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6Wunderkinder erhalten 4,2 Millionen Dollar Finanzspritze von Skype-Gründer

Die Erfolgsgeschichte der aus Berlin geht weiter. Wie das soeben mitteilt, konnten sie heute eine Investition in einer Gesamtgrößenordnung von 4,2 Millionen Dollar unter Dach und Fach bringen. Der Investor ist kein Geringerer als der Skype-Mitgründer Niklas Zennström mit seiner Investment-Firma Atomico.

6Wunderkinder erhalten 4,2 Millionen Dollar Finanzspritze von Skype-Gründer

6Wunderkinder: In guter Gesellschaft mit Rovio und Last.FM

Niklas Zennström, Mitgründer von , wurde zuerst durch den Tauschdienst Kazaa bekannt, den er gemeinsam mit Janus Friis entwickelte. Aus der Asche Kazaas, dem Peer-To-Peer-Protokoll, schuf Zennström dann Skype. Seit 2006 investiert er mit seiner eigens dafür geschaffenen Firma Atomico in Unternehmen, von denen er disruptive Markterfolge erwartet.

Im Portfolio von Atomico befinden sich der Angry-Birds-Macher Rovio, sowie Last.FM, das Onlineempfehlungsradio, und Jolicloud, die sich an einem Wettbewerber zum Chromebook versuchen. Atomico hat keinen klaren Themenfokus, sondern versucht, die vielversprechendsten Ansätze in allen Bereichen digitaler Produkte zu finden.

6Wunderkinder erhalten finanziellen Raketenantrieb von Atomico... (Quelle: 6Wunderkinder)

Die Investition in die 6Wunderkinder ist offenbar von großen Erwartungen in das Potenzial des kommenden Produkts Wunderkit getragen und soll vor allem die Entwicklung dieses Produkts beschleunigen. Es ist die erste Investition Atomicos in ein deutsches Startup.

4,2 Millionen Dollar: Eine Menge Geld für eine nicht so revolutionäre Idee

Achtung, Meinung! Ich freue mich für die 6Wunderkinder, wie ich mich für jedes engagierte Startup freue, dem es gelingt an Kapital zu gelangen. Insofern: Glückwunsch!

Wenn ich mir die Idee anschaue, sowie das bisherige Produkt Wunderlist betrachte, kann ich indes nicht nachvollziehen, was Atomico sich von der Investition versprechen könnte. Womöglich und ehrlich gesagt hoffe ich das, gibt es ein bislang geheimes Knüllerfeatureset, das jeden Kritiker vor Begeisterung barfuß durchs Feuer laufen lassen wird.

Das bisher veröffentliche Featureset ist zwar angenehm, aber weder disruptiv noch über die Maßen innovativ. Die Produkte der 6Wunderkinder sind vor allem eines: Hübsch.

Schaut man an der Optik vorbei auf die Funktionen, findet man leicht Alternativen, die zwar dem Auge weniger schmeicheln, dabei aber mindestens nicht weniger Funktionalität bieten. Beispielhaft seien Remember The Milk, Producteev oder ToodleDo genannt. Es gibt Dutzende weiterer Alternativen.

Transferieren die 6Wunderkinder das Prinzip von Germany´s Next Topmodel in die Welt der IT? Schöne Hülle, wenig Inhalt? Spätestens wenn Heidi Klum in die Berliner investiert, wissen wir´s genau...

Wie seht ihr das? Eyecandy ohne Inhalt oder das verkannteste Produkt aller Zeiten?

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21 Antworten
  1. von A.Wachert am 16.11.2011 (12:55Uhr)

    6Wunderkinder ist das deutsche Apple Gegenstück im Bereich Softwarinies (niedliche Software). Nehmen was es gibt, hybsch einpacken und dann dann auf die richtige Art und Weise verkaufen (auch bevor es das Produkt bereits gibt). Könnte durchaus klappen ;) Klappte mit dem iPhone ja auch :P (Der Beitrag ist eher optimistisch als pessimistischer Natur, nicht falsch verstehen :P)

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  2. von Alexander Gräsel am 16.11.2011 (13:27Uhr)

    Hmmmm....wenn ich mir die HP von denen so ansehen ("Apple Style", "überall Mac Books", nur Englisch, etc.) frage ich, was machen die überhaupt? Gibt es einen Businessplan? Wie verdienen die ihr Geld, bei einer einzigen kostenlosen App?! Und wer fällt noch auf den Trick "tolles Aussehen, aber wenig Funktion" noch rein?

