15 fantastische HDR-Fotografien eines Weltenbummlers

Mein Urlaub nähert sich mit großen Schritten. Und weil ich mich in diesem Jahr in spanischen Gefilden an HDR-Fotografie versuchen will, durchstöbere ich schon seit Tagen das Netz nach Tutorials und schicken Beispielen. Auf dem Blog “Stuck In Customs” (zu deutsch etwa: im Zollbereich festhängen) des texanischen Weltenbummlers Trey Ratcliff wurde ich mehr als fündig.

HDR: Mainstream seit iPhone4 und Camera360

HDR, High Dynamic Range, bezeichnet Fotografien, die im Vergleich zu herkömmlichen Fotos Helligkeitsunterschiede im Bild weit detailreicher darstellen können. So erreichen HDR-Bilder eine deutlich lebendigere, realitätsnähere Abbildung der tatsächlichen Situation. Auf den ersten Blick erscheinen HDR-Bilder ungewohnt, da man einen derartigen Dynamikumfang bisher nicht gewohnt war.

Seit dem iPhone 4, dessen Kamera App als erstes Smartphone mit einem HDR-Modus aufwarten konnte, ist HDR im Mainstream angekommen und immer mehr Hobbyfotografen erkennen die Möglichkeiten, weitaus beeindruckendere Bilder als bislang erstellen zu können. Auch Android-User haben eine fantastische App zur Erzeugung von HDR-Bildern zur Verfügung. Hier empfiehlt sich die kostenlose App Camera360, die noch über weit mehr Möglichkeiten verfügt und beliebigen iPhone Apps, unter anderem Instagram problemlos das Wasser reichen kann.

5053029888 314dfbd578 z
Sonnenuntergang auf Ibiza

HDR: Vorsicht, Unschärfe bei stark bewegten Motiven vorprogrammiert

Wichtig bei der Planung von HDR-Fotos mit Android oder iPhone ist das Wissen, dass die Smartphones mit einer Bilderserie arbeiten. Die Kameras nehmen mehrere Bilder der gleichen Szenerie mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen auf und legen diese danach, vereinfacht ausgedrückt, übereinander. Daraus ergibt sich, dass sich das Smartphone-HDR nur für weitgehend unbewegte Motive brauchbar ist. Laufen Personen durchs Bild, wird man sie im fertigen Bild an mehreren Stellen, mindestens als sehr unscharfe Bewegungsmuster erkennen. Das ist ein Effekt, mit dem man natürlich auch gezielt arbeiten kann, etwa wenn man einen herannahenden Zug ablichtet.

Wer einmal HDR-Bilder angefertigt hat, kommt immer wieder zu dieser Technik zurück. Trey Ratcliff, der texanische Weltenbummler, erstellt nach eigener Aussage etwa 75% aller seiner Bilder mit HDR-Technik. Dabei arbeitet er gekonnt mit Bewegung und verwendet natürlich kein Smartphone, sondern professionelle Kameras und Stative.

Lasst euch einfach ein bisschen inspirieren!

Weitere Artikel zu Tutorials

13 Answers

  1. von alex 13.08.2011 (14:40Uhr) 1.

    nee nee. HDR sieht immernoch in dieser stärke nicht gut aus. die bilder sind alle für die katz.

    ganz dezent eingesetzt und zwar genau so stark, dass man es eigentlich nicht auf anhieb merkt, dann ist es okay.

  2. von Roland Hemmpel via facebook 13.08.2011 (14:50Uhr) 2.

    Sorry, aber dieses Smartphone-HDR-gematsche per App ist echt Kinderkagge... Das hat weder mit Fotografie noch mit fotografischen Können zu tun, sondern ist geknippse mit poppi-bunti-Effekt aus der Retorte.Wenn Ihr schon mit "HDR-Fotografien eines Weltebummlers" in der Headline ein hohes Niveau versprecht und dann noch der Name Trey Ratcliff fällt, der in der Tat eine Legende in der HDR-Fotografie ist, dann könnte man doch wohl ein wenig mehr Backgroundinfos zu der Technik von HDR-Fotografie erwarten.Ein Leser, der keine Ahnung von Fotografie hat könnte nach diesem Artikel ernsthaft auf die Idee kommen HDR sei nur eine weitere Effektspielerei für Smartphone-Junkies.Dem geneigten Leser, der wirklich an BRAUCHBAREN Infos zum Thema HDR-Fotografie interessiert ist empfehle ich für den Anfang das hier: http://de.wikipedia.org/wiki/High_Dynamic_Range_Image

  3. von Alexander Kluge via facebook 13.08.2011 (14:54Uhr) 3.

    Dennoch immer wieder sehr beeindruckend was HDR möglich macht, auch wenn es manchmal zu sehr nach Game-Grafik aussieht.

  4. von Roland Hemmpel via facebook 13.08.2011 (15:26Uhr) 4.

    Meiner Meinung nach ist es bei HDR eben die Kunst sich auf der dünnen Linie zwischen "das hätte man mit einer Einzelaufnahme in Lightroom auch hinbekommen" und "es sieht aus wie durch eine Plastiktüte fotografiert" zu bewegen.
    Und genau das bemängele ich an dem Artikel. Die Fotos von Trey Ratcliff zu einem Text über HDR-Smartphone-Apps... geht gar nicht.

  5. von Claudia Zerries via facebook 13.08.2011 (15:35Uhr) 5.

    HDR ist soo 2009 :)

  6. von Marvin Siefke via facebook 13.08.2011 (15:38Uhr) 6.

    Vorallem, ein sehr wichtiger Aspekt, der von HDR-Fotografen gelegentlich vernachlässigt wird: Ein schlechtes Foto (was Aufbau, Motivwahl etc betrifft) sieht auch nach der HDR-Bearbeitung nicht besser aus. Das Bild http://t3n.de/news/15-fantastische-hdr-fotografien-weltenbummlers-325769/180697936_82d4c75f3f_z/ missfällt mir zum Beispiel total, ich erkenne da keinen "Eyecatcher" oder wenigstens eine Struktur.. Technisch ist das Foto nach meiner Meinung nichts Wert. Und ich denke fast, dass all die anderen Fotos ohne HDR-Bearbeitung auch stilvoller aussehen. Ist meine Meinung, gibt ja viele Fotografen, die anderer Meinung sind.

  7. von Dieter Petereit via facebook 13.08.2011 (16:08Uhr) 7.

    Sorry Roland Hemmpel. Aber die HDR App im Smartphone ist Mainstream HDR. Wenn die meistgenutzte Kamera für Aufnahmen bei Flickr das iPhone 4 ist, spricht das meiner Meinung nach eine deutliche Sprache. Dass die Fotos von Ratcliff alle NICHT mit Smartphones entstanden sind, steht im Beitrag, der im Übrigen KEIN Beitrag über Smartphone Apps ist.@Alexander Kluge: Der Beitrag suggeriert NICHT, dass die Bilder mit dem Smartphone entstanden wären, im Gegenteil steht es ausdrücklich drin, dass es nicht so ist...

  8. von 15 fantastische HDR-Fotografien eines We… 13.08.2011 (16:18Uhr) 8.

    [...] Weiterlesen bei t3n >> [...]

  9. von Roland Hemmpel via facebook 13.08.2011 (21:17Uhr) 9.

    @Dieter Ich bin mal einfach so frei und beschließe dass wir uns per Du anmaulen, passt zu Facebook ;-)Ja, beides richtig. APP-HDR ist Mainstream, habe ich nie bezweifelt. Auch dass Ratcliff nicht mit einem Smartphone fotografiert ist klar. Dennoch ist die Kombination eines Artikels mit dem SCHWERPUNKT Smartphone-HDR mit Fotografien eines Profis (in manchen Bereichen gilt Ratcliff als begnadeter Künstler) einfach eine unpassende Kombination. Mehr habe ich im Bezug auf den Artikel nie kritisiert, und ich bin ehrlich gesagt immer noch der Meinung dass (eben diese Kombi) "gar nicht geht", weil am Thema vorbei.Wenn es darum geht zu schreiben was diverse Apps für Android oder iOS drauf haben, dann zeige doch DAS... und nicht Aufnahmen einer DSLR, die ein verdammt guter Fotograf bedient hat.Dass ich Telefon-Foto-App-Gepimpe total albern finde, hat mit dem Artikel an sich nichts zu tun, sorry wenn das zusätzlich verwirrt hat. Aber ich hätte ihn nicht mal gelesen wenn die Headline mir von vornherein gesagt hätte worum es überhaupt geht. Um so enttäuschter war halt hinterher.Ich verstehe nur Dein Argument mit Flickr nicht so ganz... Mag ja sein dass das iPhone 4 die dominierende Cam auf Flickr ist, und weiter?? Das hat weder etwas mit Fotos von Ratcliff zu tun noch damit was HDR WIRKLICH ist. Mit den Ergebnissen die mit HDR-Apps möglich sind übrigens auch nicht.
    Das ist höchstens Zielgruppenrelevant, aber dazu wiederhole ich mich gerne: Dann zeige doch bitte was die Apps können und nicht was Ratcliff kann. Mal abgesehen vom fotografischen Können ist das auch technisch was anderes. Das wäre für jeden Smartphoneuser interessanter gewesen, weil er eben iPhone hat oder schon mit App XY geliebäugelt.Ach ja, und der Alexander Kluge hat NIE behauptet der Artikel würde suggerieren dass die GEZEIGTEN Fotos mit einem Smartphone entstanden wären.
    Er sagte er würde TEILWEISE suggerieren dass mit einem Smartphone die Ergebnisse erreichbar wären die Ratcliff erzielt.
    Gut, dem kann ich mich nur bedingt anschließen, man muss schon sehr unaufmerksam lesen um zu diesem Schluss zu kommen. Denn wie Du richtig sagst: Es steht dabei.Übrigens, warum ich hier überhaupt gemeckert habe hat damit zu tun, dass ich weder vom t3n Magazin, noch von Dir so unpassende Themenzusammenwürfelungen (was ein Anti-Wort...) gewohnt bin.
    Ich lese das Magazin regelmäßig und gerne, genauso wie Deine Artikel

