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9 Fragen an musicplayr: „Entdeckungsmaschine und zentrale Sammelstelle für freie Webmusik“

9 Fragen an musicplayr: „Entdeckungsmaschine und zentrale Sammelstelle für freie Webmusik“

Mit neuen Ideen und viel Engagement haben die Unternehmensgründer auf sich aufmerksam gemacht, die wir in unserer Reihe mit Startup-Interviews vorstellen. Für diese Rubrik möchten wir einen Blick auf die Gedankenspiele, Herausforderungen und Motivationen bei der Startup-Gründung werfen. Im neunten Teil stellen wir unsere neun Fragen an Thorsten Lüttger, Gründer und Geschäftsführer der musicplayr 24/7 GmbH.

9 Fragen an musicplayr: „Entdeckungsmaschine und zentrale Sammelstelle für freie Webmusik“

Mit musicplayr haben Thorsten Lüttger und sein Team einen Player für freie Webmusik entwickelt. Hier kann man seine persönlichen Musik-Highlights auf einer zentralen Plattform versammeln und abspielen. Der Player lässt sich als Tool zur Linkverwaltung nutzen, um beispielsweise Bookmarks von , YouTube und anderen Diensten an einem zentralen Ort zu bündeln. Außerdem kannst du auch eigene Stücke in musicplayr einbinden und deine Playlist nach deinen Wünschen gestalten. Neben deiner Playlist dient musicplayr zugleich als „Entdeckungsmaschine“: Man kann Playlists durchstöbern, anderen Musik-Profilen folgen und so neue Musik entdecken.

Wir haben Thorsten Lüttger neun Fragen rund um musicplayr und seine Erfahrungen als Startup-Gründer gestellt.

Wie sind die Idee und das Konzept für das Startup entstanden?

Wo höre ich Musik? Lokal vom Rechner oder von verschiedenen Webportalen? Eigene MP3s langweilen, man hört maximal 10 Prozent seiner Sammlung und entdeckt nichts Neues. Im Web muss man zwischen verschiedenen Angeboten hin- und herspringen. Das wollten wir lösen.

Kurz gesagt: musicplayr ist die Entdeckungsmaschine und zentrale Sammelstelle für freie Webmusik.

Nutzer folgen ihren gegenseitigen Musikprofilen/-blogs und entdecken dadurch neue Musik. musicplayr erlaubt es, Musik verschiedener Video-, Audio-Portale, Musikblogs und eigene MP3s an einer Stelle zu vereinen und gegebenenfalls auch das Video sehen zu können.

Wie viele seid ihr heute?

Wir sind ein kleines Team, hauptsächlich Entwickler, inkl. CTO, mit dem wir schon häufiger zusammen gearbeitet haben und einem uns gut bekannten Designer.

Wie hat sich die Unternehmensfinanzierung in der Anfangsphase gestaltet?

Wir finanzieren noch selbst und „bootstrappen“, wie man das so schön auf Neudeutsch sagt.

Wie wichtig waren „richtige Kontakte“ bzw. ein großes Netz an Kontakten für den Einstieg/Start?

Trotz unseres großen Netzwerks haben wir die Closed Beta auf 100 User begrenzt. Das war eine gute Entscheidung rückblickend betrachtet.

Hat der Ort der Startup-Gründung eine wichtige Rolle beim Erfolg gespielt, oder würdest du eher sagen, dass ihr ortsunabhängig seid?

Wir sind in-between, d.h. noch in Köln und in Kürze in Berlin.

Die größten Hürden auf dem Weg zur Gründung waren?

In der Anfangszeit mit begrenzten Mitteln einen Protoytpen herauszubringen.

Wie habt ihr es zu Beginn geschafft, in aller Munde zu kommen, bekannt zu werden, euch zu positionieren?

Keine leichte Frage – wir glauben, dass wir es geschafft haben, die Komplexität im Backend zu lassen und im Frontend userseitig immer noch sehr schlicht und einfach gehalten sind (manchen sogar zu schlicht). Das begeistert Nutzer und dadurch haben wir wirklich gute Publicity bekommen. Die schlichte und sprechende URL erzeugt ebenso Interesse. Darüber hinaus hat uns der Gewinn des Betapitches des Berliner Betahauses gut geholfen, dass wir auf einigen branchentypischen Veranstaltung anwesend waren und einen ersten Bericht im Fernsehen hatten.

Was würdest du in der Gründungsphase rückblickend anders machen?

Es gibt bestimmt immer wieder Dinge, die man anders machen würde, wenn man noch einmal die Möglichkeit hätte – aber etwas ganz Konkretes fällt mir gerade nicht ein. Mit unserem Fortschritt bin ich wirklich sehr zufrieden. Wir hatten innerhalb von drei Monaten einen (mehr oder minder) funktionierenden Prototypen.

Welche wichtige Empfehlung oder welchen Tipp würdest du Gründern mit auf den Weg geben?

Nie aufgeben! Gründen muss man wollen und Gründen ist das Beste, was man machen kann.

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