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  3. von Knobibrot am 16.11.2011 (13:35Uhr)

    Hallo?? ist doch vollkommen klar was die da machen:
    Die analysieren die Tasks die man anlegt und bauen daraus Nutzerprofile, die sie wieder an Werbetreibende-Firmen weiter verkaufen bzw um personalisierte Werbung zu schalten.
    Und genau das, ist das "HAMMER" Feature was jeden "Investeor" vor Begeisterung barfuß durchs Feuer laufen lässt.

    Und was das Design angeht: 1:1 Apple Clone!

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  4. von Gabriel am 16.11.2011 (13:43Uhr)

    Dass die Investoren nicht in das (kostenlose) Wunderlist investieren, sondern auf den potenziellen Erfolg des kommenden (kostenpflichtigen) Wunderkit spekulieren, dürfte klar sein. Wunderlist ist sicher gut geeignet, um eine aktive Nutzerschaar aufzubauen, einige Funktionen schon im Vorfeld zu testen und Abläufe im Unternehmen zu etablieren. Ob die Schnittmenge der Zielgruppen beider Produkte (Wunderlist und Wunderkit) groß genug ist, oder ob die Gründer da etwas zu optimistisch geplant haben, wird die Zukunft zeigen.

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  5. von Sven am 16.11.2011 (13:54Uhr)

    Man Dieter, du weisst schon das ´ != ' ist, oder? Ansonsten Wayne!

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  6. von Marko Ilic am 16.11.2011 (14:01Uhr)

    Gerade die Aufregung um Wunderlist verstehe ich überhaupt nicht. Ich lasse mich ja auch gerne auf hübsche UIs ein und habe schon mehrmals versucht von Remember The Milk zu Wunderlist zu wechseln, einfach weil es besser aussieht. Ich war sogar bereit, dafür 1-2 Klicks mehr zu machen, von der Usability her ist RTM meiner Meinung nach für Poweruser eh kaum zu toppen. Aber bei Wunderlist fehlen einfach Features, ohne die man nicht ernsthaft Taskmanagment betreiben kann. Allein das Fehlen von wiederholenden Tasks sind für mich ein absolutes K.O.-Kriterium.

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  7. von severin am 16.11.2011 (14:26Uhr)

    ...ich sage nur: wunderkit

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  8. von Tom am 16.11.2011 (14:37Uhr)

    Schöne Hülle, wenig Inhalt” – und immer viel PR, das trifft es genau!

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  9. von lorenzo am 16.11.2011 (14:42Uhr)

    Also ich habe viele To-do apps ausprobiert und keines ist so gut wie wunderlist. Funktioniert im Browser. Es gibt eine App für den Desktop und für jedes mobile endgerät eine Anwedung.

    Alle todos werden synchronisiert, können in listen organisiert und zeitlich terminiert werden.
    Das alles in einem wirklich sehr gelungenen UI.

    Also? Wer bietet mehr? Und davon abgesehen ist Design ein sehr WICHTIGES Feature. Denn nur dank gutem Design ist es möglich einfach, schnell und unkompliziert die APP zu nutzen und das ist in meinen Augen ein Riesen VORTEIL.

    In diesem Sinne, die 6wunderkinder machen das schon ganz richtig.

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  10. von oliverwand am 16.11.2011 (14:49Uhr)

    Die Erwartungshaltung durch den bisherigen Hype (und die bisherigen Investments) war eh schon hoch. Mit dieser Meldung wurde dies nun dermaßen gesteigert, dass sie eigentlich nur noch verlieren können.

    Warten wir mal die wirklichen Features ab, wenn man sich aber die bisher veröffentlichten Designs ansieht ist das nichts anderes als Wunderlist + Yammer / Twitter + Basecamp + Highrise, was dann die gestartete Anti-Copycat-Initiative völlig ad absurdum führen würde...

    Invites wurden bereits mehrfach versprochen und bis heute nicht rausgegeben, da hat das Marketing bisher auch nicht unbedingt immer die absolute Glanzleistung hingelegt...

    Schaunmermal, ob die StartUp-Blase Berlin's damit seinen Höhepunkt erreicht hat und hoffen wir, dass der Standort Berlin daran nicht zerbrechen wird...

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  11. von Dieter Petereit am 16.11.2011 (15:39Uhr)

    @Sven: Markdown-Umschreibung...

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  12. von Vincent am 16.11.2011 (15:44Uhr)

    Nicht schlecht!.. das ist find ich eine große Summe für eine Idee die so garnicht neu ist!!..

