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Entwicklung & Design

451: Was der neue HTTP-Fehlercode bedeutet

    451: Was der neue HTTP-Fehlercode bedeutet

451. (Foto: gerriet  / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Ein neuer Fehlercode für das HTTP-Protokoll soll künftig anzeigen, wenn Webseiteninhalte zensiert wurden. Ob 451 auch in Ländern mit repressiven Regierungen funktioniert, ist allerdings fraglich.

Fehlercode 451 weist auf Zensur hin

Schon im Juni 2012 hatte der ehemalige Google-Mitarbeiter Tim Bray den Vorschlag für einen HTTP-Statuscode eingereicht, der das Vorhandensein zensierter Inhalte anzeigen sollte. Jetzt ist dieser Vorschlag umgesetzt worden. Ähnlich wie der Fehlercode 404 anzeigt, dass die gesuchten Inhalte nicht (mehr) vorhanden sind, soll der 451-Error speziell auf zensierte Webinhalte hinweisen.

Fehlercode 451 soll anzeigen, wenn Webseiteninhalte zensiert wurden. (Foto: greyhorn / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Die Zahl 451 ist dabei an den dystopischen Roman „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury angelehnt. Darin wird eine Welt beschrieben, in der es als schweres Verbrechen gilt, Bücher zu besitzen oder zu lesen. Der Fehlercode 451 („Unavailable For Legal Reasons“) soll künftig angezeigt werden, wenn der Zugang zu einer Webressource aufgrund rechtlicher Bestimmungen verboten ist. Das können Zensurmaßnahmen einer Regierung, aber auch eine richterliche Anordnung aufgrund von Copyright-Verstößen sein – die Bestimmungen könnten auch nur für ein Land gelten.

451: Fehlercode auch in repressiven Staaten?

Mit dem neuen Statuscode soll insgesamt mehr Information über den Grund des verwehrten Zugangs transportiert werden als mit dem herkömmlichen 403-Fehlercode („Forbidden“). Allerdings existieren durchaus Zweifel an seiner Wirksamkeit. Statt Nutzer anzuregen, sich die gewünschten Informationen auf anderem Wege zu besorgen, könnten Staaten, in denen Internetzensur an der Tagesordnung ist, die Umsetzung der 451-Codes blockieren. Damit würde dann der Hinweis auf eine Zensurmaßnahme fehlen.

Wie Seitenbetreiber oder Netzwerkprovider die 451-Statusseiten in Szene setzen, bleibt abzuwarten. Wir haben in diesem Artikel einmal die 33 kreativsten 404-Fehlerseiten gesammelt.

via www.engadget.com

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