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Karriere

5 ungewöhnliche Wege, deinem Chef zu imponieren

    5 ungewöhnliche Wege, deinem Chef zu imponieren

(Foto: photögraphy.com / photocase.com)

(Achtung! Funktioniert nicht bei jedem Chef.) Im Großen und Ganzen ist es vielleicht keine so gute Idee, sich in Karrierefragen an 70er-Hardrockern zu orientieren. In diesem Fall allerdings könnte es sich lohnen, eine Ausnahme zu machen. Fünf ungewöhnliche Wege, deinem Chef zu imponieren.

Dem Chef imponieren? Nimm dir Van Halen zum Vorbild

In ihrer Blütezeit waren Van Halen berühmt für eine raffininierte Taktik für Qualitätskontolle. Tief begraben im 53-seitigen Tourvertrag der Band besagte eine Klausel, dass in ihrem Backstage-Green-Room M&Ms vorgehalten werden sollen – in allen Farben außer braun. Wenn die Band ein braunes M&M entdeckte, wurde sie angeblich fuchsteufelswild und ließ gleich den ganzen Gig sausen. Ihre Logik dahinter: Wenn die Vertragspartner das Kleingedruckte nicht lasen, wenn es nur um Süßigkeiten ging, wie könnten sie ihnen dann das Ausrichten ihre aufwendigen, oft gefährlichen Bühnenshows anvertrauen?

Für Arbeitnehmer, die nach einem Weg suchen, ihrem neuen Chef zu imponieren, kommt hier eine weniger subtile Lektion: Manchmal muss man sich mit Kleinigkeiten abgeben. Kleine Dinge können einen großen Unterschied machen, wenn es um einen ersten Eindruck geht. Mit diesen Hintergedanken verrate ich dir fünf etwas unkonventionelle, oft übersehene Wege, um beim Chef Eindruck machen (Disclaimer: Genau wie Lead-Sänger – denk an Sammy Hagar vs. David Lee Roth – ist jeder Chef unterschiedlich. Obwohl die folgenden Vorschläge mich umhauen würden, sollten sie mit Verstand angewandt werden.)

Schreib E-Mails super kurz

„Zeit ist meist das wertvollste Gut eines Chefs.“

Über die Jahre habe ich mir angewöhnt, Drei-Sätze-Mails zu schreiben (ein erklärendes Konzept gibt es hier), die Nichtigkeiten wegzulassen und nur die wichtigsten Punkte zu behalten. Das spart mir Zeit und dem Leser auch. Wann auch immer ich eine lange Mail von einem neuen Mitarbeiter bekomme, frage ich mich, ob Dinge nicht auch prägnanter hätten ausgedrückt werden können.

Er oder sie hat eine Menge eigener Zeit darauf verwendet, das zu formulieren, und es verbraucht auch meine Zeit, weil ich es lesen muss. Und Zeit ist meist das wertvollste Gut eines Chefs. Anstatt lange Mails zu schicken, spar dir die umfangreichere Kommunikation für ein Telefongespräch oder Meeting auf.

Verlass ein Meeting

Das Meeting bringt nichts? Dann nix wie raus. (Grafik: Shutterstock / Dooder)
Das Meeting bringt nichts? Dann nix wie raus. (Grafik: Shutterstock / Dooder)

Ich mag es, wenn Mitarbeiter ein Gruppenmeeting mit mir verlassen. Warum? Meetings sind naturgemäß ineffezient. Manche Tagesordnungspunkte lassen sich in wenigen Minuten klären, während andere ewig dauern. Themen, die für einige der Teilnehmer wichtig sind, sind für andere völlig irrelevant.

Die Lösung: Steh auf und entschuldige dich, wenn es dir nichts bringt. Ich möchte lieber, dass meine Mitarbeiter ihre Zeit sinnvoll nutzen, als dass sie höflich rumsitzen und sich Informationen anhören, die sie nicht brauchen. Nun werden nicht alle Chefs das so sehen. Aber für den richtigen Chef – einen Produktivitäts-Hacker, der immer nach Wegen sucht, die Effektivität zu steigern – spricht diese Taktik für sich.

Behandle meinen Assistenten besser als mich

„Höflichkeit, Freundlichkeit und echtes Mitgefühl sind Charakterzüge, die Chefs oft sehr schätzen.“

Neulich hatten wir einige Leute da, die sich für einen anspruchsvollen Sales-Job bewerben wollten. Nach der Begrüßung zusammen mit meiner Assistentin war ich erstaunt, als ich herausfand, dass viele Kandidaten, die zu mir freundlich und zuvorkommend gewesen waren, zu ihr geradezu unverschämt waren.