    Grüße, Vincent

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  13. von Christoph am 16.11.2011 (16:17Uhr)

    Ich freue mich natürlich, dass ein kleines Berliner Unternehmen es so weit schafft. So weit so gut. Betrachtet man ihr Produkt "Wunderlist" so wundert es mich sehr, wie solch große Investoren bereit sind, ihr Geld in dieses "Kleinunternehmen" zu stecken.

    Ich habe ihre App ausprobiert und muss sagen, dass es weit aus bessere gibt. (Ich nutze Things zur Aufgabenverwaltung)

    Natürlich ist die Tatsache, dass sie ihr Produkt für lau anbieten sicherlich Nutzerfreundlich und die cloudbasierte Aufgabenverwaltung für einige etwas "tolles", aber all dies lässt mich immer noch nicht verstehen, wieso dieses Unternehmen mit ihrer "MiniApp" so einen Erfolg haben kann.

    Btw. : Das Design soll "Eyecandy" sein? Naja also meiner Meinung nach gibt es designtechnisch gesehen weitaus bessere GUIs (siehe z.B. TweetBot )

    Erfreuliche Nachricht für die sechs "Wunderkinder", nicht nachvollziehbar für mich.

    Grüße aus Berlin.

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  14. von Jan Tißler am 16.11.2011 (16:33Uhr)

    Wie von Gabriel erwähnt, wird das Investment eher auf das kostenpflichtige Wunderkit abzielen als auf Wunderlist. Die Todo-App war vor allem Fingerübung und Testballon.

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  15. von Axel am 16.11.2011 (16:48Uhr)

    T-Venture & HTGF Anteile bleiben gleich, dh Hr. Reber hat seine Shares verkauft? Die anderen "Wunderkinder" haben ja auch nur Minderheiten Anteile.

    Bei all den VC Gesprächen versteh ich jetzt auch, dass das Produkt nicht fertig wird ;)

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  16. von Torsten am 16.11.2011 (17:17Uhr)

    Stimme der Meinung voll und ganz zu.

    Eyecandy ohne Inhalt und naja die "Anti Copycat" Kampagne sagt normal schon alles aus ...

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  17. von milliondollarman am 16.11.2011 (20:16Uhr)

    Kann mir mal einer sagen was die jetzt genau machen, mehr als ne todo App seh ich da nicht und das ist jetzt ne Investition von 4 Millionen wert????
    Hab für unsere kleine hobbyfirma neben der schule ne komplette backend cloud solution mit todo, chat, workflow, , dateimanagment, processoptimierung, buchhaltung, kundenlogin, und was weiß ich noch gebaut. Bin ich jetzt 4 Mrd wert???

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  18. von Andreas am 16.11.2011 (22:39Uhr)

    totaler quatsch - kein produkt, kein konzept; rausgeschmissenes geld für zennström. aber in den heutigen zeiten würde es mich auch nicht wundern, wenn es sich in 3 jahren für 300 mio. verkaufen lässt. lächerlich.. die neue blase nimmt immer mehr form an :)

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  19. von Frank am 16.11.2011 (23:34Uhr)

    Ich finde es traurig und beschämend wieviel Hass, Hähme und Mißgunst jungen Unternehmern wie den 6Wunderkindern in Deutschland entgegengebracht wird. Man könnte denken, dass das hier schon heftig ist. Bei Heise wird das sogar noch etwas übertroffen. Da ist die Rede von den 6 Wichsern, von 6 Größenwahnsinnigen und vielem mehr. Da Niveau hier ist allerdings fast schon auf dem gleichen Niveau.

    Dabei kann ich keinerlei beleidigende Passagen oder Elemente auf der 6Wunderkinder Seite erkennen. Was haben sie euch wohl böses getan??

    Das lässt meiner Meinung nach nur auf sehr viel Frust unter den deutschen Lesern (und Schreibern) von deutschen Techblogs schliessen die wohl in erster Linie aus eigenen Unzulänglichkeiten resultieren. Armselig so seine Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben so an anderen auszulassen.

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  20. von Marcel G. am 17.11.2011 (06:21Uhr)

    Ich sehe es derzeit wie der Autor: angesichts der hohen Investmentsumme müssen die Wunderkinder einiges mehr zu bieten haben als bisher. Ohne die Nutzerzahlen zu kennen, bezweifle ich hingegen, dass es sich bei der hohem Summe nur um das Sammeln von Daten geht.

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  21. von Daniel am 22.11.2011 (17:27Uhr)

    Apple hat auch weder Computer, noch MP3 Player, noch Smartphone, noch Tablet erfunden - sondern einfach qualitativ hochwertige Produkte mit sehr gutem Design und hervorragender PR kombiniert. Das gleiche machen die Wunderkinder auch. Die Erwartungen steigen... Good luck!

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