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Entwicklung & Design

Die neue Creative Cloud 2015 ist da: Alle Infos zu Adobes großem Update

    Die neue Creative Cloud 2015 ist da: Alle Infos zu Adobes großem Update

Adobe Creative Cloud 2015. (Grafik: Adobe)

15 seiner Creative-Cloud-Apps hat Adobe ein Update verpasst. Wir waren auf dem Launch-Event in Berlin dabei und verraten euch, was bei Photoshop, Indesign, Illustrator und Co. alles neu ist.

Creative Cloud: CreativeSync ermöglicht geräteübergreifendes Arbeiten

Winston Hendrickson, VP Engineering bei Adobe, bei der Vorstellung der Creative Cloud in Berlin. (Foto: t3n)
Winston Hendrickson, VP Engineering bei Adobe, bei der Vorstellung der Creative Cloud in Berlin. (Foto: t3n)

Keine Frage, die Integration von Fotolia in die Creative Cloud dürfte das Weitreichendste sein, das Adobe heute in Berlin vorgestellt hat. Adobe Stock, die jetzt tief in einige Apps der Web-Services integrierte Bilddatenbank macht den Kauf und die Nutzung von Fotos innerhalb von Photoshop und Co. definitiv einfacher. Doch auch 15 der Creative-Cloud-Apps selbst hat Adobe etliche neue Features und einiges an Feintuning verpasst.

Und das ist auch nötig gewesen. In einer Umfrage von Adobe selbst haben 65 Prozent der befragten Nutzer angegeben, dass es für ihre Kreativität wichtig sei, auch außerhalb des Büros arbeiten zu können. Für Adobe war der Schritt in die Cloud also ein logischer. Und für Rufus Deuchler, Principal Creative Cloud Evangelist bei Adobe, war er auch nach wie vor der richtige, trotz der teils heftigen Kritik. „Auf diese Entscheidung bin ich super stolz, dass das Management das durchgezogen und niemals zurückgeguckt hat. Das war die richtige Entscheidung für alle: für uns, weil wir schneller entwickeln können, für die User, weil sie immer die neuesten Sachen haben und flexibler und mobiler werden. Früher gab es immer diese eine Frage: ‚Hey, kannst du mal die und die Datei in die und die Version konvertieren?‘ Meine Vision ist, dass es das nicht mehr gibt, dass alles in einem perfekten Workflow funktioniert.“

Um den noch einfacher zu gestalten, hat Adobe ein Feature entwickelt, das der Konzern schlicht CreativeSync nennt. Von Fotos und Werkzeugen wie Brushes über Fonts, beispielsweise auch von Typekit, oder Libraries bis hin zu Charts, den dahinter liegenden Daten und sogar ganzen Designs: all das soll mit CreativeSync auf allen Geräten – ob Desktop, Smartphone oder Tablet – und zwischen den verschiedenen Creative-Cloud-Apps verfügbar gehalten und synchronisiert werden können. Doch auch die einzelnen Apps haben einige neue Features bekommen. Wir stellen euch die wichtigsten kurz vor.

Creative Cloud: Photoshop bekommt Artboards-Feature

Die Creative-Cloud bekommt ein Update und Photoshop das Artboards-Feature. (Screenshot: YouTube)
Die Creative-Cloud bekommt ein Update und Photoshop das Artboards-Feature. (Screenshot: YouTube)

Die wohl wichtigste Neuerung bei Photoshop dürften die Artboards sein, ein Feature, das Designer von Tools wie Illustrator oder Sketch kennen. „Artboards wollten die User schon lange“, sagt auch Rufus Deuchler. „Die Idee kommt ja von Macromedia Freehand, später gab es sie bei Illustrator.“ Mit Artboards können Iterationen, Websites oder responsive Designs in einem einzigen Dokument zusammengefasst und bearbeitet werden. Der Designer Brad Ellis aus San Francisco hatte die Chance, das Feature in einer Demo von Photoshop CC 2015 zu testen und hat ein kleines Video dazu erstellt:

Gerade für Screen-Designer spannend könnte die Preview-Funktion sein, mit der Designs aus Photoshop heraus auf verschiedenen Devices dargestellt werden können. Mit einer eigenen App für iOS (Android soll folgen) haben Designer so die Möglichkeit, ihre Entwürfe für verschiedene Ausgabegeräte und Screen-Größen zu testen und Änderungen via CreativeSync live übertragen zu lassen. Geräte müssen dafür entweder über USB verbunden sein oder sich im selben Wlan befinden.

Alle neuen Photoshop-Features findet ihr hier.

Adobe Preview CC
Entwickler: Adobe
Preis: Kostenlos

Ebenfalls neu in der 2015er-Version ist die Möglichkeit, PSD-Dateien für Dreamweaver zu exportieren. Der Export übernimmt dabei nicht nur die Bilder oder Grafiken, sondern rechnet auch Schrift und andere Elemente in CSS um.

Alle neuen Dreamweaver-Features findet ihr hier.

