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Startups

6 spannende „Local“-Startups

    6 spannende „Local“-Startups

Vorbei die Zeiten, in denen Menschen voller Faszination für das World Wide Web vor dem heimischen PC versumpften. Immer mehr Startups weisen Nutzern den Weg nach draußen – und zwar in die direkte Nachbarschaft. „Local Media“ heißt ein neuer Trend, der Nutzern einen vertieften Bezug zur eigenen Nachbarschaft verschafft – zu Menschen, Geschäften, Orten und Restaurants. Damit sich die Dienste durchsetzen, ist vor allem eines notwendig: eine große Nutzerschar. Sollte diese kritischste aller Hürden überwunden werden, geht es in Deutschlands Städten bald zu wie auf orientalischen Marktplätzen. Im Folgenden einige vielversprechende Local-Media-Ideen mit dem Potenzial zur Weltverbesserung.

Der persönliche Laden-Stream: Spoovel

Stationäre Händler, Gastronomen und Dienstleister spielen eine wichtige Rolle für den Wohlfühlfaktor im eigenen Stadtteil. Der Hamburger Dienst Spoovel bietet eine interessante Möglichkeit, auch virtuell in Kontakt zu treten: Nutzer stellen sich auf der Plattform einen persönlichen Stream zusammen aus den lokalen „Points of Interest“ ihrer Wahl. Auch thematische Kanäle wie zum Beispiel „Mittagstisch“ sind möglich. Stationäre Händler können sich so gezielt an ihre Follower wenden und sie zum Beispiel mit speziellen Angeboten oder Infos locken: Werbung ohne Streuverluste. Der Dienst von Florian Eisenmenger, Simon Jacobs und Maximilian Stelzl legt gerade erst los und bleibt deshalb erstmals Nutzern im Hamburger und Karlsruher Raum vorbehalten.

Shouts aussenden mit spreet.it

Die ersten Kontakte sind oft die schwierigsten, wenn man in eine neue Stadt zieht. Der neue Dienst spreet.it verkürzt die Kennlernzeit um ein Vielfaches: Einfach registrieren und sogenannte „Shouts“ aussenden, zum Beispiel „Joggingpartner gesucht“. Auf einer Karte sehen andere Nutzer den Aufruf und können reagieren – oder man antwortet selbst auf die Ausrufe seiner Mitbürger und lernt als Umzugshelfer, Fahrrad-Reparierer oder Katzensitter seine Nachbarn kennen. Kiezbezug durch Nachbarschaftshilfe: Besser geht’s nicht. Das ebenfalls in Hamburg ansässige Startup gehört Roman Ernst und Matthias Kreyer.

Lokale Gutscheinhefte erstellen: donanda

Auch beim Schenken kommt der regionale Bezug gut an, finden die vier Gründer des Gutscheindienstes donanda. Auf der Plattform stellen Schenkwillige einen Geschenkgutschein aus sämtlichen lokalen Kiez-Läden, Restaurants und Dienstleistern zusammen. Das Geburtstagskind zieht mit dem Gutschein los und verprasst den festgelegten Geldbetrag bei einem oder mehreren der aufgeführten Anbieter. Das sieht zum Beispiel so aus: Heiße Schokolade im Lieblingscafe, beim Trödelladen nebenan ein schickes Teeservice kaufen und zwei Straßen weiter den Saison-Bio-Tee – alles mit ein und demselben Gutschein. Die Händler buchen den Betrag jeweils telefonisch bei donanda ab.

Das virtuelle Schwarze Brett: Placeboard

In Schulen hängen sie aus, beim Bäcker und in Einkaufszentren: „Schwarze Bretter“. Placeboard verlagert das Prinzip ins Internet. Jeder kann auf der Plattform ein Brett für seinen Stadtteil oder sogar seine Straße anlegen und mit Angeboten, Gesuchen, Mitteilungen, Tauschgeschäften, Fragen, Ausschreibungen und Veranstaltungstipps füllen. Wer seinen „Katze entlaufen“-Notruf dennoch zusätzlich offline anbringen will, findet bei Placeboard einen Anzeigenkonfigurator, mit dem er einen Aushang erstellen kann – samt Abriss-Zettelchen und QR-Code.

