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Digitale Gesellschaft

5 Gründe, warum Deutschland mehr twittern sollte

    5 Gründe, warum Deutschland mehr twittern sollte
Darum sollte Deutschland mehr twittern. (Foto: Twitter)

Zuletzt haben wir euch fünf Gründe genannt, warum Deutsche im internationalen Vergleich wenig twittern. Diesmal nennen wir fünf Gründe, warum sich das ändern sollte – und sich das Zwitschern eigentlich für jeden lohnt.

1. Jeder hat Interessen

„Was soll ich denn auf Twitter?“ werde ich regelmäßig gefragt. Auch viele, die sich schon einmal angemeldet haben, geben schnell wieder auf. Das liegt daran, dass sich das Medium Twitter nicht sofort erschließt. Dabei hat es gegenüber Facebook meiner Meinung nach einen entscheidenden Vorteil: Hier heißt es Follower- statt Freunde-Prinzip.

„Es heißt bei Twitter ist man mit denen vernetzt, mit denen man gerne zur Schule gegangen wäre.“

Es heißt bei Facebook sei man mit denen vernetzt, mit denen man gemeinsam zur Schule gegangen ist – bei Twitter mit denen, mit denen man gerne zur Schule gegangen wäre. Egal ob Sport, Politik, Wirtschaft, verschiedenste Promis oder auch die abseitigsten Freizeitinteressen – auf Twitter findet man Experten und Prominente aus jedem Bereich, sofern man in Englisch einigermaßen fit ist. Auf Deutsch ist die Auswahl etwas kleiner aber immer noch so groß, dass eigentlich jeder Personen finden sollte, die ihn interessieren – und sei es zu Anfang auch erst einmal nur der lokale Fußballverein oder ein Schauspieler, den man mag.

Der Anfang ist dabei das Schwerste – wem soll man nur folgen? Die Auswahl ist riesengroß und die Vorschläge von Twitter zu Anfang noch nicht zu gebrauchen – immerhin kennt Twitter den neuen Nutzer ja auch noch nicht. Tipp: Sucht nach Personen, die ihr kennt und die ähnliche Interessen haben wie ihr – egal aus welchem Bereich. Dazu reicht der Name und das Wort Twitter bei Google einzugeben, sofern diese Personen bei dem Dienst angemeldet sind. Dann klickt auf die Zahl unter „Folge ich“ und lasst euch die Konten anzeigen, denen diese Person folgt. Es werden sicher viele darunter sein, die auch für euch interessante Inhalte und Hinweise veröffentlichen.

2. Netzwerken ohne fadenscheinige Gründe

Der Begriff „Netzwerken“ ist nicht umsonst zum festen Begriff der Wirtschaftswelt geworden – ein möglichst großes Netzwerk aus Menschen hilft jedem privat wie beruflich weiter. Nirgendwo im Internet können Nutzer so effizient ihr Netzwerk nach thematischen Schwerpunkten erweitern wie auf Twitter. Anders als bei LinkedIn oder Xing braucht es keine fadenscheinigen Gründe, um den Kontakt aufzunehmen: Wer interessante Inhalte veröffentlicht, dem wird einfach gefolgt – und vielleicht folgt er auch zurück.

Hat man sein thematisches Netzwerk einmal aufgebaut, entdeckt man auch immer wieder Neues. Die Personen, denen man folgt, verbreiten durch sogenannte Retweets auch die Nachrichten anderer, die ihr für interessant haltet. So entdeckt man immer wieder neue Themen und Personen aus dem eigenen Interessenskreis.

3. Auch wer öffentlich nichts sagen will, kann Twitter nutzen

Twitter kann auch einfach als persönlicherer Feed von Nachrichten und interessanten Hinweisen genutzt werden, der von den Personen und Organisationen gespeist wird, denen man folgt. Selbst wenn ihr selbst gar nichts veröffentlichen wollt, kann sich so ein durch Personen gesteuerter Feed lohnen. Anders als bei den eigenen E-Mails muss sich auch niemand verpflichtet fühlen, jede einzelne Twitter-Nachricht zu lesen. Nur die Direktnachrichten und Erwähnungen des eigenen Nutzernamens sind an den Nutzer persönlichen gerichtet – und die lassen sich separat anzeigen.

