6Wunderkinder bringen Wunderlist 2 heraus – Wunderkit wird eingestellt

6Wunderkinder bringen Wunderlist 2 heraus – Wunderkit wird eingestellt
Die sechs Wunderkinder stellen ihre Kollaborations-Plattform Wunderkit ein und konzentrieren sich ab sofort ganz auf das ursprüngliche Projekt Wunderlist. Im Laufe des Jahres soll Wunderlist 2 herauskommen – mit dem Besten aus beiden Produkten.

Wunderkit konnte an den Erfolg von Wunderlist nicht anknüpfen

Vor zwei Monaten veröffentlichten die Berliner Wunderkinder eine Erfolgsmeldung: „Last month, reached over 100 million tasks created and performed its 1 billionth sync – insert a happy dance here.“ Leider lief es für das im Februar veröffentlichte Produkt nicht so gut wie für die kostenlose Todo-Liste, die eigentlich nur der „Appetizer“ für Wunderkit sein sollte. In den vergangenen sechs Monaten nutzten rund 400.000 User Wunderkit, was die Erwartungen der Gründer und ihrer Investoren nicht erfüllte.

Bildschirmfoto 2012 09 06 um 11.28.46
Wunderkit gibt es nicht mehr - dafür soll für die beliebte Todo-Liste Wunderlist noch in diesem Jahr die neue und komplett überarbeitete Version Wunderlist 2 erscheinen.

Hinzu kam, dass es von Nutzern immer wieder Beschwerden über Bugs und andere Schwierigkeiten gab. Auf ihrem Blog geben sich die 6 Wunderkinder selbstkritisch: „Natürlich war das Konzept viel komplexer als bei Wunderlist, aber es fehlte einfach das, wofür wir bekannt sind: Einfachheit und Freude bei der Anwendung.“ Monatelang habe das Team deshalb Design und Anwendung überarbeitet, war aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden und veröffentlichte die Neuerungen deshalb gar nicht erst.

Dass die Berliner Wunderkit nun beendet haben und sich ganz auf Wunderlist konzentrieren, dürfte viele überraschen. Letztlich ist die Entscheidung aber konsequent – und mutig. Auch wenn man anfragen darf, ob die Zeit seit der Veröffentlichung Anfang des Jahres ausreichend war für einen endgültigen Proof of concept. Nun soll die beliebte Wunderlist weiterentwickelt und mit verschiedenen neuen Funktionen angereichert werden, um die Bedürfnisse der User als Wunderlist 2 noch besser zu erfüllen und das Beste aus beiden Anwendungen zu vereinen. Dafür suchen die Berliner noch nach Beta-Testern.

Weiterführende Links

Weitere Artikel zu Wunderlist, Wunderkit und 6Wunderkinder

Empfehlen

bewerten
VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 3.3/5 (8 Bewertungen)
Das interessiert dich bestimmt auch
Wunderlist Pro ist erschienen
Wunderlist Pro ist erschienen
In zwei Blogposts hat das Berliner Startup 6Wunderkinder kürzlich verraten, was die Nutzer von „Wunderlist Pro“ zu...
Wunderlist 2 soll vor Weihnachten kommen – das ist neu
Wunderlist 2 soll vor Weihnachten kommen – das ist neu
Spätestens an Weihnachten wollen die 6Wunderkinder die zweite Version ihrer Todo-Liste Wunderlist herausbringen.
Wunderlist 2 ist da
Wunderlist 2 ist da
Das Berliner Startup 6Wunderkinder hat die neueste Version der To-Do-App Wunderlist veröffentlicht.
28 Antworten
  1. von Thorsten Ising via facebook 06.09.2012 (21:00Uhr) 1.

    Richtig.

  2. von Sven Bepunkt via facebook 06.09.2012 (21:09Uhr) 2.

    Wunderkit war ja eine richtige Totgeburt. Aber Hauptsache ordentlich Investorenkapital abgestaubt.

  3. von Roman Allenstein via facebook 06.09.2012 (21:09Uhr) 3.

    Wunderkit war total verbuggt - eigentlich traurig, denn wir wollten das als Quasi-Small-Business-Lösung einsetzen.

  4. von Björn Biege via facebook 06.09.2012 (21:10Uhr) 4.

