Der persönliche Laden-Stream: Spoovel
Stationäre Händler, Gastronomen und Dienstleister spielen eine wichtige Rolle für den Wohlfühlfaktor im eigenen Stadtteil. Der Hamburger Dienst Spoovel bietet eine interessante Möglichkeit, auch virtuell in Kontakt zu treten: Nutzer stellen sich auf der Plattform einen persönlichen Stream zusammen aus den lokalen „Points of Interest“ ihrer Wahl. Auch thematische Kanäle wie zum Beispiel „Mittagstisch“ sind möglich. Stationäre Händler können sich so gezielt an ihre Follower wenden und sie zum Beispiel mit speziellen Angeboten oder Infos locken: Werbung ohne Streuverluste. Der Dienst von Florian Eisenmenger, Simon Jacobs und Maximilian Stelzl legt gerade erst los und bleibt deshalb erstmals Nutzern im Hamburger und Karlsruher Raum vorbehalten.
Shouts aussenden mit spreet.it
Die ersten Kontakte sind oft die schwierigsten, wenn man in eine neue Stadt zieht. Der neue Dienst spreet.it verkürzt die Kennlernzeit um ein Vielfaches: Einfach registrieren und sogenannte „Shouts“ aussenden, zum Beispiel „Joggingpartner gesucht“. Auf einer Karte sehen andere Nutzer den Aufruf und können reagieren – oder man antwortet selbst auf die Ausrufe seiner Mitbürger und lernt als Umzugshelfer, Fahrrad-Reparierer oder Katzensitter seine Nachbarn kennen. Kiezbezug durch Nachbarschaftshilfe: Besser geht’s nicht. Das ebenfalls in Hamburg ansässige Startup gehört Roman Ernst und Matthias Kreyer.
Lokale Gutscheinhefte erstellen: donanda
Auch beim Schenken kommt der regionale Bezug gut an, finden die vier Gründer des Gutscheindienstes donanda. Auf der Plattform stellen Schenkwillige einen Geschenkgutschein aus sämtlichen lokalen Kiez-Läden, Restaurants und Dienstleistern zusammen. Das Geburtstagskind zieht mit dem Gutschein los und verprasst den festgelegten Geldbetrag bei einem oder mehreren der aufgeführten Anbieter. Das sieht zum Beispiel so aus: Heiße Schokolade im Lieblingscafe, beim Trödelladen nebenan ein schickes Teeservice kaufen und zwei Straßen weiter den Saison-Bio-Tee – alles mit ein und demselben Gutschein. Die Händler buchen den Betrag jeweils telefonisch bei donanda ab.
Das virtuelle Schwarze Brett: Placeboard
In Schulen hängen sie aus, beim Bäcker und in Einkaufszentren: „Schwarze Bretter“. Placeboard verlagert das Prinzip ins Internet. Jeder kann auf der Plattform ein Brett für seinen Stadtteil oder sogar seine Straße anlegen und mit Angeboten, Gesuchen, Mitteilungen, Tauschgeschäften, Fragen, Ausschreibungen und Veranstaltungstipps füllen. Wer seinen „Katze entlaufen“-Notruf dennoch zusätzlich offline anbringen will, findet bei Placeboard einen Anzeigenkonfigurator, mit dem er einen Aushang erstellen kann – samt Abriss-Zettelchen und QR-Code.
Genüssliche Momente mit Miomente
Lokale „Genuss-Momente“ sind die Spezialität des Stuttgarter Startups miomente. Sabine Buers und Marcus Schießer veranstalten in Zusammenarbeit mit lokalen Anbietern (oft Gastronome) exklusive Events wie zum Beispiel Cocktail-Kurse, Wein-Wanderungen oder auch eine Oldtimer-Ausstellung inklusive Kochkurs („Kochlöffel meets Oldtimer“). Onlineaffine Genussmenschen buchen die Events über die Plattform und lernen ihre Stadt so ganz neu kennen – klar, dass man so auch auf Gleichgesinnte trifft. Bisher steht das Angebot Nutzern aus dem süddeutschen Raum zur Verfügung.
Ausleihservice: frents
Die lustige Verleih-Plattform frents bringt uns Deutschen die verloren gegangene Ausleihkultur zurück. Wer sich nach dem Umzug einen Bohrer ausleihen möchte oder vielleicht auch eine DVD oder die Nintendo Wii, sieht auf einer Karte die „nutzbaren Dinge einer Gesellschaft“, sprich: alles, was in der eigenen Umgebung ausgeliehen wird. Durch den gegenseitigen Verleih lassen sich Ressourcen perfekt ausschöpfen und interessante Kontakte können auch entstehen, wenn die freundliche junge Dame einem ihr Lieblingsbuch überreicht.
Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto: dierken / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)










von Aminata Sidibe via facebook 10.08.2011 (11:01Uhr) 1.
sind ja nette Sachen dabei..bin mal gespannt, da müssen natürlich so einige Leute mitmachen damit das Ganze Sinn macht.. we'll see...
von Er gänzung 10.08.2011 (11:38Uhr) 2.
Wie Aminata schon korrekt schreibt, liegt es an der Masse. Die Sites müssten inter-operabel sein um nicht dahinzusiechen wie die ebay-Konkurrenten.
Ich müsste über hitflip auch an tauschticket oder booklooker-Angebote drankommen und umgekehrt. Das klarste Beispiel sind die Ebay-Konkurrenten.
Ebenso müssten die Kleinanzeigen-Märkte und anderen Börsen für Verleih, Verschenken, Freizeit-Aktivitäten, Dienstleistungen,... zusammenarbeiten. Sich bei "zig" Portalen anzumelden ist nämlich nervig und damit siechen die Projekte meist vor sich hin, obwohl die Grundidee ganz nett ist. Auch will man sich nicht anmelden, nur weil man jemanden sucht, der einen halben Tag beim Herbst-Laub im Garten hilft. Denn Hacker lauern überall.
OpenID und eine Konglomerats-App wäre eine Idee für sowas. Durch WebIntents o.ä. beschreibt man seine Site und trägt sich in die App ein und kann dann dort per OpenID eine Kleinanzeige, Job-Anzeige auf allen Kleinanzeigenbörsen gleichzeitig schalten. Vielleicht organisieren sich die Sites dann und etablieren inter-Operabilität.
von Pam Jones via facebook 10.08.2011 (12:21Uhr) 3.
...und für alle die sich GANZ nach draussen trauen: SMAT - http://www.abenteuertraining.at
von John Doe 10.08.2011 (13:09Uhr) 4.
Habe mir die Sachen mal angeschaut und finde eigentlich http://www.spreet.it am überzeugendsten. Klar, ist hier die Anwendung nicht auf ein konkretes Gebiet beschränkt, aber gerade diese Idee des Gemischtwarenladens finde ich spannend. Mit meinen Nachbarn kann ich so über verschiedenste Sachen sprechen, und kann damit viele der anderen use cases mit abdecken.
@Aminata, Er Gänzung: Finde es gerade gut, dass ich nicht meinen facebook-Account nutzen muss. Damit bleiben mehr Daten bei mir und ich bin nicht so gezielt individualisiert. Da stört es mich auch wenig, wenn ich mich noch bei einer weiteren Seite anmelden muss.
Schauen wir mal, wie es sich weiter entwickelt. Finde die Tendenz zur lokalen Kommunikation auf jeden Fall richtig und glaube fast, dass es zum nächsten großen Ding im Internet werden kann.
von Christoph 10.08.2011 (13:25Uhr) 5.
Ich empfehle dazu noch das Location Startup plazaa.de aus Köln von Alexander Kaiser (@poolie).
"Die besten Locations der Stadt, von Freunden empfohlen"
http://plazaa.de/
Es gibt auch bereits iPhone App von plazaa:
von Mesch 10.08.2011 (13:31Uhr) 6.
Schöne Übersicht, zur Ergänzung:
Termine und Bekanntmachungen für jeden Ort in Deutschland
von John Doe 10.08.2011 (14:20Uhr) 7.
@Mesch: Das sieht halt aus wie von 1998. Gute Technik setzt sich durch, den Rest macht das Design. Das wird also eher nichts.
von Jimmy 10.08.2011 (14:34Uhr) 8.
Was ich an der Übersicht besonders bemerkenswert finde:
Die Designs der genannten 6 Startups ist hübsch!! Ganz anders als man das hier in Deutschland gewohnt ist... ;-)
@Mesch
Tut mir leid, aber das Design sieht leider wirklich wie 1998 aus. Das fördert leider nicht das Vertrauen in euren Dienst.
@John Doe
Gute Technik, sprich was dahinter abläuft ist den vielen, meist unbedarften, Nutzern vollkommen egal. Dinge wie Datensicherheit, Verfügbarkeit etc. werden heute immer verlangt und ist kein Alleinstellungsmerkmal! Damit sich ein Dienst durchsetzt muss er sich
hauptsächlicheinfach/intuitiv bedienen lassen, schnell geladen sein und eben modern und sexy aussehen. Das sind m.E. mit unter die Hauptmerkmale warum ein Dienst verwendet wird, während ein anderer untergeht...von Yvonne Ortmann 10.08.2011 (14:42Uhr) 9.
@ Jimmy: Stimmt, ist mir auch aufgefallen dass die Dienste designmäßig was hergeben. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass man das von deutschen Start-ups nicht gewöhnt ist - in Bezug auf sozial angehauchte Plattformen stimme ich dir aber voll zu.
von chrisissorry 10.08.2011 (15:24Uhr) 10.
