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Adblock Plus: Geschäftsführer Till Faida wehrt sich gegen Vorwurf der Vetternwirtschaft

Der Tech-Blogger Sascha Pallenberg nimmt den Werbeblocker ins Visier und wirft den Verantwortlichen mafiöse Strukturen vor. von Partnern werde bevorzugt behandelt. Auf t3n.de wehrt sich der Geschäftsführer Till Faida dagegen und sagt: „Jede Website kann sich bewerben und die Kriterien sind für alle gleich.“

Adblock Plus: Geschäftsführer Till Faida wehrt sich gegen Vorwurf der Vetternwirtschaft

Sascha Pallenberg zweifelt die Adblock-Plus-Community an

Die Entwickler des Browser-Plugins Adblock Plus wollen das Internet vor nerviger Werbung befreien. Dafür wird ein White- und Blacklisting-System hinter dem Plugin für Opera, Chrome und Firefox von einer Community betrieben: Wird Werbung den Ansprüchen der Community nicht gerecht, wird sie gar nicht erst ausgegeben. Dieses Gebaren stößt Vielen auf. Vor drei Monaten hatte Google AdBlock Plus und einige weitere Werbeblocker aus dem Play Store für Android verbannt. Wiederum zwei Monate später protestierten einige deutsche Verlage in einer konzentrierten Aktion gegen Werbeblocker wie Adblock Plus. Sie forderten Leser in einer Kampagne auf, die jeweiligen Nachrichtenseiten auf die persönliche Whitelist zu setzen, da die Plugins ihre wirtschaftliche Grundlage gefährdeten.

Tech-Blogger Sascha Pallenberg äußert gegenüber Adblock Plus schwere Vorwürfe. (Bild: Wikimedia)
Tech-Blogger Sascha Pallenberg erhebt schwere Vorwürfe gegen Adblock Plus. (Bild: Wikimedia)

Nun hat der Blogger Sascha Pallenberg das Prinzip und die Methoden hinter dem Protagonisten Adblock Plus in einem aufrührenden Artikel generell infrage gestellt und wirft den Verantwortlichen vor, dass Nutzer über den Tisch gezogen würden. Die Funktion „Acceptable Ads“, die quasi als Whitelist fungiert, sei nicht mehr als ein Trick, um fremde Anzeigen durch Werbung von Partnern wie zum Beispiel United Internet und anderen verbundenen Firmen zu ersetzen. Pallenberg nimmt das Credo, dass hinter Adblock Plus tatsächlich ausschließlich eine Community agiert, ins Visier.

Der Blogger begründet das mit einer Vielzahl nachweislicher Verbindungen. So bemerkte er, dass unter anderem YieldKit – ein Angebot, das Keywords in Texten automatisch mit Affiliate-Links ausstattet, ohne diese als Werbung zu kennzeichnen – in der Whitelist auftaucht. Er merkt an, dass YieldKit im Grunde gegen den Grundsatz der Trennung von Werbung und Inhalt verstößt und eigentlich kein Kandidat für eine Whitelist sein dürfte. Dass das Angebot sich dennoch darin befindet, liegt laut Pallenberg daran, dass YieldKit maßgeblich von Tim Schumacher finanziert wird, der mit seinem Unternehmen TS Ventures GmbH über 44 Prozent der Anteile an Adblock Plus hält. Der Vorwurf: YieldKit betreut große Werbekunden und lotst deren Anzeigen am Adblock-Plus-Werbefilter vorbei, obwohl der Nutzer genau solche Werbung mit einem Adblocker eigentlich vom Screen verbannen möchte.

Adbock-Plus-Geschäftsführer wehrt sich gegen die Vorwürfe

Adblock Plus-Geschäftsführer Till Faida: „Es gibt keine Bevorzugung kooperierender Firmen“.
Adblock Plus-Geschäftsführer Till Faida: „Es gibt keine Bevorzugung kooperierender Firmen“.

Till Faida, der Geschäftsführer der Eyeo GmbH, die als Hersteller von Adblock Plus auftritt, hat auf t3n-Anfrage den Vorwurf Pallenbergs kommentiert. Laut Faida gibt es keine Bevorzugung kooperierender Firmen: „Jede Website kann sich bewerben und die Kriterien sind für alle gleich. Die Kriterien, nach denen unsere Community entscheidet, welche Werbung wir anzeigen, sind vollkommen transparent. Werbung muss zum Beispiel klar als solche gekennzeichnet sein und darf den Besucher einer Website nicht übermäßig ablenken.“ Auf den Hinweis hin, dass gerade das Argument der Kennzeichnung bei YieldKit aber nicht greift, entgegnet er: „Wir haben die Kriterien für Affiliate-Links auf Wunsch von Bloggern angepasst, da dies ein größeres Störpotential für die Nutzer bedeuten würde.“

Die exakten Kriterien sind für alle unter adblockplus.org öffentlich einsehbar. Till Faida gibt zu verstehen, dass diese Maßstäbe in Zusammenarbeit mit den Nutzern, aber auch mit Websites, Advertisern und Technologieanbietern ständig weiterentwickelt werden. Laut dem Eyeo-Geschäftsführer wird jedes einzelne Angebot für neue Webseiten, die in das „Acceptable-Ads“-Programm aufgenommen werden wollen, in der Community diskutiert. So wurde laut Faida auch Yieldkit nach öffentlicher Diskussion auf die Whitelist gesetzt. Die Community kam zu dem Schluss, dass YieldKit diese „Acceptable-Ads“-Kritieren erfüllt: „Die Werbeanzeigen sind ganz normale Textlinks, die auf jegliche Störelemente verzichten. Jeder kann leicht „Acceptable Ads“ abschalten, der mit diesen Standards nicht einverstanden ist. Jeder kann an den öffentlichen Diskussionen im Forum teilnehmen, eine aktivere Beteiligung würden wir uns sogar sehr wünschen“.

Adblock Plus und Yieldkit-Kooperation ist kritikwürdig

Sascha Pallenberg betont in seinem Artikel, dass aufgrund einer Kooperation wie der mit YieldKit Webseitenbetreibern die Möglichkeit genommen wird, faires Geld zu verdienen. Die Werbeinhalte, die YieldKit ausgibt, werden laut Pallenberg zu einem großen Teil von Adblock Plus gesperrt. Dadurch, dass YieldKit allerdings in der Whitelist auftaucht, werden sie dennoch ausgegeben. Für Webseitenbetreiber heißt das im Endeffekt, dass der direkte Kontakt zu Werbekunden sich kaum noch lohnt und dass stattdessen die Nutzung von YieldKit lukrativer erscheint. Da der Dienst allerdings auch 30 Prozent Provision abzweigt, landen schlussendlich Einnahmen, die eigentlich den Inhalteanbietern gebühren, bei YieldKit. Insofern hat man sich laut Pallenberg erfolgreich als eine Art Mittelsmann zwischen die Parteien gedrängt.

Till Faida wirbt für Adblock Plus auf angeblich unabhängige Web-Portale. Tatsächlich gehören Domains dem Geschäftsführer. (Screenshot: chromeadblock.org)
Till Faida wirbt für Adblock Plus auf angeblich unabhängigen Web-Portalen. Tatsächlich gehören die Domains aber dem Geschäftsführer selbst. (Screenshot: chromeadblock.org)

Ein weiterer Vorwurf von Pallenberg gilt jedoch auch Till Faida selbst. Ihm wirft der Blogger vor, dass er sein eigenes Produkt über angeblich unabhängige Web-Portale bewirbt. Beispielhaft verweist der Blogger auf chromeadblock.org oder chrome-plugins.org. Beide Domains sind auf Till Faida persönlich registriert und geben in Tests bekannt, dass Adblock Plus unter die besten Browser-Erweiterungen für den Chrome Browser gekürt wurde. Der Hinweis, dass der Blog chromeAdblock.org „in keiner Weise mit Google oder Adblock Plus verbunden sei“, erscheint somit wenig glaubhaft. Gegenüber der NZZ hat Faida eingeräumt, dass man hier Fehler gemacht habe: „Dass wir auf Domains wie chromeadblock.org für unsere Software geworben haben, ohne transparent zu machen, dass die Seiten von uns betrieben wurden – das würden wir nicht noch einmal machen.“