    Korrekte Entscheidung. Ein Produkt mit dem man selber nicht zufrieden ist kann man nicht mit voller Begeisterung weiter entwicklen und vermarkten. Und die Begeisterung für das eigene Produkt ist das aller wichtigste finde ich.

  5. von Konrad Wagner via facebook 06.09.2012 (21:24Uhr) 5.

    "Wir machen eine App die es schon hundert mal gibt + Apple Design + Social. Wird der Knaller!" Schadenfreude. Wunderlist ist noch weniger innovativ als Wunderkit und die Leute werden nicht mehr Geld dafür ausgeben als bisher.

  6. von Marc Marius Mueller via facebook 06.09.2012 (21:28Uhr) 6.

    Bleibt zu hoffen, dass Wunderlist damit nun endlich Funktionen wie sich wiederholende Aufgaben bekommt. Sonst schwenke ich - trotz schmerzhaft langer Wartezeit - wieder zurück auf Things, das in Version 2 nun endlich Cloud-Sync bietet.

  7. von Tobias Brehm via facebook 06.09.2012 (21:35Uhr) 7.

    Welches Geschäftsmodell wohl hinter einer reinen Wunderlist stehen soll?

  8. von Bianca Gade via facebook 06.09.2012 (21:44Uhr) 8.

    Naja, Investorengelder abgestaubt... das sehe ich anders: Investoren haben auch ein Interesse daran, dass das Produkt schnell an den Markt geht. Das muss man als Start-up schlucken, selbst, wenn das Produkt noch nicht wirklich fertig ist. Ich hoffe für die Wunderkinder, dass sie sich diesmal die Zeit haben nehmen können, um wirklich etwas Gutes zu machen.

  9. von Axel Wüstemann via facebook 06.09.2012 (21:58Uhr) 9.

    Ich war sehr erstaunt, als das Wunderkit endlich erschien. Ich konnte mit dem Konzept überhaupt nichts anfangen. Projektmanagement, das von der Arbeit abhält? Und nun Wunderlist aufbohren? Natürlich wünschte man sich die eine oder andere Verbesserung, z.B. dass man die Aufgaben auf Knopfdruck nach Datum sortieren kann. Aber der Charme von WL besteht doch gerade darin, dass es genau nur das eine tut, nämlich Aufgaben verwalten. Wenn nun heimlich daraus ein Wunderkit wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass das von den Nutzern honoriert wird. Aber klar, nun da es das WK nicht mehr gibt, wird es eine kostenpflichtige Premiumversion geben müssen, denn das Geld muss ja wieder rein kommen.Viel Erfolg!

  10. von Björn Aicher via facebook 06.09.2012 (22:00Uhr) 10.

    Das erfolgreichste an den Wunderkindern war der Hype, der war 1A mit Sternchen. Sollten sich mal mehr auf Vermarktung als auf Programmieren konzentrieren.

  11. von Markus Thomas via facebook 06.09.2012 (22:15Uhr) 11.

    @Björn, Du meinst wohl eher "auf das Programmieren als auf die Vermarktung" oder?

  12. von Daniel Van de Barrikade via facebook 07.09.2012 (00:07Uhr) 12.

    Oder seine Aussage war, dass die sich lieber ein anderes Themengebiet suchen sollten ;)

  13. von Andreas Mallek via facebook 07.09.2012 (00:09Uhr) 13.

    6Wunderkinder: Tools, die jeder halbwegs begabte iOS-Programmierer in 2-3 Wochen programmieren kann und die Welt nicht braucht ..

  14. von agentur 07.09.2012 (00:48Uhr) 14.

    So viel Geld für nichts. Das tut doch einfach nur weh.

  15. von Richard Heigl via facebook 07.09.2012 (02:14Uhr) 15.

    Wieso macht ihr von T3N eigentlich diesen Hype so unkritisch mit? Ihr arbeitet ja wie deren Pressestelle. Dabei handelt es sich um ein mit Kapital aufgepumptes Spekulationsprojekt. Um eine Boygroup, die irgendwann mal verzockt wird. Ich frage mich langsam, wo die T3N inhaltlich gerade hinzieht. Wenn das langsam auch ein PR-Blättchen wird, wäre das sehr schade.

