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Drohende Abmahnungen: Experte warnt vor der Google-Bildersuche

(Screenshot: Google/t3n.de)

Ist die neue Google-Bildersuche mit geltendem deutschen Recht vereinbar? Experten bezweifeln das. Aber auch Nutzer könnten, etwa durch die Nutzung der Teilen-Funktion, in die Abmahnfalle tappen.

Google-Bildersuche: Abmahnungen drohen

Anfang Februar hat Google seine neue Bildersuche auch in Deutschland verfügbar gemacht. Darin werden  Bilder jetzt größer als zuvor angezeigt. Außerdem können Nutzer sie per Mausklick speichern oder in sozialen Netzwerken teilen. Für Websitebetreiber ist die neue Version ärgerlich, denn Nutzer können das Originalbild jetzt schon in der Google-Bildersuche sehen und müssen nicht erst die entsprechende Webseite besuchen. Experten bezweifeln die Vereinbarkeit der Bildersuche mit deutschem Recht, bei Nutzung der Teilen-Funktion drohen Abmahnungen.

Umstrittene Teilen-Funktion in der neuen Google-Bildersuche. (Screenshot: t3n.de/Google)

In der vergangenen Woche hatten neun deutsche Verbände Google in einem offenen Brief aufgefordert, „zu einer rechtskonformen Suchanzeige von Bildern zurückzukehren und insbesondere die Blow-up- und Teilen-Funktion zu entfernen“. Brian Scheuch, Rechtsreferendar im Heise-Verlag, hat sich in einer Analyse mit der rechtlichen Zulässigkeit der neuen Google-Bildersuche befasst. Die Rechtslage bezeichnet Scheuch als problematisch. Fraglich sei etwa, ob eine zuvor vorausgesetzte Einwilligung der Rechteinhaber angesichts der Größe der Bilder und der wahrscheinlich geringeren Weiterleitung auf andere Seiten noch gegeben sei.

Scheuch warnt insbesondere vor der Nutzung der Teilen-Funktion. Schließlich würden Nutzer auf ihren Kanälen nur den Link zur Google-Bildersuche mit einem stark vergrößerten Bild teilen. Möglich ist, dass Nutzer durch das Teilen haften, im schlimmsten Fall könnten sie sogar abgemahnt werden. Laut Scheuch könnte dabei eine „öffentliche Zugänglichmachung nach § 19a UrhG vorliegen“. Problematisch ist auch, dass der Teilen-Button nicht von den Website- und damit Rechteinhabern, sondern von Google hinzugefügt wurde.

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Google-Bildersuche: Bilder durch robots.txt-Datei schützen

Inwieweit Google mit der neuen Bildersuche in Deutschland gegen geltendes Recht verstößt, muss aber erst noch geklärt werden. Möglich ist, dass eine Einwilligung der Rechteinhaber daraus abgelesen wird, dass sie von der neuen Bildersuche wüssten und sich entsprechend schützen könnten – etwa durch eine Anpassung der robots.txt-Datei.

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5 Reaktionen
de Matamoros
de Matamoros

Jeder, der etwas ins Netz stellt, sollte sich über die Konsequenzen klar sein. Nicht jeder User hat eine juristische Ausbildung und kann einschätzen, ob ein Vorgang strafrelevant ist. Diese ganze daraus resultierende Abmahnerei dient doch nur der Gier nach schnellem Geld, welches nicht durch der Hände Arbeit verdient wurde. Solche Ideen kommen sicher hauptsächlich von Juristen.

Uwe Nowak
Uwe Nowak

Ein Beispiel: Sie entfernen Ihre Haus / Wohnungstüre und warten einfach mal ab, wer plötzlich Ihre Räumlichkeiten aufsucht. Polizei brauchen Sie nicht zu rufen, die wurde nämlich abgeschafft. Nun sind Sie alleine und jeder kann Ihren Hausrat plündern. ... Es ist einfach Kacke was da passiert. Gibt es nur google oder gibt es Alternativen? !

Daniel Haida

Ich sehe hier keine Chance, entweder man akzeptiert die neue Bildersuche mit dem verminderten Traffic, oder man sperrt seine Bilder eben gänzlich für Google.

Wenn es rechtliche Möglichkeiten gäbe, wären diese in den USA sicher schon durchgesetzt worden.

Ist Schade, aber was will man machen.

NanoPolymer
NanoPolymer

Ich verstehe nicht wieso erst jetzt?
Betrifft das dann auch nur google.de, den auf .com ist das ein alter Hut.

Kann man nicht einfach gesetzlich verankern, dass wenn man nicht da gefunden will es entsprechend sperren soll via robots.txt oder was sonst alternativ machbar wäre.

Ist doch einfach nur Kindergarten was da wieder abgeht.

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