99designs: Nach der Übernahme von 12designer folgt die Expansion
Dass Design-Courdsourcing die Kreativbranche nachhaltig verändert, wird seit Jahren deutlich. Viele mahnen Preis-Dumping und Qualitäts-Abfall an, trotzdem nutzen zahlreiche Designer die Möglichkeit und nehmen an den Online-Pitches teil. Insgesamt hat 99designs seit seiner Gründung 2008 mehr als 160.000 Grafik-Design-Wettbewerbe ausgeschrieben. Anfang August folgte die Übernahme des deutschen Mitbewerbers 12designer, nun präsentiert der Marktplatz mit www.99designs.de seine erste nicht-englischsprachige Version – viele weitere sind geplant.
Dass 99designs gerade in Deutschland mit der Europaexpansion beginnt, liege daran, dass Deutschland der größte nicht-englischsprachige und insgesamt fünftgrößte Markt von 99designs sei und zudem zu den am schnellsten wachsenden Märkten gehöre, erklärt das in San Francisco ansässige Unternehmen.
Zusätzlich geht 99designs eine Partnerschaft mit dem deutschen Webseiten-Bauer Jimdo ein und will so gemeinsame Angebote und Service auf die Beine stellen. Die Kombination dürfte für Unternehmen und Startups, die kostengünstig eine Webseite erstellen und zusätzlich auf die Hilfe von Designern setzen wollen, eine sinnvolle Kombination sein.
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![Hausbesuch bei 99designs: Bierzapfanlage, Plastik-Gitarren und Callcenter [Fotogalerie]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-418801_2012-10-04-00.46.141_medium.jpg)







von palfrun 09.09.2012 (22:03Uhr) 1.
Ausbeute....
von Lence 09.09.2012 (23:00Uhr) 2.
Absolut widerwärtig. Jetzt können die ganzen Amateure den Markt noch leichter Ausbeuten und Unternehmen wie Heuschrecken alles abgrasen. Zum Glück bin ich kein Grafikdesigner geworden... Mein Beileid an die Kollegen.
Bsp.: (X = Logo Design, Visitenkarten Design, T-Shirt Design, Postkarten oder Flyer Design, Broschüren Design, Produktverpackung, Webdesign, App Design, Icon oder Button Design, Bannerwerbung Design, Illustration, Buchcover Design)
Schreiben Sie Ihren X-Design-Wettbewerb aus und unsere talentierten Designer werden Ihnen individuelle X-Design-Vorschläge unterbreiten. Sie kaufen nur das Design, das Ihnen gefällt. Oder Sie erhalten Ihr Geld zurück!
Sie beschreiben wie genau Ihre X aussehen soll
Dutzende Designer reichen X-Designs ein, zu denen Sie Feedback geben. Sie bezahlen nur für das X-Design, das Ihnen am besten gefällt!
von Andreas Poschen via facebook 10.09.2012 (09:55Uhr) 3.
You get what you paid for
von Axel 10.09.2012 (10:10Uhr) 4.
Wer die Kundenbedürfnisse am besten trifft, bekommt den Auftrag. Und Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Ist BWL für Erstsemester und warum sollte die Grafikerbranche da eine Ausnahme darstellen?
Will heißen, dass den Kunden die nicht ganz professionelle Arbeit von Amateuren möglicherweise genügt oder der Preis von Profi-Agenturen einfach zu hoch ist. Und nachdem die Zahl der Grafikdesigner scheinbar sehr groß ist, findet eben ein Verdrängungswettbewerb statt, der häufig über den Preis reguliert wird.
Aus Kundensicht ist dieses Geschäftsmodell sehr attraktiv. Mag sein, dass sich die Grafikdesigner ausgebeutet fühlen, allerdings ist das heutzutage leider nahezu überall der Fall (vgl. Arbeitsmarkt Frisöre etc.)
von Stefan Janko via facebook 10.09.2012 (10:11Uhr) 5.
Schnell, unkompliziert und sehr gutes Ergebnis.
von Edison Garcia via facebook 10.09.2012 (10:13Uhr) 6.
Es ist wohl wie eine Wundertüte. Man weiß nie, was man da bekommt.
Es kann einer Seits ein Sprungbrett für angehende Designer sein und ist gut zum üben und lernen, anderer Seits kommen da auch viele unqualifizierte Leute daher, die einem eine ernsthafte Chance, gesehen zu werden, erschweren.
von David Sharp via facebook 10.09.2012 (10:31Uhr) 7.
Qualitativ sehr große Unterschiede. Das Briefing wird größtenteils ignoriert. Ergebnisse leider alle nicht brauchbar :(
von Oliver Küppers via facebook 10.09.2012 (10:51Uhr) 8.
