Tipp noch, sehr nützlich für Seiten die auf Wordpress laufen ist das Plugin WordPress SEO.

Antworten
severin

Nicht für die Suchmaschinen, für die Leser schreiben wir. Es dauert dann zwar vielleicht etwas länger, bis die Besucherströme kommen, dafür dann aber langfristig.

Antworten

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