von , 22.01.2009

6 Open-Source-Systeme fürs Microblogging

Microblogging à la Twitter gilt als einer der Trends der nächsten Monate - und das nicht nur öffentlich, sondern beispielsweise auch firmenintern. Wer dafür keinen externen Dienst nutzen will oder seinen eigenen Microbloggingdienst anbieten möchte, findet in diesen sechs Open-Source-Projekten eventuell den passenden Kandidaten.
Zwar sind die folgenden sechs Open-Source-Projekte vom Wesen her sehr unterschiedlich und stehen oftmals am Anfang ihrer Entwicklung. Dennoch sind sie für erste Gehversuche interessant. Laconica beispielsweise wird bereits von mehreren Websites eingesetzt. Jaiku geht aus einem laufenden Dienst hervor. trillr wurde bereits intern in der Praxis eingesetzt.

Laconica

rtemagicc laconica screen
Die offene Software Laconica steckt unter anderem unter der Plattform identi.ca - eigentlich nur eine Beispielimplementierung. Eine andere Anwendung ist das deutsche Bleeper. Auch der TYPO3-eigene Microblogging-Dienst BEAT setzt auf die quelloffene Software. Laconica ermöglicht es jedem, ein eigenes Microblog-Netzwerk aufzubauen und setzt dabei zur Kommunikation über Servergrenzen hinweg auf die Open-Microblogging-Spezifikation. Ziel der Entwicklung ist es, die Installation von Laconica so einfach wie die Installation eines WordPress-Blogs zu gestalten. Mehr dazu auch in diesem Artikel bei T3N und in unserem Portal "opensource".

OpenMicroBlogger

rtemagicc openmicroblogger screen
Ähnlich Laconica ist auch OpenMicroBlogger eine Software, die auf die Open-Microblogging-Spezifikationen setzt. Eine eigene Implementation ist unter openmicroblogger.com zu sehen. Neben den Standardfeatures ist besonders der OpenAppStore interessant. Hier soll es künftig immer mehr Erweiterungen für die eigene Profilseite der Nutzer geben.

trillr

rtemagicc trill screen
Gestartet als geschlossene Enterprise-Plattform, hat Entwickler CoreMedia trillr im Dezember 2008 für die Allgemeinheit freigegeben und als Open-Source-Software veröffentlicht. trillr ist vor allem für den internen Einsatz in Unternehmen gedacht und somit eher als geschlossene Plattform konzipiert. Er lässt sich aber durch kompatible Endpunkte mit Twitter-Tools nutzen. Sieh dazu auch diese Meldung bei T3N.

Jaiku

rtemagicc jaiku screen
Der 2007 von Google gekaufte Dienst Jaiku wird derzeit auf Googles AppEngine portiert. Nun wurde angekündigt, die Software unter die Apache-2.0-Lizenz zu stellen und somit den Code als Open-Source freizugeben. Die Software soll nach Veröffentlichung unter anderem die OAuth-Spezifikationen erfüllen.

Jisko

rtemagicc jisko screen
Der Dienst Jisko bietet auch ein gehostetes Microblog an, vor allem aber den Sourcecode zum freien Download. Unterstützt werden damit schon einige Features, die man von her kennt, aber auch Neues. Auf der Funktionsliste finden sich Jabber, Mobile-Updates und Mobile-Sites sowie einiges mehr. Bei Tweetcrunch gibt es einen interessanten Artikel dazu.

Twoorl

rtemagicc twoorl screen
Ein weiterer Dienst, der den eigenen Source Code offen anbietet, ist Twoorl. Bisher nur wenige Features und kaum ausgereift, aber vielleicht eine Basis für eigene Entwicklungen. Der Twoorl-Quelltext liegt bei Google Code. Er wird allerdings schon seit ein paar Monaten nicht mehr weiterentwickelt.

Übrigens, kann man uns auf Twitter folgen: yeebase t3n hype!

Weitere Artikel zu Microblogging, Open Source und Twitter



Empfohlene Produkte

Das wird Dich auch interessieren

3 Antworten

  1. von Richard Hirsch 23.01.2009 (04:52Uhr) 1.

    Ihr habt ESME vergessen.

    D.

  2. von Jan Tißler 23.01.2009 (16:53Uhr) 2.

    Vielen Dank für die Ergänzung!

  3. von “Microblogging” mit Wordpres… 10.06.2009 (16:32Uhr) 3.

    [...] passiert. Natürlich gibt es die Möglichkeit einen Laconica Server auzusetzen oder einen anderen Open Source Microblogging Server nutzen. Neuderdings kann man auch mit hilfe der Blogsoftware Wordpress einen Microblogging Dienst [...]

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)