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Health-Startup gründen in Deutschland: Darauf müsst ihr in der Frühphase achten

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Startups im Health-Bereich haben an vielen Stellen besondere Hürden zu meistern, zum Beispiel bei der Produktentwicklung und der Rechtslage. Hier sind fünf Tipps, worauf es zu achten gilt.

Die Gesundheitsbranche steht, wie viele andere Industrien, vor der Transformation durch neue, smarte Technologien. Somit versuchen sich auch mehr und mehr Startups im Health-Bereich und widmen sich Problemen, die mit dem menschlichen Wohl zusammenhängen. Damit es mit eurer Startup-Gründung im Gesundheitswesen klappt, folgen nun Punkte die ihr zum Anfang der Gründung eures Health-Startups unbedingt beachten solltet. Mehr individuelle Beratung von Experten bis hin zur finanziellen Unterstützung gibt’s beim Merck Accelerator.

1. Habt Geduld bei der Finanzierung

Die Finanzierung eines Startups im Gesundheitswesen ist deutlich langwieriger als beispielsweise die eines E-Commerce-Unternehmens. Gründer müssen sich darauf einstellen, dass es einige Zeit dauern kann, bis ein erster Prototyp der Idee fertiggestellt ist. Innovationen, die später einmal im klinischen Alltag und im Kontakt mit Patienten eingesetzt werden sollen, müssen zweifelsfrei funktionieren. Ein noch nicht ausreichend ausgereifter Prototyp kann nicht einfach so an einem Patienten ausprobiert werden. Über diesen Zeitraum hinweg benötigt ihr immer wieder finanzielle Unterstützung. Im Gesundheitswesen liegt eine große Verantwortung bei den Gründern. Ist eure Idee jedoch erst einmal marktreif, zahlt sich das Warten aus.

2. Nicht alles dreht sich um das Produkt

Gerade bei Unternehmen in der Gesundheitsbranche wird viel Zeit und Arbeit in das Produkt an sich investiert. Häufig verbergen sich hinter den Geschäftsideen enorm komplizierte Technologien. Trotzdem müssen bestimmte Themen, die zur Gründung eines jeden Startups essentiell sind, genauso auf der Tagesordnung stehen. Hierzu zu zählen zum Beispiel das Betreiben von Marktforschung, die Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen, ein durchdachtes Geschäftsmodell sowie Marketing und Finanzierung.

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Der erste Prototyp des Health Startups Matibabu, zur sofortigen Diagnose von Malaria.

3. Checkt das Gesetz

Junge Gründer finden besonders im deutschen Gesundheitswesen viele Vorgaben und Gesetze vor, die Innovationen im Zeitalter der Digitalisierung bremsen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die rechtlichen Grundlagen im Zielland genau zu scannen und die Gesetzeslage bei der Ausarbeitung eines Geschäftsmodells von Anfang an zu berücksichtigen. Sprecht hierfür mit allen relevanten Playern: Krankenkassen, Ärzten, Wissenschafts- und Technologiekonzernen.

Gesetzliche Grauzonen zu nutzen, sollte unter allen Umständen ein Tabu sein. Vor einigen Jahren versuchte beispielsweise ein Healthcare-Startup aus London das deutsche Fernbehandlungsverbot durch den Firmensitz in Großbritannien zu umgehen. Ende August 2016 wurde jedoch eine Neuerung im Arzneimittelgesetz erlassen, welches dem Startup die Grundlage seines Business-Modells nahm. Wie dieses Beispiel zeigt, sollten sich Gründer niemals auf gesetzliche Grauzonen verlassen. Gesetzesänderungen könnten euch Nischen jederzeit nehmen. Des Weiteren solltet ihr euch in Sachen Datenschutz und Intellectual Property rechtlich absichern. Mehr dazu gibt es hier.

4. Wagt einen Perspektivwechsel

Das Gesundheitswesen ist ein spezieller Bereich, der sowohl von Kunden als auch von potentiellen Partnern häufig als ein fester Bestandteil des öffentlichen Sektors wahrgenommen wird. Dementsprechend tritt euch eure Zielgruppe mit einer gewissen Erwartungshaltung entgegen. In den Köpfen ist verankert, dass Angebote und Dienste im Gesundheitsbereich – in Deutschland – in der Regel kostenlos oder günstig zur Verfügung stehen. In Bezug auf die Erstellung eines Business-Modells stellt diese Perspektive eine Herausforderung für viele Startups dar. Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch in die Rolle eurer Zielgruppe hineinversetzt, überlegt, was möglicherweise als Selbstverständlichkeit erscheint, und auf welche Art ihr lukrativ arbeiten könnt ohne eure Zielgruppe zu vergraulen.

5. Holt euch Hilfe

Worum Gründer nicht herum kommen, ist der Zugang zu Expertenwissen. Ein junges Startup kann selbstverständlich nicht über dasselbe Fachwissen wie ein traditionsreiches Unternehmen verfügen. Es fehlt einfach die Erfahrung. Bei den großen Unternehmen hat sich die Bereitschaft, Startups zu unterstützen mittlerweile etabliert. Mit ein bisschen Recherche findet ihr zum Beispiel ein Accelerator Programm, das zu eurem Themenbereich passt. Hier springen nicht nur Coachings oder Mentorings für euch heraus, sondern meistens auch finanzielle Unterstützung.

Über den Merck Accelerator

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Der Merck Accelerator entstammt dem 1668 gegründeten Wissenschafts- sowie Technologiekonzern Merck und unterstützt junge Unternehmen mit dem Fokus auf die Bereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials in ihrer Frühphase. Das Programm verfügt über zwei Standorte: Darmstadt und Nairobi. Letzterer legt einen Schwerpunkt auf Projekte im Bereich Digital Health. In einem ersten Schritt werden digitale Geschäftsmodelle in den vorgenannten Bereichen für das Programm ausgewählt.

Die am Programm in Darmstadt teilnehmenden Firmen erhalten Büroräumlichkeiten im Merck Innovation Center. Die Teilnehmer in Nairobi haben die Möglichkeit zur Nutzung von Räumlichkeiten im Gründerzentrum Mettā in Nairobi. Die Teilnehmer der beiden Programme erhalten Unterstützung durch regelmäßiges Mentoring und Coaching aus einem Pool von mehr als 50.000 Experten aus 66 Ländern. Darüber hinaus erhalten sie finanzielle Unterstützung von bis zu 50.000 Euro. Am Ende des Programms bietet sich für einige Startups die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee bei einem Aufenthalt im Silicon Valley weiterzuentwickeln.

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