Gute Erfahrungen gemacht! Schnell und gut für kleine Budgets!
von herrpohl 10.09.2012 (11:34Uhr) 9.
Grauenvolle Tendenz, die sich zeigt.
Derjenige, der hier mit freier Marktwirtschaft argumentiert, hat das Konzept von beiden nicht verstanden.
Denn das verachtenswerte an der Sache ist, dass die Arbeit bereits geleistet wird, die dann bezahlt oder, wie in der ueberwiegenden Anzahl der Faelle, gar nicht bezahlt wird.
Zwar hat das Angebot im weitesten Sinne mit Nachfrage zu tun, aber sicher gelten hier besondere Marktgesetze, da die Werke so nicht auf andere Kunden / Nachfragen portierbar sind und entsprechend abgeschrieben werden muessen.
Somit, und darauf hoffe ich auf lange Sicht, sollten die ganzen selbsternannten Designer merken, das sich das auf Dauer nicht rechnet, wenn die wenigen Auftraege, die platziert werden koennen, dies nur zum Dumpingpreis schaffen.
Ich muss da schnell, wie auch bei anderen Mindestlohn-Diskussionen, an das Wort 'sittenwidrig' denken.
Testemonial von der Seite "Ohne echte Qualifikation und Referenzkunden hatte ich vorher keine Möglichkeit, Geld mit Design zu verdienen. Aber bei 99designs brauchte ich keinen Lebenslauf, ich musste nur zeigen, was ich kann!"
Na wunderbar.
von Matthias Brudler via facebook 10.09.2012 (12:53Uhr) 10.
In meiner Wohnung müssten die Wände neu gestrichen werden! Kann ich auch - über "Maler-Crowdsourcing" - einfach mal 20 Maler zu mir einladen, die mir jeweils eine Wand streichen, und am Ende zahle ich nur die Wand, die mir am besten gefällt? Krankes Modell!
von Andre Westbunk via facebook 10.09.2012 (13:18Uhr) 11.
Mehrfach genutzt und noch nicht enttäuscht worden. Wichtig sind ein gutes Briefing (und ja, es wird nur von den guten Leuten gelesen, aber die will man ja auch) und ein adäquates Budget. Keiner von den Profis will sich unter Wert verkaufen.
von UnoC 10.09.2012 (14:14Uhr) 12.
If you pay peanuts, you get monkeys.
von Axel 10.09.2012 (15:51Uhr) 13.
@herrpohl
Es wird doch niemand gezwungen ohne eine Vereinbarung in Vorleistung zu gehen. Die Designer wissen doch, dass der Kunde mehrere Angebote bekommt und wollen durch die freiwillige Leistung bzw. Arbeit die Zusagewahrscheinlichkeit für die eigene Dienstleistung erhöhen. Wer das Spiel nicht mitmachen möchte kann die Zeit bzw. das Geld auch gerne in andere Marketingmaßnahmen investieren.
Diese Investition haben auch andere Dienstleister. Manche geben sogar Geld aus, nur um eine Telefonnummer zu bekommen, aus der sich möglicherweise irgendwann Umsatz generieren lässt. Auch Unternehmensberater oder Versicherungsmakler bieten häufig kostenlose Erstgespräche an, ohne dabei direkt einen Kunden zu gewinnen. Der Kunde ist knapp und hat daher die Macht.
von Wolke 10.09.2012 (19:12Uhr) 14.
@Axel
Ein kostenloses Erstgespräch eines Unternehmensberaters oder eines Versicherungsmaklers ist vom Aufwand wohl kaum mit der Erstellung eines qualitativ hochwertigen Designs zu vergleichen.
von Axel 10.09.2012 (19:33Uhr) 15.
@wolke
Ansichtssache, qualitativ hochwertiges Erstgespräch (möglicherweise verbunden mit Fahrtkosten) oder unabhängige Beratung in Versicherungsfragen mit Versicherungsvergleichen macht man auch nicht mal so nebenbei.
Und so wie ich das verstehe geht es doch zunächst darum, ein Konzept zu erstellen und dem Kunden zu zeigen?!
Warum stecken viele Designer denn dann soviel Zeit in eine Konzeption, wenn die Arbeit umsonst ist?
von Hausbesuch bei 99designs: Bierzapfanlage… 06.10.2012 (08:00Uhr) 16.
[...] machte zuletzt durch die Übernahme seines größten Konkurrenten 12designer von sich reden. Der deutsche Mitbewerber ist vor allem im deutschsprachigen Raum und Ländern wie [...]