Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Reportage

t3n-360-Grad-Reportage: Der Rangierbahnhof als Rückgrat der Logistik

    t3n-360-Grad-Reportage: Der Rangierbahnhof als Rückgrat der Logistik

Die Logistik wird digitalisiert – doch wie stark ist heute eigentlich ein Rangierbahnhof schon automatisiert? Wir haben einen der modernsten Gefällebahnhöfe mit einer 360-Grad-Kamera besucht.

Die heimliche Revolution in der Logistik in 360 Grad

Insgesamt drei verschiedene Orte haben wir besucht, um aktuelle Automatisierungsprozesse in der Logistik in 360 Grad zu filmen. Der Weg der Waren von der Produktion bis zum Verbraucher wird zunehmend automatisiert. Wie sich die Logistik gerade ändert, zeigen wir euch anhand von drei Beispielen in 360-Grad-Videos, die wir auf t3n.de veröffentlichen. Im zweiten Teil nehmen wir dich mit auf den Rangierbahnhof in Nürnberg. Doch sieh selbst!

So schaust du unser 360-Grad-Video: Am meisten Spaß macht das 360-Grad-Video, wenn du es auf einem Smartphone anschaust. Öffne das Video dafür über diesen Link direkt in der Youtube-App. Nur dann kannst du dich im Video umsehen, in dem du dein Smartphone in die gewünschte Richtung bewegst. Am Desktop musst du die Maus gedrückt halten und in die gewünschte Richtung ziehen, um dich umzuschauen.

360-grad-reportage-rangierbahnhof

Rangierbahnhöfe: Die versteckten Riesenanlagen

Rangierbahnhöfe werden von der Deutsche-Bahn-Tochter DB Cargo betrieben. Für die industrielle Logisitik sind Rangierbahnhöfe unverzichtbar. Die beeindruckenden, riesigen Anlagen sind für Bahnreisende aber unsichtbar, da sie an Gleisen liegen, die nur von Güterzügen befahren werden.

Notwendig sind solche Rangierbahnhöfe, um Güterwagen, die für den Transport von Waren benötigt werden, zu neuen Zügen zusammenzustellen. Dabei werden die Züge jeweils möglichst so zusammengestellt, dass wenig Lokomotiven benötigt werden. Die Besonderheit in Nürnberg ist die automatische Steuerung des elektronischen Stellwerks.

Automatisierung der Rangierbahnhöfe

rangierbahnhof-nuernberg
Blick auf den Wasserturm am Rangierbahnhof Nürnberg. (Foto: t3n)

Eine Besonderheit am Rangierbahnhof in Nürnberg ist, dass die Züge führerlos von einer Person im sogenannten Ablaufstellwerk mit Hilfe von Computern gesteuert werden. Die Automatisierung zeigt Wirkung: Von ehemals etwa 1.000 Mitarbeitern in Nürnberg arbeiten heute dort nur noch ungefähr 600 Personen.

Neue Bahnhöfe wie der in Nürnberg werden aber nicht mehr gebaut, weil die Kupplung noch immer menschliche Arbeit erfordert. Daher lohnen sich diese Art Rangierbahnhöfe nur noch in Ländern, in denen die Lohnkosten geringer sind. So lange die Automatisierung noch nicht abgeschlossen ist, wird der eher unwirtschaftliche Einzelwagenverkehr – also Züge mit nur einem Wagon – auf die Straße verlagert.

Die Deutsche Bahn versucht also nicht nur im Personenverkehr sich der Digitalisierung und Automatisierung zu stellen. Auch ansonsten ist der Konzern nicht untätig: So investiert die Deutsche Bahn beispielsweise auch in Startups.

Die erste Station unserer 360-Grad-Doku war bei Magazino, die mit einem Roboter den E-Commerce automatisieren wollen. Im kommenden Teil geht es zum Startup Starship, das einen Roboter für die letzte Meile zum Kunden entwickelt hat.

Finde einen Job, den du liebst

2 Reaktionen
Anonym
Anonym

"Einzelwagenverkehr, also Züge mit nur einem Wagon." :D
Erstens heißt das Wagen und nicht Wagon.
Zweitens bedeutet Einzelwagenverkehr nicht dass DB Cargo Züge mit nur einem Wagen spazieren fährt.

Selten so einen Käse gelesen.

Antworten
Steven Broschart

Liebes t3n-Team,

erst mal ein großes Lob für die Entscheidung, nun auch 360-Grad-Reportagen anzubieten. Das geht vom Content-Angebot in eine tolle Richtung.

Eine besondere Herausforderung wird bereits jetzt schon deutlich: die Lenkung der Aufmerksamkeit, die in "normalen" Videos über den Bildausschnitt definiert wird, fehlt im 360-Grad-Video. Die Stimme aus dem Off alleine reicht hier nicht mehr, denn es ist nicht immer klar, auf was sie sich bezieht. Deshalb wäre es wahrscheinlich sehr zu empfehlen, anstelle der Stimme aus dem Off auf einen im Raum sichtbaren Moderator/Kommentator zu setzen, der den Aufmerksamkeitsfokus definiert und somit zur Orientierung beiträgt.

Auch die Einblendung von Videos in eine "Real-Umgebung" scheint etwas künstlich und verwirren etwas - insbesondere dann, wenn sich der Kommentator auf das Video bezieht, dieses aber nicht sofort im sichtbaren bereich zu erkennen ist. Manchmal erscheinen die Inhalte im Video dann auch zu klein.

Damit die 360-Grad-Videos möglichst einfach nachzuvollziehen sind, sollte man also auf eine möglichst natürliche Abbildung der Realität setzen. Schließlich sollen diese ja auch einen Mehrwert (intensivere, aber auch leichtere Erfahrung) im Vergleich zu "normalen" Videos bieten.

Nochmal: die genannten Punkte sind konstruktiv zu verstehen. Ich bitte für die Zukunft in jedem Fall um weitere 360-Grad-Inhalte. Der Ansatz ist toll und innovativ. Das Medium und seine Möglichkeiten sind ja noch recht jung/neu. Wir alle müssen dazulernen, damit wir besser werden. In diesem Sinne: "weitermachen!" :-)

Gruß,
Steven Broschart

Antworten
Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden