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Die 9 größten Apple-Flops: Pippin, Puck und Co.

ist für sein Produktdesign und die Verkaufsrekorde bekannt. Doch neben , und gab es in der Vergangenheit auch große Misserfolge zu vermelden: Teure Fehler, aus denen Apple gelernt hat. Wir werfen einen Blick auf die größten Flops der Apple-Geschichte.

Die 9 größten Apple-Flops: Pippin, Puck und Co.

Es sind die Fehler aus denen Unternehmen lernen, nicht die Erfolge. Das weiß auch Apple, das mit der Spielekonsole Pippin, der Digitalkamera QuickTake oder dem Jubiläums-Macintosh TAM große Misserfolge erleiden musste – neben Produkten, die gar nicht erst Marktreife erlangten. Das auch ein derart erfolgreiches Milliarden-Unternehmen mehrere Anläufe braucht, um den großen Hit zu landen, wollen wir mit einem Blick auf die großen Fehler der Unternehmensgeschichte deutlich machen.

Apple Pippin

Der Apple Pippin gehört zu den großen Misserfolgen der Unternehmensgeschichte. Er sollte als preisgünstiger Computer den Markt erobern, wurde aber vielerorts als reine Spielkonsole missverstanden und floppte. Als der japanische Spielzeughersteller Bandai 1995 die Lizenz erwarb und das Gerät unter dem Namen Altmark verkaufte, waren die Sony PlayStation und der Sega Saturn schon auf dem Markt. Mit ihnen konnte der Apple Pippin nicht mithalten – vor allem auch aufgrund eines Preises von anfänglich 599 US-Dollar.

Mit dem Apple Pippin entwickelt das US-Unternehme eine Spielekonsole, die vergeblich Spieler suchte. (Quelle: AllAboutApple.com)

Apple QuickTake

Unter dem Namen Apple QuickTake produzierte das US-Unternehmen eine Reihe von Digitalkameras, dessen Produktion nach der Rückkehr von Steve Jobs eingestellt wurde. Das erste Modell der Serie, die QuickTake 100, wurde 1984 veröffentlicht. Sie konnte bis zu acht Bilder bei einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln oder bis zu 32 Bilder bei einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln speichern. Für damalige Verhältnisse ein annehmbare Limitierung, schreibt Wired.

Quicktake 200: Apples Versucht den Markt der Digitalfotografie zu erobern.

iPod Hi-Fi

Mit dem iPod Hi-Fi präsentierte Apple 2006 einen Docking-Lautsprecher, der mit dem iPod genutzt werden konnte. Neben kleineren Mängeln wie einem fehlenden Radio und der funktionell eingeschränkten Fernbedienung erntete Apple vor allem aufgrund der Preisfindung laute Kritik. Der iPod Hi-Fi war zweifelsfrei ein Qualitätsprodukt, konnte aber nicht ausreichend überzeugen, um einen Preis von rund 350 US-Dollar zu rechtfertigen.

Der iPod Hi-Fi verkaufte sich mehr schlecht als recht. Schuld war der Preis des Docking-Lautsprechers. (Foto: teoruiz / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Power Mac G4 Cube

Der Power Mac G4 Cube ist eine wahre Schönheit. Sein Designer, Sir Jonathan Ive, gewann mit ihm im Schlepptau internationale Preise. Bis heute ist das Gerät einer der wenigen Computer, die im New Yorker Museum of Modern Arts ausgestellt werden. Doch der hohe Preis und die stark eingeschränkte Erweiterbarkeit waren Kritikpunkte, die auch das herausragende Produktdesign nicht wettmachen konnten. Sie führten schließlich dazu, dass Apple die Produktion des Power Mac G4 Cube nach nur einem Jahr im Juli 2001 sang und klanglos einstellte. Rückblickend war es vor allem die interne Konkurrenz in Form des iMac G3 und des Power Mac G4, die der würfelförmigen Schönheit das Leben schwer machten.

Der Power Mac G4 Cube sah gut aus, verkaufte sich aber nur schleppend.

„Puck“

Unter dem Spitznamen „Puck“ erlange die erste USB-Maus aus dem Hause Apple unerwünschte Berühmtheit. Sie wurde gemeinsam mit dem iMac G3 veröffentlicht und gilt heute als einer der offensichtlichlichsten Fehler der Unternehmensgeschichte. Das Design war auffällig und ungewöhnlich, aber weder handlich noch ergonomisch. Nutzer verloren regelmäßig die Orientierung, weil die runde Maus nicht richtig ausgerichtet war. Ein Fehler, den das US-Unternehmen erst zwei Jahre später mit der Apple Pro Mouse korrigierte.

Puck: Auffällig aber unpraktisch. (Quelle: Cnet.co.uk)

Newton

Unter dem Namen Newton ist kein konkretes Produkt, sondern ein Betriebssystem bekannt. Das damalige Ziel war kein geringeres, als eine Revolution des Personal Computing herbeizuführen. Heutzutage dient Newton hingegen als Paradebeispiel für eine Idee, die ihrer Zeit zu weit voraus war. Trotz Investitionen von rund 100 Millionen US-Dollar wurde das Projekt letztendlich eingestellt.

Das MessagePad 2100 neben einem iPhone. (Foto: blakespot / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Macintosh Portable

Der Macintosh Portable war Apples erster „Laptop“. Obwohl die zugrundeliegende Idee in Form des MacBook ein absoluter Erfolg wurde, erfüllte die 1991 verfügbare Hardware keines der essentiellen Kriterien eines portablen Computers. Der Macintosh Portable war schwer, groß und teuer. Er wog etwa 7,2 Kilogram, war 10 Centimeter dick und kostete etwa 6.500 US-Dollar.

Der Macintosh Portable war Apples erster Versuch einen portablen Computer zu entwickeln.

Macintosh TV

Mit dem Macintosh TV versuchte sich Apple erstmals an einer Kombination von Computer und Fernseher, doch trotz großer Potenziale wurde das Gerät den Erwartungen der Nutzer nicht gerecht. Die Grafik ließ stark zu Wünschen übrig und Fernsehen war nur im Vollbildmodus möglich, sodass paralleles Arbeiten unmöglich war. Rückblickend ist lediglich die Produktionsmenge erwähnenswert: Mit nur 10.000 produzierten Exemplaren ist der Macintosh TV einer der seltensten Macs.

Der Macintosh TV war Apples erster Computer mit integriertem TV-Tuner. (Quelle: Wired)

Twentieth Anniversary Macintosh

Mit dem Twentieth Anniversary Macintosh, kurz TAM, feierte Apple sein 20. Jubiläum – etwa ein Jahr zu spät. Das eigentliche Datum des Unternehmens-Geburtstags ist der 1. April 1996, der Jubiläums-Macintosh erschien hingegen am 7. Januar 1997. Auch die Spezifikationen waren vergleichsweise schwach. Mit dem Power Macintosh 6500 war ein Gerät am Markt, das gleiche Leistung für deutlich weniger Geld bot, sodass der TAM für ursprünglich 7.500 US-Dollar kaum Abhnehmer fand.

Der Twentieth Anniversary Macintosh von Apple kostete anfangs 7.500 US-Dollar. (Quelle: Wired)

Kennt ihr weitere Apple-Geräte die weithin als Flop bekannt sind? Schreibt uns euren Vorschlag zur Ergänzung dieser Vorzeigefehler in die Kommentare.

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9 Antworten
  1. von esreverse am 26.11.2012 (15:54 Uhr)

    Ihr Amateure. ;) Der iPod Hifi ist immer noch einer der coolsten Lautsprecher aller Zeiten. Ordentlicher Sound und tolles Design. Auf ebay bekommt man da heute noch mehr als den Neupreis. Beim Rest stimme ich zu.

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  2. von Frank am 26.11.2012 (16:07 Uhr)

    Im Text zum Pippin schreibt ihr, dass er als reine Spielkonsole mißverstanden wurde, unterm Bild sprecht ihr aber auch von einer Spielkonsole - was stimmt denn nun?

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  3. von Alexander am 26.11.2012 (16:43 Uhr)

    Und was ist mit Ping, dem iPad 3 Gen. oder dem iPhone 4?

    Nicht zu vergessen Apple Maps...........

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  4. von Thomas J. am 26.11.2012 (17:07 Uhr)

    Da lege ich gerne an:
    - der eMac (ein iMac vor allem für den Bildungsbereich, enthielt ausgezeichneten Flachröhrenmonitor) http://de.wikipedia.org/wiki/EMac
    - der Macintosh (Power Mac 4400) mit Riser-Karte, die einen kompletten 486er-PC enthielt
    - die Apple Mode- und Accessoires-Kollektion http://imgur.com/a/qEB92

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  5. von Stryke am 26.11.2012 (18:27 Uhr)

    Das Interessante an den "Flops" von Apple ist ja: Heutzutage bringen die Dinger wieder richtig was ein ;)

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  6. von Pooly am 26.11.2012 (21:05 Uhr)

    Puck war wirklich ein Graus. Nicht nur das diese sehr unhandlich war, sondern auch sehr schnell verdreckte. Das Gummi von dem Ball im Gehäuse rieb sich immer an so kleinen Rädchen fest und musste ständig gereinigt werden.
    Die spätere Mighty Mouse war meiner Meinung auch ein Flop, das Scrollrad war ständig defekt. Ich musste meine bestimmt 3x eintauschen.

    Des weiteren war sicherlich auch das Motorola Rokr Handy ein absoluter Reinfall, zwar nicht direkt von Apple, war aber damals angeblich das erste Handy, welches offiziell von Apple via iTunes mit Musik gefüttert werden konnte. http://www.engadget.com/2005/09/07/the-motorola-rokr-e1-apple-itunes-phone/

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  7. von Nils am 27.11.2012 (09:10 Uhr)

    Ja, Apple war seiner Zeit bestimmt immer voraus - aber nicht soweit, dass sie 1984 schon eine Digitalkamera auf den Markt gebracht hätten.

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  8. von Kay am 27.11.2012 (09:26 Uhr)

    Schöner Artikel, einige Dinge kannte ich noch gar nicht...

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  9. von Marcus am 27.11.2012 (21:31 Uhr)

    Auch wenn jetzt einige aufschreien werden, aber Mac OS Lion + Mountain Lion sind für mich die größten Flops der letzten Zeit. Die klare Linie die Apple immer verfolgt hat wird von Version zu Version unschärfer. Es gab Zeiten, da stand Usability und Performance wesentlich mehr im Vordergrund als heute, sehr schade meiner Meinung nach..

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