  16. von Richard Heigl via facebook 07.09.2012 (02:35Uhr) 16.

    Korrigiere mich: Euer Kollege petereit hat im letzten November immerhin mal einen verhaltenen Zweifel geäußert, sich aber gleich für seine eigene Meinung entschuldigt :-(

  17. von Insch Zu Todschick via facebook 07.09.2012 (02:57Uhr) 17.

    wieso hab ich das programmieren eigentlich an den nagel gehängt? die "entwicklung" einer, nach meinem verständnis, so rudimentäre software scheint ja auszureichen um sich für ne weile zu ernähren. hmm... wie wärs denn mit einer auktionsplatform, schonmal jemand was davon gehört? - ich tanze durch durch die nacht in ausgelatschten schuhen...irgendwie kunstvoll es damit soweit zu bringen.

  18. von Ich 07.09.2012 (08:08Uhr) 18.

    Ich habe weder bei Wunderlist und erst recht nicht bei Wunderkit verstanden was der Unterschied zu der Konkurrenz ausmacht.... und warum T3N ständig euphorisch darüber berichtet.... Freundschaftsdienste? 400.000 User in 6 Monaten finde ich übrigens nicht schlecht wenn ein paar von denen auch bezahlen, oder? Aber ich hab mich auch mal angemeldet um mitreden zu können... so wie 399.000 andere, aber eine Statistik wieviele regelmässige Benutzer es gab wird es wohl nicht geben...

  19. von Marc Besten via facebook 07.09.2012 (08:46Uhr) 19.

    Wunderlist war damals so cool wie teure Apps wie Thing (40 USD!) im Vergleich dazu nicht viel mehr Funktionen hatten und Wunderlist einfach zu bedienen war. Eben ne tolle kostenlose App wie z.B. auch "The Unarchiver" uvm. die gute Software kostenfrei anbieten. UND VOR ALLEM: eine symphatische Truppe die gutes Marketing/Öffentlichkeitsarbeit macht und einen genialen Blog betreibt. Ich erinnere nur an die ersten Artikel wie ( http://www.6wunderkinder.com/blog/the-6-wunderkinder-a-childhoods-dream-comes-true ) - man sieht sie haben Spaß an der Sache.Der Markt der TODO-List Apps ist umkämpft, auch seitdem sich Apple das Feature/die App integriert hat. (dito Growl). Aber hier das richtige Geschäftsmodell zu finden ist schwierig, siehe Evernote/Things. Things hat im AppStore fatale Kritiken für die v2 erhalten. Evernote ist Platzhirsch. Wunderlist ist der kleine Rebell für viele.Bleibt zu hoffen das die Wunderlist v2 keine Kaufversion wird. Was ich aber ebenfalls vermute, ausser sie haben noch die "WUNDERWAFFE" in der Schublade!

  20. von Fer To via facebook 07.09.2012 (08:55Uhr) 20.

    Es war ein Versuch wert durch den Erfolg von Wunderlist auch ein Kollaborations-Tool zu realisieren in der Hoffnung, dass durch den hohen Bekanntheitsgrad von Wunderlist sich auch Wunderkit verbreitet. Anscheinend hat das nicht geklappt! Ich finde es gut, dass man sich wieder auf das eigentliche Produkt konzentriert und verbessert! Seit längerem hat man keine wirkliche Neuerung von der Wunderlist gesehen... und es hat nichts mit reiner "Entwicklung" zu tun, dass manche, so simpel die Idee aussehen mag, erfolgreich sind. Vielmehr hat es aus der Kombination von Design, Nachfrage, Markteintritt, Marketing, Development zu tun. Lustig, was manche ihrem Ego zu trauen ...

  21. von David Gam P via facebook 07.09.2012 (09:59Uhr) 21.

    den hype hatte ich schon wieder ganz vergessen

  22. von Andreas Dittberner via facebook 07.09.2012 (11:14Uhr) 22.

