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Gadgets & Lifestyle

5 Jahre iPhone: Apples revolutionäres Smartphone feiert Geburtstag

    5 Jahre iPhone: Apples revolutionäres Smartphone feiert Geburtstag

Vor genau fünf Jahren sorgte die Vorstellung des ersten iPhones für einen Wendepunkt bei der Entwicklung von Smartphones. „Wir werden das Telefon neu erfinden“ versprach Steve Jobs und hielt damit letztlich Wort. Dabei war der Start gar nicht mal so reibungslos, denn das iPhone musste sich seinen Markt erst selbst schaffen.

Apples iPhone revolutionierte den Smartphonemarkt und sorgte schnell für erste Kritik

Das erste iPhone (oben) besaß noch eine Aluminiumrückseite. Das iPhone 3G als Nachfolger hatte dann eine Kunststoffrückseite und das iPhone 4 hat wie das aktuelle 4S eine Rückseite aus Glas. (Foto: Yutaka Tsutano / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Am 9. Januar 2007 präsentierte Apple-CEO Steve Jobs mit dem iPhone das mit Spannung erwartete erste Smartphone des Computerherstellers. Im Vorfeld wurde Apple noch belächelt und auch nach dem Verkaufsstart im Juni (USA), bzw. im November 2007 in Deutschland gab es reichlich Kritik. Dennoch entwickelte sich das iPhone schnell zu einer Erfolgsgeschichte und konnte damit den Enthusiasmus von Steve Jobs bei der Präsentation rechtfertigen. Hier die entscheidenden Ausschnitte aus der Keynote von Steve Jobs, die er auf der Macworld 2007 hielt:

Heute kann man das Datum als Startschuß zur Revolution der Smartphones ansehen. Doch am Anfang war die Skepsis bei den Experten doch recht groß. Die Frage, die sich alle stellten: Warum will Apple sich auf einen Markt begeben, der schon mit starken Playern wie Nokia, RIM (BlackBerry), Motorola oder Sony Ericsson besetzt war?

Wer die Philosophie von Steve Jobs damals schon kannte, wird die Antwort gewusst haben. „Entwickle kein neues Produkt für einen neuen Markt, wenn es nicht das beste ist, was der Markt bisher gesehen hat“ - so in etwa könnte man die Maxime von Steve Jobs beschreiben. Der Apple-CEO wußte um die zukünftige Wichtigkeit des aufstrebenden Smartphonemarktes, der vom mobilen Zugriff auf das Internet mit seinen zahlreichen Diensten geprägt sein würde. Und er war sich sicher, dass Apple ein besseres Gerät herstellen könnte, als die scheinbar so übermächtige Konkurrenz. Doch der Start war dann einigermaßen holprig.

Die Exklusivvermarktung mit AT&T in den USA und T-Mobile in Deutschland sorgte zusammen mit den für damalige Zeiten schon recht hohen Preisen von 499 US-Dollar bzw. 399 Euro für die 4 GB-Version für schlechte Verkaufsprognosen. Auch die ersten Test von Experten gaben dem ersten iPhone keine sonderlich guten Noten. Gerade im Vergleich zu den Smartphones von BlackBerry, die bis heute im Businessbereich eine hohe Verbreitung haben, wies das iPhone einige Schwachpunkte auf. So konnte es noch kein Copy & Paste und dem E-Mail-Client fehlte eine Suchfunktion. Dave Winer kritisierte das iPhone zudem, weil es mit seinem E-Mail-Speicher von 25 E-Mails keinesfalls an die BlackBerrys des kanadischen Herstellers Research in Motion herankäme.

Zudem sei die Vision eines Mobile Webs, bei dem jeder von überall aus Zugriff auf Websites und Web-Dienste habe, zwar eine schöne Idee, in der Praxis aber keinesfalls umsetzbar. Dafür wären die Displays zu einschränkend und auch das Web sei darauf nicht ausgelegt. Dave Winer sollte sich gewaltig irren, wie wir heute wissen.

Auch der Gadget-Experte Robert Scoble beschäftigte sich natürlich mit dem iPhone und kam im Vergleich zu Dave Winer teilweise zu anderen Ergbnissen. Wie Winer kritisierte Scoble allerdings die schlechte Entwicklungsumgebung für das iPhone. Damit habe Apple eine große Lücke für alle Konkurrenten offen gelassen. Nutzen konnte sie dann allerdings weder Nokia noch RIM. Apple legte in dem Bereich nach und ließ die Konkurrenten schnell hinter sich. Erst mit Android kam später ein echter Konkurrent dazu, der für App-Entwickler ähnlich interessant war.

