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6Wunderkinder bringen Wunderlist 2 heraus – Wunderkit wird eingestellt

6Wunderkinder bringen Wunderlist 2 heraus – Wunderkit wird eingestellt

Die sechs Wunderkinder stellen ihre Kollaborations-Plattform ein und konzentrieren sich ab sofort ganz auf das ursprüngliche Projekt . Im Laufe des Jahres soll Wunderlist 2 herauskommen – mit dem Besten aus beiden Produkten.

6Wunderkinder bringen Wunderlist 2 heraus – Wunderkit wird eingestellt

Wunderkit konnte an den Erfolg von Wunderlist nicht anknüpfen

Vor zwei Monaten veröffentlichten die Berliner Wunderkinder eine Erfolgsmeldung: „Last month, Wunderlist reached over 100 million tasks created and performed its 1 billionth sync – insert a happy dance here.“ Leider lief es für das im Februar veröffentlichte Produkt Wunderkit nicht so gut wie für die kostenlose Todo-Liste, die eigentlich nur der „Appetizer“ für Wunderkit sein sollte. In den vergangenen sechs Monaten nutzten rund 400.000 User Wunderkit, was die Erwartungen der Gründer und ihrer Investoren nicht erfüllte.

Wunderkit gibt es nicht mehr - dafür soll für die beliebte Todo-Liste Wunderlist noch in diesem Jahr die neue und komplett überarbeitete Version Wunderlist 2 erscheinen.

Hinzu kam, dass es von Nutzern immer wieder Beschwerden über Bugs und andere Schwierigkeiten gab. Auf ihrem Blog geben sich die 6 Wunderkinder selbstkritisch: „Natürlich war das Konzept viel komplexer als bei Wunderlist, aber es fehlte einfach das, wofür wir bekannt sind: Einfachheit und Freude bei der Anwendung.“ Monatelang habe das Team deshalb Design und Anwendung überarbeitet, war aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden und veröffentlichte die Neuerungen deshalb gar nicht erst.

Dass die Berliner Wunderkit nun beendet haben und sich ganz auf Wunderlist konzentrieren, dürfte viele überraschen. Letztlich ist die Entscheidung aber konsequent – und mutig. Auch wenn man anfragen darf, ob die Zeit seit der Veröffentlichung Anfang des Jahres ausreichend war für einen endgültigen Proof of concept. Nun soll die beliebte Wunderlist weiterentwickelt und mit verschiedenen neuen Funktionen angereichert werden, um die Bedürfnisse der User als Wunderlist 2 noch besser zu erfüllen und das Beste aus beiden Anwendungen zu vereinen. Dafür suchen die Berliner noch nach Beta-Testern.

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6 Antworten
  1. von agentur am 07.09.2012 (00:48 Uhr)

    So viel Geld für nichts. Das tut doch einfach nur weh.

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  2. von Ich am 07.09.2012 (08:08 Uhr)

    Ich habe weder bei Wunderlist und erst recht nicht bei Wunderkit verstanden was der Unterschied zu der Konkurrenz ausmacht.... und warum T3N ständig euphorisch darüber berichtet.... Freundschaftsdienste? 400.000 User in 6 Monaten finde ich übrigens nicht schlecht wenn ein paar von denen auch bezahlen, oder? Aber ich hab mich auch mal angemeldet um mitreden zu können... so wie 399.000 andere, aber eine Statistik wieviele regelmässige Benutzer es gab wird es wohl nicht geben...

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  3. von Andreas am 07.09.2012 (11:17 Uhr)

    Wundert das irgendjemanden? Arbeiten konnte man mit diesem Tool ja nicht wirklich. Die Jungs hätten mal etwas weniger Zeit in das schöne Büro und ins Netzwerken stecken sollen. Ich war von Anfang an dabei, habe mein Team komplett in das System gesteckt. Plötzlich ging es nur noch Bergab, es wurden Aufgaben verschluckt, Mails / Benachrichtigungen kamen eigentlich gar nicht mehr oder nach Tagen alle mit einmal und im Idealfall hat der Login auch nicht mehr Funktioniert.

    Der Support hat reagiert wenn er Lust hatte und eine Hilfe war er nie. Eine Tool mit viel Potential das einfach ordentlich in den Abgrund getrieben wurde. Ich war zum Anfang sogar bereit, dafür zu bezahlen. Wäre vielleicht auch die Rettung gewesen. Weniger Leute, weniger Traffic und dadurch eine bessere Verfügbarkeit...

    Good Bye Wunderkit
    Good Bye Wunderkinder...

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  4. von Sascha am 07.09.2012 (13:09 Uhr)

    wundert mich nicht.... mich wundert eigentlich nur wieviel Geld für solche Ideen investiert und verbrannt wird

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  5. von Peer am 07.09.2012 (21:49 Uhr)

    "If your horse is dead, get off."

    Warum die Häme? Woher die Schadenfreude? Verstehe ich nicht wirklich. Da haben Leute eine Idee gehabt, Geld dafür gesammelt, sie umgesetzt – und gemerkt, das es das nicht ist.
    Und genau das ist der spannende Punkt: Was tun wenn's brennt? Weitermachen, bis Geld und Energie aus sind? Sich ärgern, dass die gemeine Welt die Genialität des eigenen Produkts nicht zu erkennen vermag? Alles schon erlebt.
    Da ist es doch geradezu erfrischend, wenn jemand mit der Erkenntnis leben und zwar schweren Herzens, aber doch mit einem anderen Thema weitermacht.
    Ich werde mein Wunderlist weiter nutzen. Und freue mich, wenn es hier und da ein wenig mehr lernt und damit noch besser wird.
    Und was das viele "verbrannte" Geld angeht – das ist doch nur ein Thema zwischen den Wunderkindern und Ihren Investoren...

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  6. von huettenzauber am 09.09.2012 (12:24 Uhr)

    totale selbstüberschätzung als marketingkonzept

    den laden wird es wohl nicht mehr lange geben

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