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Marketing

6 Tipps für noch besseres Content-Marketing

    6 Tipps für noch besseres Content-Marketing

Was Bruce Willis, Psy, BMW und die Band Grateful Dead gemeinsam haben? Gutes Content-Marketing. In seinem Text gibt Online-Marketing-Spezialist Björn Tantau sechs Tipps, wie man in diesem Bereich erfolgreich ist.

Content-Marketing: Wenn etwas zum Hype wird, wächst die Konkurrenz

Content-Marketing ist der Hype der Saison. Seit einigen Wochen macht ein dazu passendes neues Zitat die Runde: „Content ist nicht mehr King, Content ist Gott!“ Problem: Wenn etwas zum Hype wird, wächst die Konkurrenz. Andere Leute produzieren ebenfalls plötzlich viel mehr Inhalte und versuchen, auf den Zug aufzuspringen. Das gelingt nicht allen. Und im Internet ist auch noch reichlich Platz und es gibt genügend Nischen, damit sich jeder austoben kann. Doch besonders bei sehr populären Themen, die „hart umkämpft“ sind, ist der Druck ziemlich hoch und es nicht leicht, aus der Masse herauszustechen. Es ist allerdings auch nicht unmöglich. Doch was muss man für noch besseres Content-Marketing tun?

1. Hochwertigen Content gratis veröffentlichen

Die Band „The Grateful Dead“ – ein Beispiel für gutes Content-Marketing. (Foto: Rock Cousteau / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Versteht sich von selbst, oder? Nein, leider nicht. Es ist ganz sicher nicht das Problem, dass Inhalte gratis veröffentlicht werden. Schließlich gibt es mittlerweile ganz Heerscharen von Leuten, die sich überlegen, wie man Inhalte eben nicht mehr kostenlos unter das Volk bringen kann.

Zum Problem wird in der Tat das Wort „hochwertig“, denn nicht alle Inhalte sind von wirklich großartiger Qualität. Um aber aus der Masse hervorzustehen, muss man diese wirklich hochwertigen Inhalte, die qualitativ weit über der Norm liegen, leisten können. Wie das funktionieren kann, hat Lars Budde in seinem Artikel „Content-Marketing-Beispiele: So gelingt der Kampagnen-Erfolg“ gezeigt.

Der Wettbewerb ist schon hart und wieder immer härter. Wer es nicht schafft, besser als die Konkurrenz zu sein, wird auf Dauer keinen Erfolg haben. Ein Beispiel sind Musik-Bands wie „The Grateful Dead“. Die Band war 30 Jahre lang aktiv und erlaubte es ihren Fans, auf Konzerten Mitschnitte aufzunehmen. Voraussetzung war, dass die Fans diese Live-Mitschnitte nicht verkaufen. Durch das Hergeben des Contents, sprich der Musik, wuchs die Fanbase der Band immer weiter, was sie schließlich legendär machte – und entsprechend erfolgreich.

2. Eigene Marke entwickeln

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Die Bildung einer Marke wie etwa BMW ist wichtig für gutes Content-Marketing. (Screenshot: Facebook)

Große Marken bestimmen das Denken vieler Menschen, denn große Marken haben gegenüber unbekannten Mitbewerbern zunächst einen Vertrauensvorschuss. Es liegt in der Natur des Menschen, sich mit Dingen zu befassen, die andere Menschen auch schon als gut erachtet haben.

Doch auch große Marken haben mal klein angefangen. Automobilkonzerne wie Daimler, VW oder BMW waren nicht immer so groß wie heute. Und auch eBay, Google oder Facebook mussten zu dem wachsen, was sie heute sind. Die Bildung einer Marke ist also extrem wichtig – auch in Bezug auf Content-Marketing.

Wer aktiv Brand Building betreibt, bleibt bei den Menschen besser in Erinnerung. Helfen kann dabei zum Beispiel ein einprägsames Logo, das man zu allen selbst verfassten Publikationen hinzufügt. Ob nun in einer Infografik oder einem eBook – das Logo wird in den Köpfen der Nutzer hängenbleiben und mit der Zeit zu einem Symbol des Vertrauens reifen. So sorgt man dafür, dass künftige Inhalte einen „Vertrauensvorschuss“ haben. Folge: Diese Inhalte werden eher konsumiert als bei anderen, deren Quelle nicht so bekannt ist.

3. Immer wieder neue Inhalte produzieren

Noch ein „Stirb-langsam“-Teil? Muss das wirklich sein? (Foto: Gage Skidmore / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Viele Fragen sich, warum die Rolling Stones immer noch Musik machen oder warum Bruce Willis tatsächlich noch einen sechsten Film der Reihe „Stirb langsam“ angekündigt hat. Ein Grund für die Umtriebigkeit dieser Künstler mag Langeweile sein, aber prinzipiell zeigen diese beiden Beispiele, dass man immer am Ball bleiben muss, wenn man nicht aus dem Fokus verschwinden will.

Für Content im Internet heißt das: Es muss ständig Nachschub geben. Und die Crux: Dieser Nachschub muss auch immer wieder hochwertig sein. Das ständige Produzieren von Content allein reicht nicht. Nur wer es schafft, dass seine Inhalte entweder besser oder zumindest gleichbleibend attraktiv sind, wird weiterhin aus der Masse hervorstechen können.

