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104 Milliarden US-Dollar: Facebook legt größten Internet-Börsengang hin

hat den größten Internet-Börsengang erfolgreich absolviert. Das 900 Millionen Nutzer schwere soziale Netzwerk konnte seine Aktien am vergangenen Donnerstag zum anvisierten Höchstpreis veräußern, sodass das Unternehmen mit einer Gesamtbewertung von rund 104 Milliarden US-Dollar in den Börsenring steigt. Facebooks Anteilseigner nahmen durch die hohe Bewertung rund 16 Milliarden US-Dollar ein. Der offizielle  Start an der US-Börse NASDQ findet am heutigen Freitag statt.

104 Milliarden US-Dollar: Facebook legt größten Internet-Börsengang hin

Facebook-Börsengang bricht Rekorde

Mit der Gesamtbewertung von 104 Milliarden US-Dollar bricht das soziale Netzwerk alle Rekorde, was Börsengänge von Internetunternehmen anbelangt. Ursprünglich war der Wert pro Aktie auf 25 bis 30 US-Dollar angesetzt, dieser konnte aber in letzter Minute auf den Wert von 38 US-Dollar erhöht werden. Es wird vermutet, dass der Aktienwert zum Börsenstart sogar noch um bis zu 30 Prozent steigen könnte, obwohl Facebooks Potenzial der Monetarisierung in Frage gestellt wird – ein überzeugendes Geschäftsmodell fehle, kritisieren viele Analysten.

facebook-börsengang
Facebook-Börsengang 

Noch nie wurde zum Börsengang ein US-Unternehmen so hoch bewertet. Google startete im Jahre 2004 mit einer Bewertung von 23 Milliarden US-Dollar, Aktien im Wert von lediglich 1,7 Milliarden US-Dollar wurden ausgegeben – heute wird das Unternehmen auf einen Gesamtwert von etwa 200 Milliarden US-Dollar geschätzt.  Microsoft hat einen derzeitigen Börsenwert von rund 250 Milliarden US-Dollar, der weltweit größte Online-Händler Amazon wird derzeit „nur“ mit knapp 98 Milliarden US-Dollar bewertet und liegt damit hinter Facebook.

Der Börsengang  des 900 Millionen User schweren soziale Netzwerk stellt den augenblicklichen Höhepunkt des wohl kaum mit einer anderen Unternehmen vergleichbaren rasanten Aufstiegs dar. Facebook-Chef Mark hat sein kleines Studentenprojekt innerhalb weniger Jahre zum global erfolgreichsten sozialen Netzwerk aufgebaut, von dem erwartet wird, dass es noch in diesem Jahr die Milliarden Nutzer-Hürde knacken wird.

Facebook-Börsengang: Zuckerberg bleibt am Steuer

Mark Zuckerberg, Gründer und Chef des sozialen Netzwerks, veräußert zum Börsengang insgesamt 30 Millionen seiner eigenen Anteilsscheine. Beim anvisierten Aktienpreis von 38 US-Dollar nähme er auf diese Weise mehr als 1,1 Milliarden Dollar auf einen Streich ein. Mit dem Großteil dieser Einnahmen muss er allerdings ausstehende Steuern begleichen. Trotz der verkauften Aktienanteile behält er die Mehrheit an Facebook. Denn er besitzt weiterhin Anteile im Wert von etwa 19,1 Milliarden US-Dollar oder 504 Millionen Anteilsscheine, bzw. ca. 57 der Anteile des Unternehmens.

Wer den Börsenstart Facebooks live miterleben möchte, kann sich heute ab 15:15 Uhr den Livestream zu Gemüte führen. Auf http://www.nasdaq.com wird er übertragen.

Was denkt ihr, wird Facebooks Wert trotz eines wenig überzeugenden Geschäftsmodells langfristig weiter wachsen, oder kurz strahlen und anschließend wieder an Wert verlieren?  

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3 Antworten
  1. von größter Internet-Börsengang am 18.05.2012 (12:16 Uhr)

    Die Leute verbringen ihre Zeit bei Facebook. RTL macht Millionen-Gewinne und Umsätze mit Aufmerksamkeitsminuten der Zuschauer. Die Monetarisierbarkeit ist also kein Problem weil immer mehr Werbe-Budgets online gehen um die Zielgruppen zu erreichen. Bei Online-Werbung gibts gute und schlechte Beispiele und beliebte und unbeliebte Firmen.

    Überall wo die Leute draufschauen kann man auch Werbung einblenden.

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  2. von Tom am 18.05.2012 (13:01 Uhr)

    Wie stehen die Quoten, dass der Kurs abrauscht oder durchstartet? Ich setze auf ersteres, da Facebook zwar hohe Onlinezeiten vorweisen kann, aber nicht ansatzweise die Qualität von Google & Co. bietet. Die Leute suchen nichts und wenn ich (ziemlich online-affin) gucke, wie oft Google in meinen Konversionketten war (immer) und wie oft Facebook (noch nie - warum auch?), In meinem Stream ist auch immer weniger los, weil die Leute inzwischen so viele "Freunde" haben, die man eigentlich nur mal so eingeladen hat, dass viele 3x überlegen, bevor sie einen Status in die Runde schicken.

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