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Accenture-Studie: Künstliche Intelligenz steigert Unternehmenserträge

Künstliche Intelligenz wird nicht nur die Arbeitswelt verändern – sondern Unternehmen wohl auch neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen (Bild: (Shutterstock / Jinning Li)

Künstliche Intelligenz werde die Spielregeln des Wettbewerbs neu definieren, prognostiziert das Beratungsunternehmen Accenture – und stützt sich auf eine neue Studie mit beeindruckenden Zahlen.

Der Fakt ist vielleicht weniger überraschend, dafür aber die prognostizierten Zahlen: Unternehmensgewinne werden dank Künstlicher Intelligenz (KI) kräftig anziehen, errechnet das Beratungsunternehmen Accenture. Zusätzliche Steigerungen um durchschnittlich 38 Prozent bis 2035 seien laut der Studie „How AI boosts industry profits and innovation” bei erfolgreichem Einsatz möglich, heißt es.

Weiterhin prognostiziert man für die insgesamt 16 untersuchten Branchen in zwölf Industrieländern (darunter auch Deutschland) im selben Zeitraum einen potenziellen Wachstumsschub in Höhe von 12,5 Billionen Euro durch Künstliche Intelligenz, gemessen an der Bruttowertschöpfung.

IT- und Kommunikationsbranche mit hohem Potenzial

Die IT- und Kommunikationsbranche, die produzierende Industrie und der Finanzdienstleistungssektor könnten im Vergleich aller untersuchten Branchen am stärksten von Künstlicher Intelligenz profitieren. Deren Bruttowertschöpfung hätte bis 2035 ein Wachstumspotenzial von 4,8 Prozent respektive 4,4 Prozent und 4,3 Prozent pro Jahr.

Somit könnten allein diese drei Wirtschaftsbereiche im genannten Zeitraum eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von insgesamt 5,38 Billionen Euro erzielen. Selbst in beschäftigungsintensiven Branchen wie dem Bildungswesen oder dem sozialen Dienstleistungsbereich, in denen der Produktivitätszuwachs traditionell gering ist, ließen sich bis 2035 durch den Einsatz von KI-Technologien ergänzend immerhin noch 98 Milliarden Euro beziehungsweise 194 Milliarden Euro erwirtschaften.

„Künstliche Intelligenz wird die Spielregeln des Wettbewerbs neu definieren. Diese noch neue Variable in der Produktion kann sich äußerst positiv auf die Ertragslage von Unternehmen auswirken”, sagt Matthias Ziegler, Leiter Emerging Technology & Innovation bei Accenture Deutschland, Österreich, Schweiz. Um diese riesige Wachstumschance zu nutzen, sollten Unternehmen Strategien für Künstliche Intelligenz entwickeln, bei denen die Befähigung des Menschen im Mittelpunkt stehe, rät er.

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Effizienterer Einsatz der Belegschaft erforderlich

Die gezielte Analyse zukünftiger Unternehmenserträge nach Branchen zeigt die vielfältigen Einsatzgebiete Künstlicher Intelligenz auf: In beschäftigungsintensiven Bereichen wie dem Groß- und Einzelhandel ergänzt Künstliche Intelligenz die Mitarbeiter in ihren Fähigkeiten. Allein durch effizienteren Einsatz der Belegschaft könnten die Gewinne hier um fast 60 Prozent steigen.

Dafür brauche es ständige Weiterqualifizierung am Arbeitsplatz, etwa durch den Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit intelligenten Maschinen. Erhebliche Effizienzsteigerungen seien auch in kapitalintensiven Sektoren wie der Produktion möglich: Dank vorausschauender Wartung von Maschinen und besserer Anlagenauslastung durch Künstliche Intelligenz könnten entsprechende Gewinne bis 2035 um 39 Prozent steigen – sagt zumindest die Prognose von Accenture.

Die aktuelle Publikation knüpft an die Ergebnisse der im Jahr 2016 veröffentlichten Studie „Why Artificial Intelligence is the Future of Growth” an, die das Potenzial für zusätzliches Wirtschaftswachstum und höhere Produktivität durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz untersuchte. Kernergebnisse für Deutschland: Das jährliche Wirtschaftswachstum könnte sich –gemessen an der Bruttowertschöpfung – hierzulande bis 2035 von heute 1,9 auf 3 Prozent um mehr als die Hälfte steigern.

Das entspricht einer zusätzlichen Bruttowertschöpfung von einer Billion Euro für den gesamten Zeitraum. Außerdem würde die Produktivität der Beschäftigten um 29 Prozent steigen, da viele Arbeitsabläufe effizienter gestaltet wären und Mitarbeiter sich stärker auf Aufgaben mit einer hohen Wertschöpfung konzentrieren könnten.

Die aktuelle Studie „How AI boosts industry profits and innovation“ entstand in Zusammenarbeit zwischen Accenture Research und dem Marktforschungsinstitut Frontier Economics. Sie betrachtet die wirtschaftliche Bedeutung von KI-Technologien – gemessen an zusätzlich entstehender Bruttowertschöpfung – für 16 Branchen in zwölf entwickelten Volkswirtschaften bis 2035.

Die Berechnungen basieren auf einem statistischen Modell, das die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die Wirtschaftsleistung der Unternehmen in den untersuchten Branchen bis zum Jahr 2035 vorhersagt und mit einem Basisszenario vergleicht, das auf derzeitigen Wachstumsprognosen ohne den Einfluss Künstlicher Intelligenz beruht. Untersuchte Länder waren die USA, Großbritannien, Finnland, Schweden, die Niederlande, Deutschland, Österreich, Frankreich, Japan, Belgien, Spanien und Italien.

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