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Mit 3D-Drucker und Analysetools: Wie wir in Zukunft Produkte entwerfen

In zehn Jahren ist eine Produktionsstätte, in der es keine riesigen Warenlager mehr gibt sondern Produkte in kleiner Stückzahl und nur auf Anfrage hergestellt werden. Ob Utopie oder nicht: Die Art, wie wir Produkte entwerfen und herstellen, verändert sich. Die Grundsätze des Webdesign stellen alles auf den Kopf.

Mit 3D-Drucker und Analysetools: Wie wir in Zukunft Produkte entwerfen

Mass Customization? „So was von 1996“

Revolution durch 3D-Drucker: Produkte zu entwerfen und gleich auszutesten wird zum Kinderspiel (Quelle: Kickstarter.com)

In naher Zukunft werden wir in einer Welt leben, in der Produkte nur noch in kleiner Stückzahl und auf Anfrage hin hergestellt werden und im direkten Austausch zwischen Designern, Kunden und Entwicklern entstehen. Die Produkte werden lokal hergestellt, während hingegen Ideen und Wissen von Designern und Entwicklern einfließen, die sich aus allen Ecken der Welt zusammenfinden.

Diese Utopie stammt von Mike Kuniavsky, Mitgründer der Design-Firma Adaptive Path und dem Original-Equipment-Manufacturer ThingM. Bei einem Meetup („Designer + Geeks“) in San Francisco, abgehalten bei Yelp, erklärte der Buchautor („Observing the User Experience“,„Smart Things“), wie sich die Welt der Produktentstehung verändere und was dazu beigetragen hat.

Mass Customization, wie wir es bisher kannten, sei jedenfalls „so was von 1996“ und habe im Prinzip nie funktioniert. Denn Kunden wollen den Designprozess gar nicht selbst übernehmen, sie wollen Konsumenten bleiben und mitreden, aber nicht selbst zum Produktdesigner werden.

Wir wir morgen Produkte entwerfen und herstellen

Produkte werden in geringer Stückzahl hergestellt

Früher war es aufwendig, ein einzelnes Produkt herzustellen, und die Herstellung jedes weiteren Produktes blieb ähnlich aufwändig. Mit der industriellen Revolution wurde es leicht, aus einem Produkt viele zu machen. Die Produktion des Prototypen blieb aber trotzdem extrem aufwändig, weil zunächst die Werkzeuge und Maschinen dafür gebaut werden mussten.

Mit dem Siegeszug der ändert sich das. Es wird spielend einfach, ein erstes und einzelnes Produkt zu entwerfen. Vieles lässt sich einfach ausprobieren und am fertigen Objekt weiterentwickeln.

Neue Möglichkeiten der Analyse/Auswertung

„Stop selling, start listening!“ Hersteller können heute in den direkten Dialog mit den Kunden treten, ihre Hypothesen testen und sehen, wie das Produkt ankommt. Kundenverhalten kann getrackt werden, zum Beispiel über Google Analytics. So kann man bei der Produktherstellung direkt verschiedene Versionen in Umlauf bringen und erfährt, wie Nutzer darauf reagieren.

Neue Möglichkeiten des Social Commerce

Plattformen wie Kickstarter sind zu einem wichtigen Rückmelde-Tool geworden. „Kickstarter is a dialog for products that not exist.“ Entwickler können hier überprüfen, ob ihr Produkt ankommt und vermeiden so, richtig auf die Nase zu fallen. Aber auch Plattformen wie etsy und fab.com dienen dazu, Rückmeldung zu bekommen, indem man Produkte zunächst einmal in kleiner Anzahl verkauft. Verkaufskanäle ermöglichen direkten Zugang zu den Kunden, so dass man testen kann, was ankommt.

Siegeszug der Collaborative Design Tools

Es gibt mittlerweile unzählige Tools, über die sich gemeinsam an Dingen arbeiten lässt und wo man Vorteile hat durch das spezialisierte Wissen einzelner Leute. Zum Beispiel die Social-Coding-Plattform GitHub. Man steht nicht für sich alleine da. Im Bereich 3D-Druck gibt es Plattformen wie 123D, Ponoko und Thingiverse und – die wichtigste - Sunglass, auf denen man gemeinsam an Produkten arbeiten kann.

All dies erlaubt eine bessere Einschätzung, ob und wann Design und Produkte erfolgreich sind - „und Design muss erfolgreich sein, es hat keinen Selbstzweck“, erklärte Kuniavsky in der kontroversen Diskussion.

Hier noch eine Fotogalerie vom Meetup bei Yelp

Foto: *clairity* / flickr.com (CC BY 2.0)

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