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5 Gründe, warum aus Berlin das nächste Facebook kommt

Das Rennen um die Nachfolge des Startup-Mekkas Silicon Valley ist eröffnet. Gut im Rennen liegen beispielsweise die europäischen Metropolen London und Berlin. Ausschlaggebend für den Ausgang des Wettstreits werden vermutlich die Kapitalgeber sein, die die Startups mit ihrem Risikokapital entscheidend voran bringen können. Einer von ihnen ist Roberto Bonanzinga und er ist sich sicher: Berlin wird das nächste Facebook hervorbringen.

5 Gründe, warum aus Berlin das nächste Facebook kommt

Warum das nächste Facebook nicht aus dem Silicon Valley kommt

Im Silicon Valley sind die Wege kurz...

Das war für viele Jahre das Zentrum für Gründungen in der IT- und Web-Branche. Unzählige entstanden hier und wurden bis heute zu mächtigen Unternehmen - oder verschwanden wieder. Wer selbst einmal im Silicon Valley ist, wird sich vorkommen wie in einer analogen Form des Webs. Die Metropolregion im Süden der San Francisco Bay Area ist so dicht mit Top-Playern aus dem IT- und Webbereich besiedelt, dass es nur ein Link kurzer Sprung von einem zum anderen Unternehmen ist. Apple, HP, Intel, Oracle, Adobe, eBay, und natürlich Google – sie alle konzentrieren sich auf dieses Tal an der Westküste der USA.

Für Startups hat diese extreme Ballung aber auch einen Nachteil: Zwar können sie von dem geballten Know-how profitieren, doch die Mieten und vor allem auch die Gehälter für qualifizierte Mitarbeiter sind explodiert. Heute ist es für Startups daher manchmal besser, wenn sie sich eine andere Metropolregion aussuchen, in der die Mieten und Löhne deutlich niedriger sind. In den letzten Monaten haben hier vor allem London und Berlin von sich Reden gemacht. Dabei scheint die deutsche Bundeshauptstadt bereits einen kleinen Vorteil zu haben, denn die ersten Venture Capital Unternehmen haben sich in Richtung Berlin orientiert.

Das sieht auch Roberto Bonanzinga so, der für Balderton Capital arbeitet und in einem Gastartikel bei TechCrunch Berlin als den Geburtsort des nächsten Facebooks ausruft.

5 Gründe, die für Berlin als nächstes Silicon Valley sprechen

Berlin, eine inspirierende Stadt für Kreative und Gründer. (Foto: c_by_kitty / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

1. Berlin hat ein Startup-Ökosystem

So kontrovers man ja die Aktivitäten der Samwer-Brüder auch diskutieren kann: Sie haben dafür gesorgt, dass sich in Berlin ein Startup-Ökosystem gebildet hat. Für Inkubatoren ist das sehr wichtig, weil sie nicht nur in gute Ideen investieren, sondern auch auf Erfahrung und Gründungs-Know-how setzen.

2. Universitäten nehmen das Thema Gründung ernst

Gründertum steht bei den Universitäten in Deutschland sehr hoch im Kurs und wird zum Teil auch aktiv durch eigene Inkubatoren gefördert.

3. Berlin wird international

In vielen Startups ist Englisch als Sprache der wichtigste gemeinsame Nenner aller Beteiligten, die oft aus vielen verschiedenen Nationen kommen. In Berlin ist das heute bereits Alltag.

4. Viele Startups sind schon in Berlin

In den letzten 12 Monaten sind in Berlin rund 20 Startups gegründet worden, die mindestens eine Million Euro als Startkapital bekommen haben. Zusammen mit den vielen Gründungen, die darunter liegen oder noch in der Phase vor der ersten Finanzierungsrunde stehen, ist das eine sehr solide Basis.

5. Kreativität als Treibstoff

Berlin ist ein Anziehungspunkt für Kreative aus vielen Bereichen. Das schafft insgesamt eine kreative Atmosphäre, die Gründer inspiriert und sie gerne in Berlin leben lässt.

Roberto Bonanzinga selbst glaubt an Berlin als das neue Silicon Valley und will hier als Kapitalgeber selbst auf die Jagd nach dem neuen Facebook gehen.

Was glaubt ihr - wird Berlin das neue Silicon Valley?

Weiterführende Links zum Thema Berlin und Startups:

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19 Antworten
  1. von Jeff Fischer am 25.10.2011 (11:56Uhr)

    Nunja. Erstens kommt das nächste "Facebook" wenn überhaupt aus Weimar :)
    und zweitens hinkt Germany so enorm hinterher, dass es vollkommen egal ist was Mr. XYZ denkt ausrufen zu müssen. Schön wäre es, keine Frage, wenn wir endlich aufschließen könnten.