Flüssigeres Arbeiten mit hochkomplexen Vektor-Grafiken

Vor allem bei Illustrator hat Adobe nach eigenen Angaben an der Geschwindigkeit gearbeitet – mit Features wie der „GPU Performance“ und „Animated Zoom“, mit denen flüssigeres Arbeiten mit hochkomplexen und rechenintensiven Grafiken möglich sein soll. Und: Adobe hat den Zoom-Faktor in Illustrator drastisch erhöht: In der 2015er-Version ist ein Zoom bis zu 64.000 Prozent möglich – statt 6.400 Prozent bei Illustrator CS6.

Doch auch insgesamt hat Adobe deutlich an der Geschwindigkeit der Creative Cloud 2015 geschraubt. So sollen beispielsweise der Bereichsreparatur-Pinsel (Spot Healing Brush) oder das Ausbessern-Werkzeug (Patch Tools) in Photoshop um bis zu 120 mal schneller, Illustrator CC 2015 insgesamt sechs mal schneller oder InDesign zwei mal schneller sein als die Versionen in CS6.

Creative Cloud: Linked Smart Objects

Dokumente und Projekte in InDesign können in der neuen Version nicht nur als Epub publiziert, sondern auch – beispielsweise für Kunden – online veröffentlicht oder via Facebook geteilt werden, wobei beispielsweise Animationen umgerechnet und somit erhalten werden. Und auch diese Entwürfe können dann über die Preview-Funktion und die entsprechenden Apps direkt auf verschiedenen Endgeräten getestet werden.

Anwendungsübergreifend hat Adobe für seine Creative Cloud die sogenannten „Linked Smart Objects“ eingeführt. Smart Objects kennen Adobe-Kunden schon länger, doch Rufus Deuchler erklärt, was sich geändert hat: „Linked Smart Objects heißt, dass Objekte sich in allen Projekten ändern, an denen ich arbeite. Durch CreativeSync kann dann nicht nur ich, sondern auch alle meine Kollegen daran arbeiten und die Änderungen nutzen. Das ist ein Designer-Traum.“

Alle neuen Indesign-Features findet ihr hier.

Neue Möglichkeiten für Lightroom

In Lightroom hat Adobe ebenfalls diverse neue Features eingeführt. So können direkt in Lightroom verschiedene Veränderungen an Fotos vorgenommen werden, ohne zu Photoshop wechseln zu müssen, zudem gibt es in der neuen Version das sogenannte Dehaze-Feature, mit dem Nebel in Fotos stufenlos reduziert oder erhöht werden kann.

Ebenfalls dazugekommen ist die Möglichkeit, aus mehreren Fotos Panoramen oder HDR-Bilder zu erstellen, ohne die Anwendung verlassen zu müssen. Exportiert der Nutzer ein Panorama mit dem beim Zusammensetzen entstandenen Weißraum an den Rändern, ist Photoshop wiederum in der Lage, diesen Weißraum mit Inhalt zu füllen. Und auch hier können die Libraries via CreativeSync zwischen mobiler und Desktop-App synchronisiert werden.

Adobe Photoshop Lightroom for iPad
Entwickler: Adobe
Preis: Kostenlos
Adobe Photoshop Lightroom
Entwickler: Adobe
Preis: Kostenlos

Alle neuen Lightroom-Features findet ihr hier.

Neue Bearbeitungs-Features für Premiere Pro CC

Für die Video-Bearbeitung hat Adobe auch Premiere Pro ordentlich aufgebohrt. Direkt in Premiere können Nutzer jetzt für Sequenzen oder ganze Projekte mit Funktionen wie der Sättigung, Kontrast, Vignetten oder Presets für die Imitation verschiedener Filme experimentieren.

Auch in Premiere Pro oder After Effects sind zudem Libraries via CreativeSync verfügbar, sodass Nutzer anwendungsübergreifend Werkzeuge und Daten nutzen können. Zudem hat Adobe mit Adobe Hue eine iOS-App vorgestellt, die die Farbstimmung einer Szene einfangen und beispielsweise auf Videos in Premiere Pro oder Animationen in After Effects übertragen kann.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-( #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche

Alle neuen Premiere-Features findet ihr hier, alle neuen After-Effects-Features hier.

Adobe und die Konkurrenz

Auch wenn Adobe-Produkte nach wie vor einen hohen Marktanteil haben, die Konkurrenz durch Tools wie Pixelmator oder Sketch wächst. Ein Fakt, auf den der Konzern ebenfalls reagiert hat. Beispielsweise mit einem Feature namens „Design Space“ in Photohop, einer vereinfachten Ansicht für das Bearbeiten von Dateien. „Das Ganze ist eine neue Sicht darauf, wie ein Pixel-Programm auch anders genutzt werden kann“, so Rufus Deuchler. „Wir werden immer unsere Profi-Userbase haben, aber es ist auch wichtig, für den Neueinstieg von Kindern oder Studenten die extrem harte Lernkurve zu vereinfachen. Design Space ist noch immer Photoshop, nur die Ansicht wird vereinfacht.“