Rein organisatorisch lässt sich das mit einem Redaktionskalender lösen. Wenn man sich hier vorab Gedanken macht und interessante Themen identifiziert, ist man zumindest die Sorge los, immer wieder auf neue Ideen kommen zu müssen – schließlich hat man sie schon. Wenn die Themenauswahl an sich steht, kann es an die Umsetzung gehen. Und hier ist es möglich, dass man auch schon Vorarbeit leistet um dann, zum Beispiel zu bestimmten Ereignissen wie Fußball-WM oder Olympiade, seinen hochwertigen Content aus der Schublade ziehen zu können.

4. Fans und Follower bevorzugt behandeln

Soziale Netzwerke sind Segen und Fluch zugleich. Auf der einen Seite bieten Facebook, Google+, Twitter und Co. ein sehr großes Potenzial in Sachen Reichweite – und auch für Markenbildung ist Social Media Gold wert. Auf der anderen Seite erzeugen auch Soziale Netzwerke das Problem der Reizüberflutung.

Bei durchschnittlich 130 Freunden und 40 verfolgten Facebook-Seiten taucht ohnehin nicht alles im persönlichen Newsfeed auf – das ist Facebook bekannt. Grundsätzlich geht es darum, in seinen sozialen Kanälen so viel Interaktion wie möglich zu provozieren. Und hier spielen exklusive Inhalte eine große Rolle.

So sollte man auf jeden Fall darüber nachdenken, dass man seinen Fans auf Facebook oder seinen Followern auf Google+ ein bisschen mehr bietet. Immerhin haben sich diesen Menschen mit dem eigenen Profil verbunden und sollten allein deswegen schon eine Sonderstellung haben. Wer also den Aufwand nicht scheut und seine treuen Anhänger auf Facebook und Co. mit Inhalten versorgt, die es nur dort und anderswo nicht gibt, der setzt ein klares Zeichen gegenüber der Konkurrenz und verbessert s seine Chancen, stärker wahrgenommen zu werden als andere.

5. Global denken

Psy hat den Erfolg seines Songs vor allem der Internationalisierung zu verdanken. (Foto: Eva Rinaldi Celebrity and Live Music Photographer / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Hochwertiger Content für den heimischen Markt ist gut, deckt aber natürlich nur einen Teil der potenziellen Reichweite ab. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, seine Inhalte zu internationalisieren. Was die User bei uns interessiert, kann auch für Personen in England oder den USA interessant sein.

Der Content muss nur entsprechend angepasst werden. Für bestimmte Formate wie zum Beispiel Infografiken klappt das sehr gut, wie das Beispiel von Martin Mißfeldt zur Funktionsweise von Google Glass kürzlich eindrucksvoll bewiesen hat. Übersetzung und Anpassung von Content ist natürlich aufwendig, kann sich aber auszahlen, wenn die Inhalte auch auf anderen Märkten zünden und sich auch dort eine Marke aufbauen lässt.

Und wer glaubt, dass das nicht funktioniert, der erinnere sich bitte an den Koreaner Psy, der mit seinem „Gangnam Style“ einen Welthit landen konnte. Was viele nicht wissen: Der Song war schon die 18. Single von Psy – und mit 1,7 Milliarden Aufrufen auf YouTube hat er einen neuen Rekord aufgestellt. Genau das macht erst die Internationalisierung seines Songs möglich.

6. Auf neue Formate setzen

Viele Webseiten werden mit der Zeit träge. Das passiert vor allem dann, wenn die Geschäfte gut laufen. Gibt es keine nennenswerten Einschnitte oder Rückgänge beim Traffic, sehen viele Verantwortliche nicht die Notwendigkeit, neue Dinge auszuprobieren. Dieses Versäumnis kann allerdings fatale Folgen haben und im Endeffekt dazu führen, dass es früher oder später doch abrupt dem Ende entgegen geht.

Beispiele dafür gibt es viele – Opel ist eines davon. Der Autobauer hat es in den vergangenen Jahren nicht rechtzeitig geschafft, sich neu zu erfinden und zu lange auf bewährte Mittel gesetzt. Folge: Der Konzern steht in regelmäßigen Abständen in den negativen Schlagzeilen, weil es kein Wachstum gibt oder weil Werke geschlossen und Beschäftigte entlassen werden müssen.

Wer also mit seinem Content aus der Masse hervorstechen will, muss ich auch nach Formaten umschauen, die sich von herkömmlichen Artikeln unterscheiden. Zur Auswahl stehen viele: E-Books wurde in diesem Artikel schon weiter oben erwähnt, ein Newsletter ist ebenfalls denkbar. Gleiches gilt für Infografiken, Charts, Cartoons, Studien, Umfragen, Podcasts, Präsentationen, Videos oder auch Google+-Hangouts-on-Air.

Über den Autor

bjoern tantauBjörn Tantau arbeitet als Senior Manager Inbound-Marketing bei der Testroom GmbH  in Hamburg und ist seit Ende der 1990er Jahre im Online-Marketing aktiv. Er ist Spezialist für Suchmaschinenoptimierung, Social-Media-Marketing, Linkaufbau und Content-Marketing , bloggt auf seiner Website über aktuelle Themen aus diesen und anderen Bereichen, hat ein Buch über Google+ geschrieben  und ist als Speaker auf Konferenzen, Messen und Branchenevents  aktiv.

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2 Reaktionen
brittabehrens
brittabehrens

Schöner Artikel und super Tipps, wobei ich finde, dass in Punkt 6 Opel wieder beweist, dass es miitlerweile verstanden hat. Die Online-Kampagnen rund um "Adam" sind bestes Content-Marketing.

Antworten

Günter Heini
Günter Heini

Sehr guter Artikel mit wirklich guten Tipps! Das Beste dabei: sie können direkt umgesetzt werden. Der Content ist auf jeden Fall mehrwertig!

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