Genüssliche Momente mit Miomente

Lokale „Genuss-Momente“ sind die Spezialität des Stuttgarter Startups miomente. Sabine Buers und Marcus Schießer veranstalten in Zusammenarbeit mit lokalen Anbietern (oft Gastronome) exklusive Events wie zum Beispiel Cocktail-Kurse, Wein-Wanderungen oder auch eine Oldtimer-Ausstellung inklusive Kochkurs („Kochlöffel meets Oldtimer“). Onlineaffine Genussmenschen buchen die Events über die Plattform und lernen ihre Stadt so ganz neu kennen – klar, dass man so auch auf Gleichgesinnte trifft. Bisher steht das Angebot Nutzern aus dem süddeutschen Raum zur Verfügung.

Ausleihservice: frents

Die lustige Verleih-Plattform frents bringt uns Deutschen die verloren gegangene Ausleihkultur zurück. Wer sich nach dem Umzug einen Bohrer ausleihen möchte oder vielleicht auch eine DVD oder die Nintendo Wii, sieht auf einer Karte die „nutzbaren Dinge einer Gesellschaft“, sprich: alles, was in der eigenen Umgebung ausgeliehen wird. Durch den gegenseitigen Verleih lassen sich Ressourcen perfekt ausschöpfen und interessante Kontakte können auch entstehen, wenn die freundliche junge Dame einem ihr Lieblingsbuch überreicht.

 

Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto: dierken / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

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13 Reaktionen
Christian
Christian

Gigalocal ist tot. Die versprechen seit Monaten zu starten, aber die Web-app funktioniert nicht. Irgendwie peinlich, erst eine fette Launch-Party zu versprechen, 50 Leute einzustellen und dann nichts zu machen.

Und um Nachbarschaftshilfe geht es wirklich nicht. Das ist ein Clon von zaarly und ist damit eher wie myhammer, bloß nicht auf Handwerkerdienstleistungen beschränkt. Man kann zum Beispiel auch so tolle Sachen machen, wie sich für 50 Euro einen Picknickkorb zusammenstellen lassen.

Vielleicht kommt es schon rüber, aber ich habe nicht viel über für gigalocal und für die HanseVentures-Geldverbrenn-Maschine. :)

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Yvonne Ortmann

@ Peter: Im Prinzip fehlen da noch einige Startups, der Artikel soll einfach ein paar unterschiedliche Ansätze aufzeigen und das "gegenseitig helfen" kommt z.B. auch bei spreet.it schon vor. Davon abgesehen ist Gigalocal für mich ein Grenzfall, da es meiner Meinung nach nicht so sehr um ein Kennenlernen der Nachbarschaft geht sondern um Dienstleistungen, mit denen man auch Geld verdienen kann.

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Peter
Peter

Gigalocal fehlt da irgendwie in der Aufzählung, was hats damit auf sich?

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tanjahandl
tanjahandl

@ chrisissorry: spreet.it ist wirklich spannend - aber in Ö hat sich's leider noch gar nicht rumgesprochen. Vielleicht ein Anlass, auch bei uns ein bisschen die Werbetrommel zu rühren. ;-)

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Mesch
Mesch

@John Doe und Jimmy:

Danke für das ehrliche Feedback. Wir arbeiten dran. Potential hat die Idee - eine zentrale Anlaufstelle für einen Ort/Gemeinde im Internet zu schaffen - aber allemal. Die Seite ist natürlich noch ausbaufähig, was Design, Funktionalität und Inhalt betrifft. Aber genau deshalb sind wir bereits online, um Nutzerfeedback so früh wie möglich in die Weiterentwicklung der Plattform miteinzubeziehen.

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chrisissorry
chrisissorry

Spreet.it finde ich richtig genial. Die Idee hat mehr Potential als new-in-town.