    Wundert das irgendjemanden? Arbeiten konnte man mit diesem Tool ja nicht wirklich. Die Jungs hätten mal etwas weniger Zeit in das schöne Büro und ins Netzwerken stecken sollen. Ich war von Anfang an dabei, habe mein Team komplett in das System gesteckt. Plötzlich ging es nur noch Bergab, es wurden Aufgaben verschluckt, Mails / Benachrichtigungen kamen eigentlich gar nicht mehr oder nach Tagen alle mit einmal und im Idealfall hat der Login auch nicht mehr Funktioniert. Der Support hat reagiert wenn er Lust hatte und eine Hilfe war er nie. Eine Tool mit viel Potential das einfach ordentlich in den Abgrund getrieben wurde. Ich war zum Anfang sogar bereit, dafür zu bezahlen. Wäre vielleicht auch die Rettung gewesen. Weniger Leute, weniger Traffic und dadurch eine bessere Verfügbarkeit...Good Bye Wunderkit
    Good Bye Wunderkinder...

  23. von Andreas 07.09.2012 (11:17Uhr) 23.

    Wundert das irgendjemanden? Arbeiten konnte man mit diesem Tool ja nicht wirklich. Die Jungs hätten mal etwas weniger Zeit in das schöne Büro und ins Netzwerken stecken sollen. Ich war von Anfang an dabei, habe mein Team komplett in das System gesteckt. Plötzlich ging es nur noch Bergab, es wurden Aufgaben verschluckt, Mails / Benachrichtigungen kamen eigentlich gar nicht mehr oder nach Tagen alle mit einmal und im Idealfall hat der Login auch nicht mehr Funktioniert.

    Der Support hat reagiert wenn er Lust hatte und eine Hilfe war er nie. Eine Tool mit viel Potential das einfach ordentlich in den Abgrund getrieben wurde. Ich war zum Anfang sogar bereit, dafür zu bezahlen. Wäre vielleicht auch die Rettung gewesen. Weniger Leute, weniger Traffic und dadurch eine bessere Verfügbarkeit...

    Good Bye Wunderkit
    Good Bye Wunderkinder...

  24. von Sascha 07.09.2012 (13:09Uhr) 24.

    wundert mich nicht.... mich wundert eigentlich nur wieviel Geld für solche Ideen investiert und verbrannt wird

  25. von Peer 07.09.2012 (21:49Uhr) 25.

    "If your horse is dead, get off."

    Warum die Häme? Woher die Schadenfreude? Verstehe ich nicht wirklich. Da haben Leute eine Idee gehabt, Geld dafür gesammelt, sie umgesetzt – und gemerkt, das es das nicht ist.
    Und genau das ist der spannende Punkt: Was tun wenn's brennt? Weitermachen, bis Geld und Energie aus sind? Sich ärgern, dass die gemeine Welt die Genialität des eigenen Produkts nicht zu erkennen vermag? Alles schon erlebt.
    Da ist es doch geradezu erfrischend, wenn jemand mit der Erkenntnis leben und zwar schweren Herzens, aber doch mit einem anderen Thema weitermacht.
    Ich werde mein Wunderlist weiter nutzen. Und freue mich, wenn es hier und da ein wenig mehr lernt und damit noch besser wird.
    Und was das viele "verbrannte" Geld angeht – das ist doch nur ein Thema zwischen den Wunderkindern und Ihren Investoren...

  26. von huettenzauber 09.09.2012 (12:24Uhr) 26.

    totale selbstüberschätzung als marketingkonzept

    den laden wird es wohl nicht mehr lange geben

  27. von Wunderlist 2 soll vor Weihnachten kommen… 06.12.2012 (20:00Uhr) 27.

    [...] bzw. fünfeinhalb Millionen Downloads (im September). Das zweite und kostenpflichtige Produkt Wunderkit hingegen begeisterte nur 400.000 User, was die Erwartungen der Gründer und Investoren nicht erfüllte. Leicht haben wird es Wunderlist 2 [...]

  28. von Wunderlist 2 ist da » t3n - Das Magazin… 18.12.2012 (21:43Uhr) 28.

    [...] Nachfolger ihrer beliebten ToDo-App Wunderlist angekündigt, als sie ihr Projektmanagement-Tool „Wunderkit“ zu Grabe getragen haben. Am heutigen Dienstag ist Wunderlist 2 nun freigegeben worden. Das Tool steht ab sofort für iOS, [...]

Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 32 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen