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Virtual Reality auf dem Vormarsch: 360-Grad-Kameras von LG und Samsung – mit Support von Facebook

Virtual Reality auf dem Vormarsch: 360-Grad-Kameras von LG und Samsung – mit Support von Facebook

und haben gestern im Vorfeld des MWC 2016 nicht nur ihre neuesten Smartphone-Flaggschiffe vorgestellt, sondern auch 360-Grad-Kameras, mit denen unter anderem Virtual-Reality-Inhalte einen Schub erleben könnten. ist auch mit im Boot.

Virtual Reality auf dem Vormarsch: 360-Grad-Kameras von LG und Samsung – mit Support von Facebook

Samsung Gear 360. (Foto: Samsung)

360-Grad-Kameras von Samsung und LG: Virtual Reality für die Massen?

Mark Zuckerberg: „VR is the next platform“

2016 scheint das Jahr zu werden, in dem abheben könnte. Neben Oculus Rift, HTCs Vive und Virtual-Reality-Headsets anderer Hersteller – nicht zu vergessen die erschwinglichen Gear VR von Samsung – haben Samsung und LG gestern zwei 360-Grad-Kameras enthüllt, mit denen es möglich ist, Inhalte für VR-Brillen einfach zu produzieren. Sicherlich gibt es bereits solche Kameras – beispielsweise die 360Fly – aber sie fristen derzeit noch ein Nischendasein.

Mark Zuckerberg über Virtual Reality ab Minute 1:20:48:

Mithilfe der geballten Marketingmacht Samsungs und dem noch einflussreicheren Partner Facebook, könnte die Kreation und der Konsum von VR-Inhalten aber abheben. Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der gestern als Ehrengast auf dem Unpacked-Event in Barcelona zugegen war, ist davon überzeugt – sollte er aber auch, schließlich besitzt das Unternehmen den Entwickler der VR-Brille Oculus Rift, die auch maßgeblich an der Konzeption Samsungs kostengünstiger Gear VR beteiligt sind. 360-Grad-Videos können schon auf Facebook wiedergegeben werden, künftig sollen die auf der Plattform Inhalte durch eine neue Technologie schneller geladen werden können. Aber nicht nur die beiden Player sind derzeit dabei, den VR-Trend voranzutreiben. Auch Google und andere unterstützen die Verbreitung dieser Technologie. Die im Zuge des MWC 2016 gezeigten 36ß-Grad-Kameras könnte es etwas werden sofern der Preis stimmt.

Die Masse der Pressevertreter war gestern auf Samsung Unpacked-Event vollkommen in der Virtual Reality abgetaucht, als Mark Zuckerberg die Bühne betrat. (Foto: Mark Zuckerberg)
Die Masse der Pressevertreter war gestern auf Samsung Unpacked-Event vollkommen in der Virtual Reality abgetaucht, als Mark Zuckerberg die Bühne betrat. (Foto: Mark Zuckerberg)

Samsung Gear 360

Samsung Gear 360 (Foto: Samsung)
Kleine 360-Grad-Kamera  die Samsung Gear 360. (Foto: Samsung)

Zusammen mit den beiden Smartphone-Flaggschiffen Samsung Galaxy S7 und S7 edge hat der Branchenprimus seine 360-Grad-Kamera Gear 360 angekündigt, mit der das Aufnehmen von Videos für Virtual-Reality-Inhalten so einfach sein soll wie das Schießen eines normalen Videos. Die 153 Gramm leichte ist 66,7 × 56,2 × 60 Millimeter klein und rund wie ein Ball. In der Kugel sind zwei 15-Megapixel-Kameras mit Fischaugen-Linsen untergebracht. Die mit den Kameras erstellten 180-Grad-Videos werden in der Kamera per Software automatisch zusammengefügt, um ein 360-Grad-Video zu erhalten. Optional kann auch nur eine Linse verwendet werden, um ein 180-Grad-Video zu drehen.

Die Kameras nehmen Videos mit 3.840 x 1.920 Pixeln und einer Auflösung von bis zu 30 Megapixeln auf. Mithilfe der f/2.0-Blende sollen sogar unter widrigen Lichtbedingungen Videos aufgenommen werden können. Praktisch: Per App lassen sich Inhalte in Echtzeit betrachten, während man filmt. Resultate können dann entweder auf dem Smartphone gespeichert, in sozialen Netzwerken oder Google Street-Video geteilt werden. Ein Haken hat die ganze Sache aber: Die Ger 360 ist nur kompatibel mit dem Galaxy Note 5, Galaxy S6, S6 edge, S6 edge+, S7 und S7 edge.