Die Fähigkeit, mit anderen gut zusammenzuarbeiten, ist eine Eigenschaft, die in jedem Job wichtig ist. Ich beobachte ständig, wie die Neueinstellungen mit ihren Kollegen, Klienten, sogar Fremden umgehen. Höflichkeit, Freundlichkeit und echtes Mitgefühl sind Charakterzüge, die Chefs oft sehr schätzen, weil sie zu einem harmonischeren, produktiveren Team führen.

Nutze Social Media bei der Arbeit – oft

Du willst deinem Chef imponieren? Nutze Social Media bei der Arbeit – oft. (Grafik: Shutterstock / Dooder)
Du willst deinem Chef imponieren? Nutze Social Media bei der Arbeit – oft. (Grafik: Shutterstock / Dooder)

Gemäß einer Studie von 2014 berichten 36 Prozent der Arbeitgeber, dass sie Social-Media-Seiten während der Arbeitszeit blockieren. Ich denke, das ist ein Fehler. (Ja, Social Media ist mein Gebiet, also leg das nicht auf die Goldwaage.) Social Media ist – im Grunde seines Herzens – ein Kommunikations- und Produktivitäts-Tool. Im Büro kann es nicht nur im Marketing und Verkauf eine Rolle spielen, sonder auch dabei, den internen Dialog zu verbessern und Kommunikationswege zu öffnen.

Wenn ich sehe, dass neue Mitarbeiter mit Plattformen wie Facebook und Twitter, Business-Netzwerken wie Yammer oder neuen Anwendungen, von denen ich noch nie gehört habe, gute Dinge anstellen, bin ich alles andere als enttäuscht. Oft bringen sie mein Unternehmen dazu, schneller und effizienter zu kommunizieren ... manchmal sogar, ohne dass sie es mitbekommen.

Scheitere mit etwas

„Ein guter Chef weiß, dass Scheitern und Innovation die zwei Seiten einer Medaille sind.“

Es gibt zwei Arten zu Scheitern: Scheitern aus Inkompetenz und Scheitern aus Ehrgeiz. Ein guter Chef erkennt den Unterschied zwischen den beiden und respektiert Mitarbeiter, die aus letzterem Grund scheitern. Ich hege große Bewunderung für Menschen, die sich mehr aufladen als sie tragen können – die Projekte angehen, die für sie zu groß oder ambitioniert sein mögen. Und ich werfe es ihnen nicht vor, wenn die Dinge sich nicht so entwickeln wie geplant. Schließlich ist es für jede Firma schwer, voranzukommen, ohne Risiken einzugehen.

Steve Jobs wusste das sehr genau. Obwohl Apple für das iPhone und MacBook verehrt wird, sind die vielen Produkte, die komplett durchgefallen sind, wie der Apple Lisa, der Apple III und der Powermac g4 cube, kaum in Erinnerung geblieben. Ein guter Chef weiß, dass Scheitern und Innovation die zwei Seiten einer Medaille sind.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf medium.com. Übersetzung: Anja Braun.

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3 Reaktionen
elexpress
elexpress

Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Ein Arbeitgeber wird es immer honorieren, dass die Mitarbeiter die Personalkosten im Blick haben und unnötige Besprechungsaufenthalte verkürzen.

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Pontimax Feximus
Pontimax Feximus

Bullshit !

Solcherlei Artikel erwarte ich im Titanic-Magazin oder der Postillion.

Kennzeichnet es als 'Glosse' und wir bleiben Freunde.

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mr.one
mr.one

Wieso werden die Artikel bei t3n.de eigentlich immer schwachsinniger? Wem wollt IHR eigentlich imponieren? Solche Artikel haben nichts mit der reellen Arbeitswelt und einem professionellen Umfeld zu tun. Sie sorgen nur dafür, dass sich immer mehr Pseudo-Hipster in der Branche tummeln, die Ihren eigentlichen Daseinsgrund am Arbeitsplatz nicht mehr verstehen und glauben, die Onlinebranche ist ein nicht ernst zunehmender Kindergarten.

Ich verstehe schon, dass der Artikel nicht wirklich ernst aufzufassen ist, aber es wäre doch sinnvoll, in so einem Beitrag mal brauchbare Tipps für Arbeitnehmer zu verfassen, wie man einen guten Job macht, seine Aufgaben ernst nimmt und durch gute Arbeitsergebnisse für ein gutes Betriebsklima sorgt und wegen mir auch dem Chef imponiert.

Ich fände es schön, wenn t3n.de nicht nur auf Hipster- und Startup-Lifestyle aus ist sondern sich wieder mehr auf fachlich brauchbare Inhalte besinnen würde.

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