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Software & Infrastruktur

Facebook vollendet mit „6-Pack“ sein modulares Datenzentrum der Zukunft

    Facebook vollendet mit „6-Pack“ sein modulares Datenzentrum der Zukunft

Facebooks 6-Pack für das modulare Datenzentrum. (Foto: Facebook)

Mit „6-Pack“ hat Facebook den finalen Baustein für sein modulares Datenzentrum der Zukunft vorgestellt. Das Konzept soll den Aufbau von Datenzentren so einfach machen wie das Zusammenbauen eines IKEA-Regals. Software und Hardware werden entkoppelt.

Datenzentrum der Zukunft: Facebook stellt 6-Pack vor

Seit dem vergangenen Jahr baut Facebook unter anderem in Schweden an seinem Datenzentrum der Zukunft. Ziel ist es etwa, die Bauteile im Stile von IKEA möglichst platzsparend verpacken und schnell wieder zusammenbauen zu können. Mit dem Äußeren hat sich Facebook aber auch Gedanken um die Hard- und Software gemacht und eine eigene hochleistungsfähige Netzwerkstruktur ersonnen, die seit Ende 2014 in einem Datenzentrum im US-Bundesstaat Iowa erstmals zum Einsatz kommt.

6-Pack: Facebook entwickelt Switch für modulare Datenzentren. (Foto: Facebook)
6-Pack: Facebook entwickelt Switch für modulare Datenzentren. (Foto: Facebook)

Dafür haben die Facebook-Entwickler sowohl eigene Hardware gebaut als auch ein auf Linux basierendes Betriebssystem entwickelt, FBoss. Damit konnte die Hardware von der Software entkoppelt werden, was entscheidend für die Idee des modularen Datenzentrums mit den für Facebooks Datenvolumen notwendigen Ausmaßen ist. Nun hat Facebook mit dem sogenannten 6-Pack einen Switch vorgestellt, der die Kontrolle des Datenstroms im Datenzentrum weiter optimieren soll.

Das 6-Pack ist laut Facebook das Herz der neuen Fabrik und es nutzt das ebenfalls selbst entwickelte Wedge als Basis. Insgesamt sind zwölf unabhängige Switching-Elemente verbaut. Jedes Element, das in zwei Ausführungen zur Verfügung steht, hat einen Datendurchsatz von bis zu 1,28 Terabyte pro Sekunde. 6-Pack befindet sich bereits in der Testphase und soll dem Open Compute Project zur Verfügung gestellt werden.

Hintergrund des Ganzen ist wohl auch, dass Facebook nicht mehr bereit ist, viel Geld für die vorgefertigten Geräte der großen Hersteller wie HP oder Cisco zu zahlen, die zudem mit eigener Software ausgerüstet sind. Stattdessen will der Social-Media-Riese nun die Hardware von der Software entkoppelt erwerben – oder notfalls selbst herstellen. Die Software wiederum soll so unkompliziert wie möglich gestaltet sein und schnelle Updates ermöglichen.

via www.wsj.com

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