  2. von Ben am 25.10.2011 (12:45Uhr)

    Wieso aus Weimar oder Berlin? Es kommt doch aus Augsburg im schönen Süden... dachte ich :)

  3. von Vincent am 25.10.2011 (13:41Uhr)

    Also ich bleib bei Berlin ;-)... nein aber jetzt mal ernst. Ich könnte mir sehr gut vorstellen das Berlin das nächste Sillicon Valley wird! Nur werden hier halt etwas kleinere Startups hervorgehen, und nicht das nächste Facebook. Mit SoundCloud und Amen hat man ja schon erfolgreiche Projekte, aber das diese die Nutzerzahlen von Facebook unsicher machen könnten, würde mich wundern. Als Berliner hätte ich aber nix dagegen ;)

    Grüße, Vincent

  4. von Christian am 25.10.2011 (13:50Uhr)

    Also Berlin find ick dufte ;) Auf ein weiteres Facebook kann ich aber verzichten.

  5. von Facebook ist schon da am 25.10.2011 (14:29Uhr)

    London hat die olympischen Spiele und die Boni-Banker und es daher nicht nötig.
    Der Chef von England meinte dieses Jahr mal was von wegen fair-use usw. in UK-Recht einzubauen um mit USA konkurrieren zu können und London zu pushen. Ist wohl nichts mehr draus geworden (wie auch das Crowdsourcing für UK-Bürger) und braucht London wohl auch nicht. Bei der nächsten Konjunkturkrise sieht es dann vielleicht schnell anders aus.

    Wie ich glaube bei Gruenderszene gelegentlich zu lesen, unterscheiden sich US und Euro-Gründungen aber:
    - USA reicht viel Umsatz. Verluste dürfen groß sein. Beispiel Groupon.
    - In Europa muss man zumindest Gewinne machen und oft nicht wenig (9live, Skype?, Jamba). Diese brechen gerne nach dem Aufkauf zusammen aber das ist teilweise auch Schuld der Käufer. Bei Disruptoren könnte man fast vermuten, das sie nach dem Aufkauf absichtlich siechen und nur indirekt gekauft wurden um das old-Business nicht zu bedrohen.
    - Hier wurden oft Geschäftsmodelle nachgebaut damit die US-Unternehmen, die alles Ausland in die zwei Schubladen ASIEN und EMEA (und vielleicht noch Südamerika) reinwerfen und jeweils einen Manager für die zig Länder, hunderte Sprachen und Märkte haben, einfach was fertiges kaufen können was schon funktioniert.

    Deutsche Firmen sind bei Internationalisierung erfahrungsgemäß auch nicht besser als USA. Denn es ist kein Geschäftsmann, wer nur eine Sprache kann (das reimt sich). Damit ist der Markt eigentlich zu klein für gigantomanische Börsengänge und oft nur Berater und Juristen und Freunde und Aufsichtsräte gewinnen bei den (natürlich nur gelegentlich) scheiternden Auslands-Expansionen. Aber die Samwers und andere bereiten ja nur den Abverkauf auf einen weiteren Geldgeber der dann an die Börse geht und dann vielleicht von den unzufriedenen Kleinaktionären verklagt wird vor.
    Der Sinn und Zweck mancher böser Inkubatoren ist vielleicht nur, die eigenen Berater, Büros, Aufsichtsräte, Juristen usw. noch viel dicker zu bezahlen als bisher und ja nichts an die Kleinaktionäre oder als Steuern zu bezahlen. Wie viel Prozent fliesst an die Geldgeber zurück ? An welche Strukturen erinnert das ? Hinweis: Bei Nierenwäsche nimmt man auch das Blut raus und schickt es gefiltert in den Ursprungskörper zurück damit es sauber gewaschen ist.
    Solches Wissen gibts bestenfalls bei Lanu und leider nicht bei der Wirtschafts-Kontrollbehörde :-( Selbstkontrahierung ist eigentlich oft fragwürdig. Aber das Blog vom Chef und vielleicht auch den neuen YoutubeKanal macht auch der Schwager oder Cousin... . Jetzt sollte eigentlich jeder wissen, wer gemeint ist.

    Die Frage ist also, ob Bonanzinga diese Mentalitäts- und Struktur-Differenzen kennt und clever geldmäßig für sich bzw seine Mitinvestoren zu nutzen weiss. Auslandsgewinne werden üblicherweise ja nicht in die USA zurückgeholt... . Wenn man an US-Inflation glaubt, ist Euro wohl härter.

  6. von Berliner am 25.10.2011 (16:37Uhr)

    Man vergesse nicht Berlin als Stadt selbst. Ich kenne keine andere Stadt, die als Stadt so inspirierend ist wie Berlin.

  7. von Berlin0r am 25.10.2011 (19:38Uhr)

    Gott bewahre, bitte nicht!