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30 Antworten
  1. von ursaberlin am 26.06.2013 (15:55 Uhr)

    "Die Community kam zu dem Schluss, dass YieldKit diese „Acceptable-Ads“-Kritieren erfüllt :"

    Nicht deren Ernst oder? Schaut euch mal den verlinkten Foreneintrag genau an. Ein aktiver Nutzer kommentiert, dass die Werbung nicht den Kriterien entspricht. Kriterien werden geändert. Der Thread wird neu geöffnet und ein 1-Beitrag-Nutzer kommentiert, dass die Werbung ok ist. Danach ist Yieldkit aufgenommen. Das ist _keine_ aktive Community!

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  2. von B am 26.06.2013 (16:03 Uhr)

    „Jede Website kann sich bewerben und die Kriterien sind für alle gleich. (...)"

    Selbst wenn es stimmt (was ich immer noch stark bezweifle), ist der Sinn eines AdBlockers dann sowieso nicht mehr erfüllt.

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  3. von paradonym am 26.06.2013 (16:06 Uhr)

    Zur unsichtbaren Umleitung der Affiliate-Links (im Pallenberg-Artikel auf Seite 2) aber kein kommentar. - Da sehe ich das eigentliche Problem. Simpel gesagt - rechtswiedriges Clickjacking.

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  4. von Herrvonundzu am 26.06.2013 (16:10 Uhr)

    Oh je, t3n - denkt ihr nicht, dass ihr hier jemandem mit dem Interview eine Plattform bietet und euch damit vor deren Karren spannen lasst? Die Überschrift und der Artikel sind sicher inhaltlich richtig, aber die Überschrift suggeriert, dass der Einwand des Geschäftsführers Eure Zustimmung findet und ihr deshalb diese "Klarstellung" verbreiten wollt. Die Argumente von Pallenberg sind nicht entkräftet und das Eingeständnis von Faidas zum Ende Eures Artikels suggeriert, dass damit der Fall für euch erledigt zu sein scheint.

    Ein Leser weniger. Weiter so!

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  5. von Martin_ am 26.06.2013 (16:11 Uhr)

    @ursaberlin
    Dann hast Du wohl die Diskussion zur Änderung der Kriterien nicht mitbekommen: https://adblockplus.org/forum/viewtopic.php?f=12&t=12239

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  6. von Brainer am 26.06.2013 (16:12 Uhr)

    Hallo ursaberlin,

    bin eben mal deinem Hinweis nachgegangen.

    In der Tat, das ist ja totaler quatsch- die machen da wohl die Themen auf und zu gerade so, wie es mit dem passenden Kommentator passt.

    Kann man zu dem Geschäftsmodell sagen was man will, aber der Till hat ne gute Gelddruckmaschine gebaut. Dafür schon mal Respekt. Das dort natürlich bevorzugte Werbemaßnahmen für Geld über den Monitor gehen, ist sehr sehr offensichtlich.

    Auch ein Ding womit sich die Politik mal beschäftigen könnte. Da werden Millionen umhergeschoben ohne jegliche Kontrolle.

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  7. von Andreas Weck am 26.06.2013 (16:14 Uhr)

    @Herrvonundzu... wenn alles inhaltlich richtig ist, warum wendest du dich dann ab? Weil wir einem Angeklagten auf den Zahn fühlen, was die Vorwürfe angeht? Versteh ich nicht... Hoffe aber, dass du uns bald wieder besuchst. Grüße Andreas

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  8. von Martin_ am 26.06.2013 (16:17 Uhr)

    @paradonym
    Was soll das für eine "unsichtbaren Umleitung" sein? Wenn Du die Vertipperkorrigierung meinst: die ist alles andere als unsichtbar.

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  9. von Brainer am 26.06.2013 (16:17 Uhr)

    Ach Mark J. Schmidt - du denkst auch das alle im Internet ihr Geld mit NICHTS verdienen oder?

    (PS: Da dein Kommentar hier per datenschutzwidrigen fb-plugins hier gelandet ist, wirst du diese Antwort nie lesen.)