LG Cam 360

LG 360 CAM. (Bild: LG)
LG 360 CAM. (Bild: LG)

Dass VR auf dem Vormarsch ist, deutet auch die Ankündigung von LG an. Denn zusammen mit dem LG G5 zeigte der südkoreanische Hersteller seine kompakte LG 360 CAM. Sie besitzt zwei 13-Megapixel-Weitwinkelkameras, einen 1.200-Milliamperestunden-Akku und 4 Gigabyte internen Speicher. Die LG 360 Cam lässt sich leicht mit dem G5 verbinden, sodass es Nutzern ein Leichtes ist 360-Grad-Inhalte zu erstellen. Die Kamera bietet neben einem manuellen Modus, die Möglichkeit Videos in 2K-Qualität mit 5.1 Surround und mithilfe von drei Mikrofonen 360-Grad-Content zu erstellen. Wie mit der Gear 360 lassen sich Aufnahmen, die mit der 360 CAM aufgenommen wurden, auf Googles StreetView und YouTube 360 hochladen.

Zum LG-G5-Zubehör gehört auch eine VR-Brille. (Foto: LG)
Zum LG-G5-Zubehör gehört auch eine VR-Brille. (Foto: LG)

Die beiden 360-Grad-Kameras sollen im Laufe des zweiten Quartals in den Handel kommen, Preise haben die Hersteller noch nicht kommuniziert, es ist aber davon auszugehen, dass sie ein attraktives Preisschild tragen.

Passend zum Thema: Überteuertes Spielzeug oder Next Big Thing? Welche Virtual-Reality-Brillen wir 2016 kaufen können und was sie kosten

 

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Eine Antwort
  1. von Winkelgrad am 22.02.2016 (15:36 Uhr)

    Stereoskopisch sind die Aufnahmen aber nicht und wie bei Railgun-Shootern muss man dort stehen/langlaufen wo die Kamera war/stand/entlang-lief.

    Die Erweiterungen sind also dann das man mehrere Fotos z.b. für AirBnB macht und daraus Zwischenbilder berechnet um so zu tun als ob man in der Wohnung herumläuft.
    Dann natürlich das man die Texturen der Tapeten usw. runterrechnet, ein 3D-Modell erstellt und dann echte immersive Stereoskopie berechnet.
    Da hier die Rechtskosten es für mich uninteressant machen, müssen wir auf ein US-Zilliarden-Startup für die Idee warten.
    Auch wenn man Autos verkauft ist das sicher interessant aber die Lagerhallen drumherum oder Konkurrenz-Autos will man aus den Aufnahmen natürlich ausfiltern. Entsprechende Video/360/Immersions(keine Ahnung wie man das nennen kann)-Editoren wohin man gucken darf und falsche Richtungen ausblended oder dort Werbung reinrechnet oder man vom Auto welches angepriesen wird virtuell tausendfach umzingelt wird sind also sowieso zu entwickeln. Natürlich in fortschrittsfreundlichen Ländern wo man dafür nicht existenzvernichtet wird.

    Bisher sind viele Kamera-Apps vermutlich auch nicht schlau genug die Himmelsrichtung und Neigung/Drehung ins Bild einzuspeichern damit man um ein Haus/Auto/Objekt im Museum/Berliner Tor/Monumente usw. drumherumläuft, mehrfach fotografiert und ein 3D-Modell erstellt weil alle Winkel bekannt sind. OpenStreetMap2.0. Später fliegt man einfach mit ner Drohne drüber und kriegt ein 3D-Modell von ganz Irland, Island, Pyramiden, Grand-Canyon usw..
    Erst jetzt werden diese Apps entwickelt obwohl ich das schon seit Jahren haben will. Hoffentlich bleibt Amazon nichts übrig und sie müssen endlich endlich endlich alle Produkte in den Beschreibungen aus allen Seiten sichtbar machen wie es neue Markt Startup schon 2000 machen wollten. Wir wollen wissen welche Audio/Video-Anschlüsse Geräte haben und ob eine fette Wand-Warze/Stecker-Netzteil drankommt. Die bisherigen Produktfotos sind ja oft nur hübsch von vorne.

    Zum Glück tut sich da viel und weil alles im Prinzip zillionen-fache Technik aus Standard-Fliessbändern ist welche nur anders zusammengeschraubt wird, ist es im Gegensatz zu DNA-Medizin, Quanten-Rechnern, Intel-FPGA-i7Cores/Xeons und allen anderen guten Techniken sogar mal von Anfang an fürs kleine Volk bezahlbar.

    Auf Dauer wichtig wären wohl Winkel oder wie viel "Raum/Flächen"Grad (Steradiant ist wohl die richtige Einheit für Kugeln aber damit kommt ja vermutlich kaum jemand klar) pro Pixel belegt werden oder so. Die ppi werden bei Displays ja auch verglichen während die Kamera-Winkel bei den Megapixeln bei Handies oft ja nicht dranstehen... Oder man schreibt wie viel Pixel der "Äquator" hat.

    Und wenn man Politiker wie US-Präsidenten-Kandidaten 3D-scannt freuen sich vielleicht auch die 3D-Drucker-Firmen weil praktisch alle anderen Motive copyrighted sind.
    Der Schritt zu den Machinima mit frei wählbarer Schauspieler-Besetzung ist dann natürlich trivial und wie üblich ein Zilliarden-Startup in den USA statt kleine subventionsfreie Steuerzahler-Firma von hier.
    Schön das weiter an TTIP gearbeitet wird... Das freut die Cashburner und Boni-Manager sicher...

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