Was das iPhone besonders machte

(Foto: Colin ZHU / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Das iPhone brachte einige Dinge mit, die man bei anderen Smartphones oder Handys vergeblich suchte. Die Apple-Designer setzten von Anfang an auf neue Technologien und verbauten gleich im ersten iPhone ein kapazitives Display, dessen berührungsempfindliche Oberfläche aus Glas die Bedienung ermöglichte. Eine physikalische Tastatur suchte dagegen vergeblich. Dafür kam das iPhone mit einer revolutionären Gestensteuerung, die bis zu fünf Berührungen gleichzeitig interpretieren konnte. Zur Eingabe von Text wurde dann eine Tastatur eingeblendet. Das neuartige Bedienungskonzept wurde durch mehrere Sensoren abgerundet, die die Helligkeit automatisch regelten und die Lage des Geräts berechneten. Damit konnte das iPhone die Anzeige entsprechend der Haltung in der Hand entweder vertikal oder horizontal darstellen.

Heute gelten Touchscreens und Gestensteuerung zu den Standards von Smartphones, durch die sie sich maßgeblich von herkömmlichen Handys unterscheiden.

Kleine Randnotiz: Am 9. Januar 2007 wurde auch noch die Set-Top-Box Apple TV vorgestellt. Einen ähnlichen Erfolg wie das iPhone konnte Apple TV jedoch nicht verbuchen und wurde dann bei der Weiterentwicklung auch eher vernachlässigt. Hartnäckigen Gerüchten zufolge könnte Apple 2012 einen neuen Anlauf für den Angriff auf das Wohnzimmer unternehmen - diesmal allerdings gleich mit Fernsehern.

iPhone 3G, iPhone 3GS, iPhone 4, iPhone 4S

Das iPhone 3G markierte die zweite Generation der Apple-Smartphones. (Foto: velorowdy / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Bereits im Juli 2008 kam mit dem iPhone 3G das zweite iPhone-Modell auf den Markt. Die größte Neuerung war die Unterstützung des schnellen Mobilfunkstandards UMTS/HSDPA und die veränderte Rückseite, die nun aus weißem oder schwarzem Kunststoff bestand.

Wiederum ein Jahr später folgte das Zwischenmodell iPhone 3GS. Rein äußerlich hatte sich das iPhone nicht verändert, doch es verfügte nun über einen schnelleren Prozessor, der auch für das „S“ (für „Speed“} in der Modellbezeichnung verantwortlich war. Die Auflösung der Kamera wurde von 2 auf 3 Megapixel angehoben und die Sensorik um einen Magnetometer ergänzt, der das iPhone zu einem digitalen Kompass machte.

Der Metallrahmen des iPhone 4 sorgte für den „Antennagate-Shitstorm“.(Foto: John.Karakatsanis / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Mit dem iPhone 4 gab es dann das bislang größte Update in der Optik. Vorder- oder Rückseite bestehen seit dem aus Glas und der Rahmen aus Edelstahl. Im Rahmen integriert wurde die Antenne, die dann allerdings für Empfangsprobleme bei einigen Nutzern führte. Das als „Antennagate“ hochgespielte Problem betraf in der Praxis zwar nur eine geringe Zahl der Nutzer, dennoch schenkte Apple allen iPhone-4-Käufern eine Hülle, die das Problem beseitigen sollte. Technisch brachte das neue Modell eine zusätzliche Frontkamera für den Videochat Facetime sowie das hochauflösende Retina Display.

Das bislang letzte Modell, das iPhone 4S, kam vergleichsweise spät auf den Markt. Statt wie zuvor üblich im Sommer, wurde es erst im Oktober fertiggestellt. Bis heute halten sich Gerüchte, dass es eigentlich ein größeres Update mit der Modellbezeichnung iPhone 5 werden sollte, es aber im letzten Moment noch von Steve Jobs verhindert wurde. Das 4S ist als zweites Zwischenmodell wieder mit einem stärkeren Prozessor ausgestattet und bringt als Highlight den Voice-Assistenten Siri, der die Bedienung per Spracheingabe erlaubt.

Die Verkaufszahlen des iPhones stiegen laut Wikipedia von knapp 1,4 Mio im Finanzjahr 2007 (Oktober - September) auf über 72 Mio im Finanzjahr 2011. Das erste iPhone verkaufte sich anfangs noch eher enttäuschend - heute werden die Schlangen vor den Apple Stores mit jedem neuen Modell länger. Für das laufende Jahr rechnen Branchenkenner und Analysten wieder mit einem größeren Update unter der Modellbezeichnung iPhone 5. Wir dürfen gespannt sein, was sich die Apple-Ingenieure für das sechste iPhone-Modell ausgedacht haben.

Weiterführende Links zum Thema iPhone:

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2 Reaktionen
Carsten

Wir sind mal SEHR gespannt auf das iPhone 5. Ein Erfolg wird es ohnehin werden, es sei denn, Apple "verbaut" sich auf ganzer Linie - oder einer Konkurrenzfirma gelingt es bis dahin, ein Smartphone auf den Markt zu bringen, welches derartig revolutionär daher kommt, dass niemand mehr vom iPhone spricht. Da wir uns alle ausrechnen können, wie groß die Chancen sind, dass das passiert, muss man sich um die iPhone-Zukunft wohl nur aus Sicht der neuen Features Gedanken machen, die das nächste Smartphone von Apple wohl enthalten könnte.

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Vincent

Leider ohne Steve. Aber Happy Birthday, iPhone! :)

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