Der Design Space in Adobe Photshop CC 2015. (Screenshot: Adobe)
Der Design Space in Adobe Photshop CC 2015. (Screenshot: Adobe)

„Von dem einen Programm für alles reden die Leute ja schon seit 2002.“

Um solche und die anderen Features zu entwickeln, verlässt sich Adobe nicht nur auf die eigenen Mitarbeiter und ihre Ideen, sondern auch auf die Nutzer und Kunden, so Deuchler: „Natürlich kriegen wir Feedback durch die Community, durch Foren, durch unsere Feedback-Seite. Da sagen Leute zwar oft: ‚Ich schreibe da was, aber das ändert ja doch nichts!‘. Aber ich kann ganz klar sagen: Das wird alles gelesen und ernst genommen.“ Es dauere nur manchmal, Ideen auch umzusetzen. „Photoshop beispielsweise ist 25 Jahre alt und ein riesiges Programm. Die Leute denken immer, es sei super einfach, neue Features zu implementieren. Aber das ist wie bei einem Auto. Wenn ich da auf der einen Seite etwas Neues einbaue, darf es auf der anderen Seite nicht wackeln.“

Die Verschmelzung von Programmen und der Weg von der Software auf CD hin zur Cloud ist somit nicht mehr aufzuhalten, dass es jedoch irgendwann nur noch ein Adobe-Programm geben wird, das alles kann, sieht Deuchler nicht. „Von dem einen Programm für alles reden die Leute ja schon seit 2002. Aber nach 13 Jahren gibt es noch immer verschiedene Produkte.“ Das liege auch daran, dass sich die einzelnen Disziplinen durchaus halten, auch wenn immer wieder einzelne Branchen radikal umgewälzt werden. „In den 90er-Jahren waren es die Designer, jeder hatte da plötzlich einen Mac und jeder war plötzlich Designer. Ich habe in meine Ausbildung Unsummen gesteckt und plötzlich hatte ich da unglaublich viel Konkurrenz. In den 2000er-Jahren gab es das dann mit den Fotografen und jetzt sind es die Video-Produzenten. Aber eine Konstante ist: auch aus der Masse stechen immer wieder Einzelne hervor, aber nicht jeder ist deshalb ein Profi. Aber: Jeder kann kreativ sein.“

Eine Übersicht über alle neuen Features der 15 Creative-Cloud-Programme findet ihr hier und in diesem Blogpost von Adobe.

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3 Reaktionen
koluumbus
koluumbus

Adobe ist eine Scheiß-Firma, die ihr Monopol ausnutzt, ich verstehe nicht, warum t3n ihr so hinterherschleimt ... CC SUCKS und ist viel zu teuer

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Soso
Soso

Meiner Meinung nach Bullshit. Seine Daten in der Cloud zu haben ist was völlig anderes als ein Abo-Modell. Das einzige, was bei "Adobe Creative Cloud" Cloud ist, ist deren Cloud Storage. Und das ist nicht mal im Preis des Abos beinhaltet (nur 20 GB).

Die (vorgeschobene) Idee hinter CC war ja mal, dass man kontinuierlich die Programme weiterentwickeln kann und nicht mehr auf Major-Releases angewiesen ist. Das wurde aber nie umgesetzt - im Gegenteil. Es gibt weiterhin jedes ein Jahr ein Major-Release, das zusätzlich zu der alten Version manuell installiert werden muss. CC war nie mehr als ein Downloader. Der Vorteil für Adobe ist nur, dass sie weniger bieten müssen und trotzdem mehr Geld verdienen, weil es für die Kunden keine Exit-Strategie gibt. Alleine schon die Neuerungen von CS6 zu CC - wo man eigentlich gedacht hätte, jetzt zeigen sie mal allen richtig, wozu sie fähig sein, damit alle ganz schnell zu CC upgraden - war minimal. CC 2013 und 2014 waren ebenso minimalistisch.

Und die Neuerung in diesem Jahr sind ebenso wenig überzeugend, jedes Jahr 720 € dafür zu zahlen. Artboards in Photoshop: Wer nutzt den noch Photoshop für Layouts? Preview: Super, geht schon seit Jahren mit diversen Drittanbieter-Tools. Interessant wäre das für alle CC-Produkte gewesen. 64000% Zoom in AI: Quatsch! Und Geschwindigkeit soll's jedes mal geben und am Ende merkt man dann doch nichts. Lightroom 6 ist hingegen ganz nett, gibt's aber auch ohne CC für einmalig 70 €.

Adobe lügt sich jedenfalls selbst an, wenn sie meint, dass sie mit CC ihre Kunden glücklich oder sogar glücklicher machen kann. In den meisten Agenturen und Unternehmen, die ich kenne, wird noch mit CS6 gearbeitet. Alleine schon wegen der Steuer.

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Sagined
Sagined

...und Sie schaffen es immer noch nicht die Rastereinstellungen in einer PSD-Datei zu speichern.

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