    Die ganzen scheiss Yuppies gehen einem so schon auf den Sack, eine solche Weiterentwicklung würde alles "Inspirierende" und "Kreative", das dieser Stadt noch innewohnt, endgültig in die Verdammnis jagen. Prenzlauer ist doch jetzt schon die Smartphone-LatteMachiato-Yuppie-Hölle, burgoise, arrogante pseudoalternative Hipster wohin man guckt. Zu viele Köche ...

  8. von Philipp Escher am 25.10.2011 (19:59Uhr)

    Um mal ganz ehrlich zu sein, es ist zwar kaum vorstellbar, aber ich finde es gut. :D

  9. von rubyist am 25.10.2011 (20:36Uhr)

    So etwas wie Facebook aus Deutschland? Niemals!! (Außer US-Firmen ziehen nach Berlin um)
    Jeder (Politiker) der hier in Deutschland von Hochtechnologie usw. spricht meint damit nur die Automobilindustrie und nichts anderes. Dass das Auto allerdings schon 125 Jahre alt ist und wir seit dem immer nur den Wein von vorvorvorgestern in neue Schläuche füllen, scheint niemanden wirklich zu interessieren. Wie auch, solange es noch genug Idioten gibt, die Überstunden machen, beim Essen sparen, nur um sich eine Karre der Premiumhersteller kaufen zu dürfen, die angeblich "elitär" machen soll.
    Desweiteren: Das Internet haben Politiker und viele andere Gruppierungen hier in Deutschland scheinbar immer noch nicht so wirklich kapiert. Für Politiker ist das Internet nur eine Technologie, die bereits bestehenden Unternehmen als Verkaufskanal dienen soll und wird auch nur als sowas wie TV gesehen, sprich "einer sendet, viele empfangen". Eigenentwicklungen, auch wenn sie von Startups kommen, werden oft noch vor der Veröffentlichung, durch dümmliche Gesetze unserer "Volksvertreter", ausgebremst. Für die andere Seite, den Otto-Normalverbraucher besteht das Internet sowieso bestimmt nur aus Youtube, Facebook, dem Lieblings-Klamotten/Schuhe/...-Onlineshop und der Bild-Website. Die finden bahnbrechende Neuentwicklungen erst dann, wenn Facebook sagt sie seinen jetzt besser als die Konkurrenz aus Deutschland.

    Ich könnte diese Liste noch weiterführen, aber es bleibt dabei:
    Ein neues Facebook aus Deutschland? Niemals!!

  10. von Daniel W. am 26.10.2011 (09:08Uhr)

    Erstens wird Berlin überbewertet. Zweitens sind Investoren in Deutschland immer noch wesentlich zurückhaltender als in den USA. Drittens herrscht in Deutschland die Meinung vor, dass man zum Arzt anstatt zum VC gehen soll, wenn man Visionen hat...

  11. von Sascha am 26.10.2011 (11:44Uhr)

    ähem. Berlin ist schon dufte. Aber das nächste FB kommt nicht aus Berlin oder aus Deutschland, denn aus Datenschutzgründen dürfte das neue FB gar nichts verwursten..., den deutschen Politikern und Medienwächtern sei Dank.

  12. von Christian am 30.10.2011 (18:08Uhr)

    Wenn man nur mal überlegt, dass alles was in Amerika schon läuft erst 2 Jahre später in Deutschland einschlägt sagt doch alles.

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  16. von Daniel am 12.01.2012 (18:32Uhr)

    Hallo,

    das nächste FB kommt bestimmt nicht so schnell aus Berlin! Dafür werden es viele andere gute Projekte und Ideen sein! Mittlerweile weiß es bereits der typische Berliner inna Kneipe, dass sich da irgendwas mit Computern vornehmlichst in Mitte gebildet hat ;-) Es sind auch wirklich ganz einfache Gründe warum es eher Berlin und nicht London wird. Schon mal nach bezahlbaren Wohnungen in der Londoner Innenstadt geguckt? Oder vermeintlich günstigen Bars für ein Feierabendbier? Ihr wisst was ich meine. Berlin ist weitaus günstiger! Außerdem haben wir hier 3 große Universitäten und diverse Fachhochschulen. Ich glaube es gibt ca. 100.000 Studenten derzeit in Berlin. Unglaubliches Potenzial. Jedenfalls in Europa ist /wird Berlin das neue "Silicon Valley".

  17. von proLONDON am 21.01.2012 (23:54Uhr)

    BERLIN NERVT EINFACH NUR, WAS DIE ALLES HABEN WOLLEN, EINFACH ALLES.
    PS. FACEBOOK GERMANY SITZT IN HAMBURG. WARTEN WIRs MAL AB. proLONDON

  18. von Minimais am 15.06.2012 (07:04Uhr)

    Ich lach mich kaputt!

  19. von „Wie New York in den 80ern”: BBC… am 23.07.2012 (14:30Uhr)

    [...] 5 Gründe, warum aus Berlin das nächste Facebook kommt - t3n News [...]

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