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  10. von Brainer am 26.06.2013 (16:21 Uhr)

    Ach Martin_ - unsichtbare Umleitung heißen so, weil du Sie wahrscheinlich noch nicht wahrgenommen hast. Ach ja: Es geht um "rechtswiedriges Clickjacking"

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  11. von Martin_ am 26.06.2013 (16:28 Uhr)

    Dann erklär es mir bite, Brainer. So wie es im Artikel von Herrn Pallenberg steht, ist es nämlich nicht richtig.

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  12. von ursaberlin am 26.06.2013 (17:19 Uhr)

    @Martin_ Auch der zweite Thread im Forum ist eine Diskussion von ABP Angestellten mit 1-Beitrag-Nutzern. Und auch Du bist einer dieser 1-Beitrag-Nutzer hier auf T3N.

    Es ist das übliche Verfahren, was ich aus anderen Foren kenne, um eine Pseudo-Diskussion darzustellen: Der Thread Opener nutzt die 1-Beitrag-Nutzer um eine Diskussion in eine Richtung zu lenken. Auch gerne von Foren-Spammern verwendet. Für mich sieht das hier auch eher danach aus, als nach einer echten Community.

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  13. von reraiseace am 26.06.2013 (17:36 Uhr)

    Der Artikel ist sachlich, und versucht beide Seiten nüchtern darzustellen. Das Sascha Pallenberg mit seinem Artikel sehr provokant rüberkommt ist sicherlich beabsichtigt. Jetzt kocht erst mal alles hoch und ich finde, beide Seiten sollten die Chance erhalten, sich zu erklären. Es wird sich einfach zeigen, was dran ist und wer recht hat. Abwarten und Tee trinken.

    Kritisieren ist immer leicht, aber dann sollte man auch die Ehrlichkeit besitzen und seinen Namen dazu schreiben. Alles andere ist schlichtweg feige

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  14. von severin am 26.06.2013 (18:30 Uhr)

    Sorry, dass Ihr dem hier eine Plattform gibt ist mehr als daneben. Gerade Yieldkit ist der größte nervende Scheiß.

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  15. von blub am 26.06.2013 (18:48 Uhr)

    Kann man das Clickjacking abstellen? Müsste ja eigentlich möglich sein, das läuft ja alles über diese Listen. Und wie macht man das genau?

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  16. von Sascha Pallenberg am 26.06.2013 (23:53 Uhr)

    Ich bin ehrlich gesagt erstaunt, dass hier von t3n, die ich ueber alles schaetze ein derartiger Kommentar hier veroeffentich wird. Ich zitiere:

    "Sebastian Bertram, weil Sascha Pallenberg zu interviewen derzeit keinen Sinn ergibt. Er hat die Vorwürfe gestellt, nachzulesen per Verlinkung und auf den Punkt gebracht im Interview. Zum jetzigen Zeitpunkt, konnte man erst einmal nur noch Till Faida hinzuholen und ihn damit konfrontieren. Was die kommenden Tage noch bringen werden, wird sich zeigen. Eine Wertung des Ganzen haben wir aufgrund uneindeutiger Beweisführung erst einmal außen vorgelassen. (awk)"

    Ich war es, der t3n gute 3 Stunden vor der Veroeffentlichung meines Beitrages eine Rohfassung zugesendet hat. Ich habe mich ueber eine gute Stunde mit einem t3n Verantwortlichen unterhalten und alle Fragen beantwortet. Die Facebook History liegt mir vor und ich bin leake schneller als mein Schatten, wenn man mir hier versucht einen Strick zu drehen!

    Andy, ich wuerde das gerne mal bei einem Bierchen auf der naechsten CeBIT besprechen aber ich ich erwarte von euch, transparent und kollegial, dass ihr das hier euren Lesern mitteilt und nicht so einen Spin hier startet.

    DAS ist nicht in Ordnung und Du weisst, dass ich hier am laengeren Hebel sitze. Klaert das aber asaps, denn das empfinde ich alles andere als in Ordnung!