Wer um seine Privatsphäre besorgt ist, kann zudem einstellen, dass die eigenen Tweets nicht öffentlich sind. Dann muss jedem neuen Follower manuell erlaubt werden, dass er die eigenen Tweets lesen kann – und auch Google und andere Suchmaschinen haben keinen Zugriff darauf.

4. Tatort und Fußball machen mehr Spaß

Bei Twitter kann nicht nur Personen gefolgt werden, sondern vorübergehend auch Themen, die dann einen Hashtag besetzen – zum Beispiel #BRAGER für das Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft am Abend zwischen Brasilien und Deutschland. So lässt sich jedes Massenereignis – vom Tatort über Fußball bis zum Dschungelcamp – mit anderen quasi gemeinsam erleben. Jeder kann Kommentare zum gerade laufenden Programm unter dem Hashtag veröffentlichen und die Kommentare anderer lesen, selbst wenn er ihnen nicht folgt.

5. Unternehmen hören plötzlich ihren Kunden zu

Viele bekanntere Personen wie beispielsweise Politiker sind auf Twitter – auch weil es sich in Deutschland noch nicht um ein Massenmedium handelt – deutlich ansprechbarer als auf anderen Kanälen. Ganz besonders gilt das übrigens für Unternehmen. Ignoriert man auf anderen Kanälen Kundenbeschwerden gerne mal über Tage oder Wochen, wird auf Twitter sofort reagiert. Jedes Unternehmen weiß inzwischen, dass sich über soziale Kanäle verbreitete Unzufriedenheit schnell zu einem Shitstorm zusammenbrauen kann.

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Von Stephan Dörner

Ursprünglich publiziert bei wsj.de.

Den Artikel „5 Gründe, warum Deutschland mehr twittern sollte“, findet ihr hier.

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6 Reaktionen
JenZzzz
JenZzzz

Sorry, bin immer noch nicht überzeugt und bleibe Twitter fern ;)

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Wolfram (WolfsPAD)

Das sind sicherlich gute Tipps für den Einstieg, aber wie kann man diesen Datenstrom sinnvoll nutzen. Ein persönlicher Austausch ist mir über E-Mail lieber (Wo hatte ich was mit wem besprochen - Problem!) Antwort auf mir wichtige Fragen ist schwierig, wenn man selbst nur selten Twittert.
Die täglichen Twitter News sind ganz sinnvoll, dann bekommt man tatsächlich wichtiges zu sehen. Ansonsten fehlt mir einfach die Zeit den Stream zu verfolgen - dann noch den bei Facebook, Google+, Xing, im RSS Reader ...........

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irgendeinem Spinner
irgendeinem Spinner

Was will man bitte mit einem Dienst wo man nur Nachrichten mit 140 Zeichen austauschen kann? Für Belanglosigkeiten reicht das sicher, da stört dann auch der Datenschutz von Null nicht weiter.

Ich warte immer noch darauf, dass mal jemand einen komplett dezentralen Dienst vorstellt, mit komplett verschlüsselter Kommunikation. Aber sowas eignet sich natürlich nicht zum Angeben, ist ja nicht öffentlich.

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Tom
Tom

Naja, Twitter ist nicht mehr als eine Art Störungsmelder. Ab und an kommen auch brauchbare News durch - meist sogar bevor sie auf anderen Kanälen erscheinen. Im Großen und Ganzen ist es aber eine Ansammlung an Idioten, die dummes Zeug posten. Kein Alleinstellungsmerkmal im Netz, aber in der Form wenigstens überschaubar.

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bushwick
bushwick

Laaangweiillig...

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Mädchenpapa

hmmm, seid ihr sicher, dass diese Gründe wirklich echte Gründe sind?

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