Spreet.it finde ich richtig genial. Die Idee hat mehr Potential als new-in-town.
von Mesch 10.08.2011 (18:04Uhr) 11.
@John Doe und Jimmy:
Danke für das ehrliche Feedback. Wir arbeiten dran. Potential hat die Idee - eine zentrale Anlaufstelle für einen Ort/Gemeinde im Internet zu schaffen - aber allemal. Die Seite ist natürlich noch ausbaufähig, was Design, Funktionalität und Inhalt betrifft. Aber genau deshalb sind wir bereits online, um Nutzerfeedback so früh wie möglich in die Weiterentwicklung der Plattform miteinzubeziehen.
von “Lokal” – … das… 11.08.2011 (10:22Uhr) 12.
[...] Natürlich profitieren auch die Suchmaschinen von der Regionalisierung der Werbeflächen – Suchbegriffe können so für jede Region durch andere lokale Unternehmen gebucht werden. Lokal ist also nicht wirklich neu – erfährt aber durch die neuen Möglichkeiten innovativer webbasierter Lösungen und die darüber erreichbare Zielgruppe einen neuen Schub. Daher spielen standortbezogene Dienste eine starke Rolle bei neuen Startups. T3N stellt in einem aktuellen Artikel interessante neue Gründungen aus dem Bereich Local Media vor. [...]
von tanjahandl 11.08.2011 (10:30Uhr) 13.
@ chrisissorry: spreet.it ist wirklich spannend - aber in Ö hat sich's leider noch gar nicht rumgesprochen. Vielleicht ein Anlass, auch bei uns ein bisschen die Werbetrommel zu rühren. ;-)
von Apple, Freenet, M-Way Solutions. — mob… 11.08.2011 (12:51Uhr) 14.
[...] LBS-Startups im Überblick: Yvonne Ortmann stellt sechs vielversprechende Firmen vor, deren Geschäftsidee auf standortbezogenen Diensten beruht, und zwar Spoovel, Spreet.it, Donanda, Placeboard, Miomente und Frients. Die Einfälle der Gründer reichen über ein digitales schwarzes Brett über Gutschein-Dienste bis hin zum Ausleihservice unter Freunden. t3n.de [...]
von Peter 12.08.2011 (13:31Uhr) 15.
Gigalocal fehlt da irgendwie in der Aufzählung, was hats damit auf sich?
von Yvonne Ortmann 12.08.2011 (14:25Uhr) 16.
@ Peter: Im Prinzip fehlen da noch einige Startups, der Artikel soll einfach ein paar unterschiedliche Ansätze aufzeigen und das "gegenseitig helfen" kommt z.B. auch bei spreet.it schon vor. Davon abgesehen ist Gigalocal für mich ein Grenzfall, da es meiner Meinung nach nicht so sehr um ein Kennenlernen der Nachbarschaft geht sondern um Dienstleistungen, mit denen man auch Geld verdienen kann.
von 6 spannende „Local“-Startups –… 14.08.2011 (23:48Uhr) 17.
[...] 6 spannende „Local“-Startups – t3n Magazin [...]
von Christian 15.08.2011 (10:55Uhr) 18.
Gigalocal ist tot. Die versprechen seit Monaten zu starten, aber die Web-app funktioniert nicht. Irgendwie peinlich, erst eine fette Launch-Party zu versprechen, 50 Leute einzustellen und dann nichts zu machen.
Und um Nachbarschaftshilfe geht es wirklich nicht. Das ist ein Clon von zaarly und ist damit eher wie myhammer, bloß nicht auf Handwerkerdienstleistungen beschränkt. Man kann zum Beispiel auch so tolle Sachen machen, wie sich für 50 Euro einen Picknickkorb zusammenstellen lassen.
Vielleicht kommt es schon rüber, aber ich habe nicht viel über für gigalocal und für die HanseVentures-Geldverbrenn-Maschine. :)
von Die Woche in Links (32/11) | gumpelMEDIA 19.08.2011 (14:47Uhr) 19.
[...] 6 spannende „Local“-Startups [...]
von Neue lokale Startups aus Deutschland in… 29.09.2011 (22:30Uhr) 20.
[...] soziale und lokale Verleih-Plattform frents bringt laut t3n „die verloren gegangene Ausleihkultur“ zurück. In den eigenen Worten der Berliner Gründer [...]
von Ortsbasierter Messanger-Dienst: f1eld fi… 23.11.2012 (10:37Uhr) 21.
[...] Gegensatz zu zahlreichen location based Services, die User miteinander vernetzen wollen aber daran scheitern, dass ihr Nutzwert nicht groß genug ist, fokussiert sich f1eld auf die [...]