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  17. von Caro am 27.06.2013 (00:21 Uhr)

    Die Seite http://adblockplus.org/ ist jedenfalls bei mir nicht mehr erreichbar...

    @t3n: ich finde es vollkommen nachvollziehbar, dass ihr erstmal den Beschuldigten zu Wort kommen lasst. Der Artikel, der dem Ganzen zugrunde liegt, erhebt schwere Vorwürfe. Jetzt direkt ein Interview mit dem Verfasser des Artikels zu veröffentlichen machte keinen Sinn; er hat ja bereits gesprochen.
    Dass dieses Interview im weiteren Verlauf noch auf dieses hier folgen könnte/sollte (ich wär dafür), ist ein anderes Thema.

    @Sascha Pallenberg kann deswegen die Entrüstung nicht ganz nachvollziehen.

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  18. von Andreas Lenz am 27.06.2013 (08:24 Uhr)

    @sascha: was @caro sagt. und entspann dich mal ;)

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  19. von Q$§ZUI* am 27.06.2013 (11:01 Uhr)

    Hab gerade eine Bericht von Euch aus dem Jahr 2011 endeckt. In deiesem befürwortet und macht Werbung für "akzetable" Werbung AdBlock Plus.

    http://t3n.de/news/adblock-plus-akzeptable-werbung-erhaltung-kostenlosen-348375/

    Ich blocke Eure Werbung mit "Ghostery" und ich tue das gerne. Auch euer "GuruAds"

    Wenn man auf die Whitelist schaut:

    https://easylist-downloads.adblockplus.org/exceptionrules.txt

    Ihr steht ganz oben.

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  20. von Maik am 27.06.2013 (15:30 Uhr)

    Ad-Blocker sind alle illegal, genauso wie Kinofilme im Netz schauen. Für einen Seitenbetreiber ist Werbung gleichzusetzen mit Kinokarten. Von daher sollte gegen sowas sogar wesentlich härter vorgegangen werden, als gegen Raupkopierer. Hier betrifft es nicht nur ein paar "Großkonzerne", sondern tausende von Seiten, die ihr Angebot darüber finanzieren.

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  21. von Maik am 27.06.2013 (15:32 Uhr)

    PS: Ein Blocker gegen RS Fehler bei schnellem tippen fänd ich sinnvoller. ;)

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  22. von Franz am 28.06.2013 (09:53 Uhr)

    Ob Herr Pallenberg sich von diesem Artikel von Anfang des Jahres hat "inspirieren" lassen hat, zumindest was den Titel betrifft?

    http://www.cmo.com/content/cmo-com/home/articles/2013/2/22/media_mafiosos_is_ad.frame.html

    Versteh die ganze Aufregung nicht. Auch in den deutschen Medien war das schon Anfang des Jahres ein Thema

    http://www.pcwelt.de/ratgeber/Werbeblocker-Adblock-Plus-winkt-Werbung-gegen-Geld-durch-4151666.html

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  23. von Marco.Willi am 28.06.2013 (10:48 Uhr)

    First World Problem würd ich mal sagen!
    Ich möcht jetzt niemandem nahe treten, jeder möge sich mit dem beschäftigen, was ihn interessiert, aber ich sehe das Problem nicht.

    Ich nutze AdBlock Plus oder irgend ein Fork davon eventuell. Es blockiert Werbung auf Internetseiten. Es funktioniert. Danke dafür.

    Es gibt ein Whitelist-Addon? Tolle Sache! Es wird von einer Community (also anderen) definiert, was "gute" und "schlechte" Werbung ist? Hey - dann muss mir einfach bewusst sein, dass da evtl. auch Werbung drin ist, die mir persönlich nicht gefällt!

    Wenn ich bei Seiten wie t3n die ich persönlich als "gute Sache" ansehe einen Hinweis bekomme, den AdBlocker bitte zu deaktivieren, da sie sich sonst nicht finanzieren kann - dann mach ich das einfach über die ganz einfach zu handhabende Funktion in AdBlock. Bekomm ich so einen Hinweis auf einer Seite die mir egal ist, dann mach ich das nicht. Also - Wo ist das Problem??