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Yvonne Ortmann

@ Jimmy: Stimmt, ist mir auch aufgefallen dass die Dienste designmäßig was hergeben. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass man das von deutschen Start-ups nicht gewöhnt ist - in Bezug auf sozial angehauchte Plattformen stimme ich dir aber voll zu.

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Jimmy
Jimmy

Was ich an der Übersicht besonders bemerkenswert finde:
Die Designs der genannten 6 Startups ist hübsch!! Ganz anders als man das hier in Deutschland gewohnt ist... ;-)

@Mesch
Tut mir leid, aber das Design sieht leider wirklich wie 1998 aus. Das fördert leider nicht das Vertrauen in euren Dienst.

@John Doe
Gute Technik, sprich was dahinter abläuft ist den vielen, meist unbedarften, Nutzern vollkommen egal. Dinge wie Datensicherheit, Verfügbarkeit etc. werden heute immer verlangt und ist kein Alleinstellungsmerkmal! Damit sich ein Dienst durchsetzt muss er sich hauptsächlich einfach/intuitiv bedienen lassen, schnell geladen sein und eben modern und sexy aussehen. Das sind m.E. mit unter die Hauptmerkmale warum ein Dienst verwendet wird, während ein anderer untergeht...

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John Doe
John Doe

@Mesch: Das sieht halt aus wie von 1998. Gute Technik setzt sich durch, den Rest macht das Design. Das wird also eher nichts.

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Christoph
Christoph

Ich empfehle dazu noch das Location Startup plazaa.de aus Köln von Alexander Kaiser (@poolie).

"Die besten Locations der Stadt, von Freunden empfohlen"
http://plazaa.de/

Es gibt auch bereits iPhone App von plazaa:

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John Doe
John Doe

Habe mir die Sachen mal angeschaut und finde eigentlich http://www.spreet.it am überzeugendsten. Klar, ist hier die Anwendung nicht auf ein konkretes Gebiet beschränkt, aber gerade diese Idee des Gemischtwarenladens finde ich spannend. Mit meinen Nachbarn kann ich so über verschiedenste Sachen sprechen, und kann damit viele der anderen use cases mit abdecken.

@Aminata, Er Gänzung: Finde es gerade gut, dass ich nicht meinen facebook-Account nutzen muss. Damit bleiben mehr Daten bei mir und ich bin nicht so gezielt individualisiert. Da stört es mich auch wenig, wenn ich mich noch bei einer weiteren Seite anmelden muss.

Schauen wir mal, wie es sich weiter entwickelt. Finde die Tendenz zur lokalen Kommunikation auf jeden Fall richtig und glaube fast, dass es zum nächsten großen Ding im Internet werden kann.

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Er gänzung
Er gänzung

Wie Aminata schon korrekt schreibt, liegt es an der Masse. Die Sites müssten inter-operabel sein um nicht dahinzusiechen wie die ebay-Konkurrenten.

Ich müsste über hitflip auch an tauschticket oder booklooker-Angebote drankommen und umgekehrt. Das klarste Beispiel sind die Ebay-Konkurrenten.
Ebenso müssten die Kleinanzeigen-Märkte und anderen Börsen für Verleih, Verschenken, Freizeit-Aktivitäten, Dienstleistungen,... zusammenarbeiten. Sich bei "zig" Portalen anzumelden ist nämlich nervig und damit siechen die Projekte meist vor sich hin, obwohl die Grundidee ganz nett ist. Auch will man sich nicht anmelden, nur weil man jemanden sucht, der einen halben Tag beim Herbst-Laub im Garten hilft. Denn Hacker lauern überall.

OpenID und eine Konglomerats-App wäre eine Idee für sowas. Durch WebIntents o.ä. beschreibt man seine Site und trägt sich in die App ein und kann dann dort per OpenID eine Kleinanzeige, Job-Anzeige auf allen Kleinanzeigenbörsen gleichzeitig schalten. Vielleicht organisieren sich die Sites dann und etablieren inter-Operabilität.

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