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Von 140 auf 10.000 Zeichen: Twitter bestätigt die mögliche Ausweitung von Tweets

Von 140 auf 10.000 Zeichen: Twitter bestätigt die mögliche Ausweitung von Tweets

Nach monatelangen Gerüchten äußert sich jetzt CEO Jack Dorsey zu dem Experiment. Demnach will tatsächlich längere Texte einführen, kurze Tweets sollen trotzdem erhalten bleiben.

Von 140 auf 10.000 Zeichen: Twitter bestätigt die mögliche Ausweitung von Tweets

Twitter äußert sich zu Tweet-Erweiterung

„Beyond 140“ nennt Twitter sein aktuelles Experiment: Das Social-Media-Portal testet dabei verschiedene Ansichten von längeren Tweets mit bis zu 10.000 Zeichen. Gerüchte dazu tauchten schon im September auf und wurden jetzt wieder aufgewärmt. Und die Berichte sorgten für so viel Aufregung, dass sich das Unternehmen endlich dazu äußert.

CEO Jack Dorsey nutzt einen Screenshot auf Twitter, um die Pläne in einem langen Text zu erklären. Er beschwichtigt, dass ein Großteil der Tweets weiterhin kurz und prägnant bleiben werde. Man habe aber beobachtet, dass viele User längere Texte in Screenshots packen, die nicht durchsuchbar sind. Das will Twitter ändern und testet deshalb andere Varianten. So könnte ein längerer Tweet mit Klick darauf ausgeklappt werden.

Twitter bringt für CEOs einige Vorteile mit sich – beispielsweise um ein Netzwerk aufzubauen. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)
Twitter hat genug von Screenshots mit längeren Texten und will deshalb die Tweets anpassen. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

Mehr Platz für Content

Twitter-COO Adam Bain bestätigt in einem Interview, dass die Idee von Dorsey kam. Mit der Änderung will man auch Publisher dabei unterstützen, ihre Inhalte auf Twitter besser zu positionieren, erklärt der COO. „Wie geben wir den Publishern so viel Publikum wie möglich“, ist eine der grundlegenden Fragen, die der Twitter-Manager mit der Änderung beantworten will.

Dass sich leidenschaftliche User über die geplante Änderung aufregen, überrascht Bain nicht: „Ich bin es gewohnt, dass immer, wenn wir Twitter angreifen, sich Menschen beschweren.“ CEO Dorsey betont: „Solange es mit dem, was die Leute damit machen wollen, vereinbar ist, werden wir Neues erkunden.“

via recode.net

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2 Antworten
  1. von Wahrnehmung zählt am meisten am 06.01.2016 (11:41 Uhr)

    Wenn die vorhandene Ansicht erhalten bleibt oder man sogar sieht wie viele Tweets aufgeklappt oder "lass stecken" ignoriert wurden würde man sich im ersten Satz vielleicht immer noch auf das wichtige beschränken.

    Usenet/NNTP und seine Emacs-Filter-Rules aber in Selfservice-Selbstlernend wären die Basis für Twitter in wirksam und nützlich für die Leser.
    Wenn ihr also beispielsweise Apple und Android-Berichte als Tweets absetzt würden die einen per Bayes-Selbstlern-Filter oder aktiv die unerwünschte der beiden Artikelsorten niedriger einsortieren bzw. kleineren Font verpassen oder erst anzeigen wenn man die wichtigen Berichte (lieblings-Fußballverein, lieblings-Mobiles-Betriebs-System,...) angezeigt und als wahrgenommen markiert wurden.
    Aber das wäre wohl zu einfach...

    Chinesen haben 140 Zeichen also vermutlich 140 Worte. Deutsche Worte haben wohl evtl 7 Zeichen Länge also noch ein Space oder Satzzeichen dahinter also 8 Zeichen pro Wort macht 140/8=17 Worte. Bei 5 Zeichen immer noch nur 28 Worte pro Tweet. China ist mal wieder besser...
    Da man Worte in Tabellen ablegen könnte und der/die/das halt 1 Byte belegen und lange Worte 4-Byte oder so könnte man auch weiterhin mit 140 Byte oder DualByte/UnicodeWord/UTF16(?) pro Tweet auskommen und trotzdem mehr Content rüberbringen.
    Wichtig ist allerdings auch die Rezeption beim Leser so das 2-3(wähbar)zeilen oder so am Handy oder 5 Zeilen und 3-20spaltig(iPadPro) am Tablett die Referenz sind und nicht notwendig wie viel jemand schreiben will. Siehe Burger-Boxen bei Fastfood-Restaurants.
    Wichtig ist daher also den Schreibern klarzumachen wie viel vom jeweiligen Tweet gesehen/gelesen/wahrgenommen wurde. 10 Tweets auf einem Phablett nach 3 Sekunden weiter-gepaged macht 0.3 Sek pro Tweet. Solche Statistiken wären nett um die Aufmerksamkeit professioneller Tweets zu optimieren.

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  2. von grep am 11.01.2016 (20:29 Uhr)

    Hallo ...,


    dass man bei diesem Vorhaben an die Webmaster denkt scheint mir daran zu liegen dass einem diese wohl abhanden gekommen sind, oder ... ?!

    Mit Twitter (resp. mit sozialen Netzwerken) habe ich bereits meine (negativen) Erfahrungen gemacht - Accounts werden (scheinbar willkürlich und anlasslos) geschlossen oder temporär gesperrt, Gründe (auch auf Nachfrage) nicht genannt ... dass ist doch geschäftsschädigend.

    Man sollte sich nicht von Dritten abhängig machen wenn es vermeidbar ist - meine Konsequenz.


    Ciao, Sascha.

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