  10. von Dieter Petereit via facebook 14.08.2011 (12:48Uhr) 10.

    Hallo Roland. Ich hatte unser Gespräch gar nicht als Gemaule empfunden ;) Mit dem Artikel wollte ich in der Tat eigentlich nur die 15 Fotografien von Ratcliff vorstellen. Den kleinen Schlenker mit den Apps fürs Smartphone machte ich nur aus persönlichem Interesse. Tut mir leid, wenn ich damit jemanden verwirrt habe. Eins will ich gern auch an dieser Stelle nochmals betonen: Die Ratcliff-Fotos sind nicht mit Smartphones entstanden, noch wären Smartphones zu derartigen Ergebnissen in der Lage. Ratcliff erzeugt seine HDRs häufig aus einzelnen RAW-Files, was nur mit manuellem Pastprocessing und entsprechender Software geht. Smartphones arbeiten ausschließlich auf der Basis von Bilderserien, so dass sich manche Motive von selbst erledigen, etwa die Möwe im Sonnenuntergang. Am Ende lass uns einfach folgenden Konsens schließen. Ratcliffs HDR ist Königsklasse, Smartphone HDR ist eine nette Spielerei...

  11. von Dirk Wohlrabe 16.08.2011 (15:13Uhr) 11.

    Smartphone HDR, was soll das denn sein?

    Für mich ist die Königsklasse 360 Grad HDR, dort kann man damit richtig etwas anfangen. Aber bitte nicht mit Photomatix.... oder so ein Kram.

    Beispiele hier: Virtuelle HDR- Touren

    Weitere Infos bei meinem Arbeitskollegen und guten Freund unter: Der HDR-Panoramafotograf Guru

  12. von Britta 19.08.2011 (23:42Uhr) 12.

    Wer mehr über HDR-Fotografie wissen will, empfehle ich das Buch "Digitale Fotopraxis HDR-Fotografie" von Galileo Design. Eine ganz neue Ausgabe erscheint sogar bald. http://www.galileodesign.de/2641

    Ein Auszug einer älteren Ausgabe ist auch als openbook online: http://openbook.galileodesign.de/hdr_fotografie/

    Für mich klingt HDR-Fotografie per iPhone- oder Android-App noch sehr suspekt. Aber vielleicht wird aus einer Hobby-Spielerei irgendwann verblüffende Qualität. Ich finde mittlerweile ist nichts mehr unmögich. Wer hätte gedacht, dass man mit einer Spiegelreflex Kamera plötzlich HD-Filme aufnimmt...

  13. von Olivetti 27.11.2011 (07:29Uhr) 13.

    Jetzt bietet Trey Ratcliff sein kostenloses Online-Tutorial auf seiner Website auch in deutscher Sprache an. Einfach auf http://www.stuckincustoms.com/hdr-tutorial den Link zur deutschsprachigen Version klicken. In Teil 1 gibts eine HDR-Einführung, in Teil 2 den Umgang mit Photomatix und in Teil 3 die weitere Bildoptimierung für noch bessere Ergebnisse.

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)