    Wir leben in einer Konsumgesellschaft und im Kapitalismus. Nahezu JEDER will zu Geld kommen und viele tricksen dafür natürlich auch. Ob das schön oder unschön ist, hat jeder für sich selbst zu entscheiden, ganz individuell.

    Macht euch lieber Gedanken, ob ihr eure persönlichen Abfälle vom Fastfood-Restaurant nicht lieber mit nach Hause nehmt und dort entsorgt anstatt die Umwelt damit zu belasten und das eigentlich schöne Gesamtbild der Natur zu zerstören. DAS ist wichtig. Denn alle noch so schöne Technik bringt nichts, wenn die Basis, die Welt, die "globale Variable" nicht mehr taugt....

    MfG =)

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  24. von Philipp Bethge am 28.06.2013 (15:30 Uhr)

    Ich würde gerne an dieser Stelle auf das Statement von YieldKit CEO Oliver Krohne hinweisen: http://yieldkit.com/de/presse/

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  25. von blub am 28.06.2013 (15:55 Uhr)

    @MarcoW mir gefällt dein Kommentar :) Aaaaber Technik kann auch die Umwelt reinigen oder Fastfoodrestaurants verwenden biologisch (schnell) abbaubare Verpackungen (und ist das nicht auch Technik?)

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  26. von Martin O. Hamann am 29.06.2013 (22:08 Uhr)

    Der angeführte Artikel ist einfach zu rantig verfasst worden, somit bewirkt er das völlige Gegenteil. Nun sind die Gründer von Adblock Plus die Opfer und Angeprangerte erhaschen nunmal immer die meisten Sympathiepunkte, das ist ein Gesetzt , was auch schon der Verfasser der Bibel kannte, weshalb er auch Jesus erfand). Das kommt eben davon, wenn ein likegeiler Hund versucht uns die Augen zu öffnen ..........

    Und was lernen wir daraus: auch ein werbefreies Internet gibt es nicht umsonst....Das war mir allerdings schon vorher klar!

    Doch keine Sorge, Binlayer ist schon weg , und die Yieldkit-Bande ist doch auch nur ne kleine Eintagsfliege.....Warum also aufregen?

    Cheers
    --

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  27. von Steffen012345 am 29.06.2013 (22:57 Uhr)

    @Martin: Das ist die feinste Ironie, die ich seit langem in Form eines Kommentars lesen durfte. Hab' mir gerade Deinen eigenen Beitrag zu Adblockern durchglesen. Sehr sachlich, überhaupt nicht rantig :-). Binlayer ist übrigens sehr lebendig, wie der Pallenberg ja schreibt, da hat Qualigo zugeschlagen und die starten demnächst neu.

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  28. von Martin O. Hamann am 30.06.2013 (09:55 Uhr)

    @Steffen012345

    hochinteressant, wusste nichts von der Übernahme. Habe aber eben den Artikel von vermarktercheck.de überflogen. Dort heißt es, QualiGO hätte "über die alten BinLayer-Codes stillschweigend Layer-Werbung von SponsorAds ausgeliefert [...] Und dass ohne dass die Publisher in irgendeiner Form darüber informiert wurden oder es eine Vergütung dafür gab."

    Das nenne ich doch mal einen werteorientierten Businessplan. Na, da kommt wohl noch was auf uns zu!
    Im Juni 2013 werden uns dann bestimmt noch größere und noch buntere Mind-Fucking-Ads in die Augen hüpfen, alles made in Germany, Wahrscheinlich führen die dann noch ne tolle "Neuerung" ein, also so 50 Layers die sich blitzartig übereinander legen, sobald man einen schließt poppt ein anderes auf und so weiter. Bis man sich zum Content durchgeklickt hat, vergehen dann durchschnittlich 2 Minuten. Wer es aber früher schafft, der bekommt einen Eintrag in die "Qualigo" Highscore-Liste, und eine tolle Prämie obendrauf: Ein Anruf von einer heißen Blondine, die Dir n paar überteuerte Sneakers andrehen will. Die kaufe ich der Schrulle dann natürlich sofort ab, damit ich vor dem Internet weglaufen kann!


    Cheers
    --

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