3D-Welt fürs Business: Virtuelle Konferenzen statt Offline-Messen

3D-Welt fürs Business: Virtuelle Konferenzen statt Offline-Messen
Bei HyperFair besuchen Nutzer virtuelle Messen und Konferenzen wie in der Offline-Welt. Sie treffen Menschen, tauschen Visitenkarten aus, besuchen Stände und hören Vorträge; nur eben als Avatar und in einer 3D-Umgebung. Das Startup bietet einen faszinierenden Ansatz, was mit 3D-Welten möglich ist – auch im Geschäftsleben.

HyperFair: Virtuelle Konferenzen mit Pavillons, Plakaten, Ständen

Mit 3D-Welten verbinden die meisten Gaming: Avatare, die durch fremde Welten schleichen und je nach Spiel Häuser bauen, kämpfen oder anderes tun. Wie interessant 3D-Welten für den Business-Bereich sein können, zeigt das kalifornische Startup HyperFair. Es bietet die Möglichkeit, Messen und Konferenzen online abzuhalten und dabei alle Vorteile, die sich beim Besuch solcher Offline-Events bieten, virtuell abzubilden.

Veranstalter können Events mit HyperFair ganz einfach online abhalten und dabei verschiedene Settings wählen. „Setting“ bedeutet zum Beispiel der Aufbau des Messegeländes bis hin zu der Umgebung, wenn man aus dem Fenster blickt. Auf der virtuellen Messe gibt es alles, was man auch offline erwarten würde: Pavillons, Plakate, Ausstellungsstücke, verschiedene Räume und Wegweiser-Schilder. Und viele bunte Menschen.

HyperFair 1
Bei den über HyperFair organisierten Online-Messen machen Nutzer alles, was sie auch bei Offline-Messen machen - ausgenommen essen.

Wer als Besucher an einer Online-Veranstaltung teilnimmt, stellt sich zunächst seinen persönlichen Avatar zusammen samt Kleidung, Frisur und persönlichen Infos. Mit Pfeiltasten lässt sich das virtuelle Ich durch die Messehalle bewegen. Begegnet man anderen Menschen, verrät der Mauszeiger, wer gerade vor einem steht. Man kann Besucher per Chat-Funktion ansprechen oder sich ihre virtuellen Visitenkarten geben lassen. Per Suchfunktion lässt sich auch gezielt nach bestimmten Personen oder Unternehmen Ausschau halten. Vor allem die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme wollte das Team hinter HyperFair auf die Online-Welt übertragen. Ein bisschen was von Online-Dating hat der Ansatz also auch, selbst wenn die Interessen rein geschäftlich sind.

Laut Andrea Ballarini, COO bei HyperFair, gehe es aber nicht in erster Linie darum, Offline-Events zu ersetzen, sondern sie sinnvoll zu ergänzen. So können sich Besucher einer Messe schon im Vorfeld einen Überblick verschaffen, welche Unternehmen, Personen und Produkte für sie interessant sind. Und sich direkt persönlich mit ihnen verabreden. „Mit einer Person auf einer Liste kann man schlecht in Kontakt treten. Da bieten wir einen großen Vorteil.“

HyperFair 2
In Extra-Räumen, wie diesem "Auditorium", gibt es Präsentationen zu sehen oder Vorträge zu hören.

HyperFair sorgt für Werbebanner und Produktpräsentation

Die Übertragung von Offline-Elementen in die Online-Welt ist wirklich beeindruckend und erfreut Menschen mit Spieltrieb ganz besonders. Messe-Besucher können nicht nur über das Messegelände laufen, sondern sich auch an den Ständen Produkte und Videos ansehen oder in Zimmer eintreten, in denen Vorträge gehalten werden. Sogar Fragen aus dem Publikum samt Moderation sind möglich. HyperFair selbst liefert nicht nur die virtuelle Welt für die Online-Messe, sondern kümmert sich auch um die Feinheiten. Das Startup sorgt dafür, dass das Logo des Veranstalters auf Plakaten und Bannern auftaucht und dass die eingereichten Produkte ansprechend präsentiert werden.

Da HyperFair browser-basiert funktioniert, müssen Besucher nicht erst eine Software installieren, sondern können direkt loslegen. Freitags bietet das Startup, das ursprünglich aus Italien stammt, eine virtuelle Führung an, bei der Interessierte den Online-Konferenzbesuch ausprobieren können (das nächste mal am 26.10.). Das Team hat auch schon Kunden in Deutschland. Anfang Dezember wird die virtuelle Messe Greenr.biz stattfinden, organisiert vom deutschen Messeveranstalter Local Global. Jeder darf teilnehmen und bekommt nach erfolgter Anmeldung einen Tag vorher eine Erinnerungs-Mail geschickt. Nähere Informationen zum Ablauf gibt es hier.

HyperFair zeigt auf, dass 3D-Welten längst nicht nur zum Spielen taugen, sondern auch im Business-Bereich Potential haben. Die Rückmeldungen seien bisher sehr positiv, auch ältere Menschen, die ansonsten nicht viel mit Internet-Anwendungen zu tun haben, seien begeistert, so Ballarini.

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6 Antworten
  1. von Jens Wiese via facebook 18.10.2012 (18:35Uhr) 1.

    Could be the second life of SecondLife ... not

  2. von Daniel Zehle via facebook 18.10.2012 (21:23Uhr) 2.

    wow. Darauf hat die Welt gewartet!

  3. von zu den Webkonferenzen… « jun… 18.02.2013 (12:51Uhr) 4.

    [...] 3D-Welt fürs Business: Virtuelle Konferenzen statt Offline-Messen aufgerufen 18.02.2012, 12:40Uhr, Danke Swetlana für diesen Hinweis. [...]

  4. von A 3D world for business: Virtual confere… 20.03.2013 (19:19Uhr) 5.

    [...] A 3D world for business: Virtual conferences instead of offline expos [...]

  5. von A 3D world for business: Virtual confere… 20.03.2013 (20:13Uhr) 6.

    [...] A 3D world for business: Virtual conferences instead of offline expos [...]

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