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Adobe Spark vs. Canva: Shootout der Bilder-Schnelldienste

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Kandidat 2: Canva

Canva stellt eine Weiterentwicklung des Editors von Fusion Books dar. Fusion Books ist der größte Verlag für Jahrbücher in Australien und sehr erfolgreich damit, es Schülern und Lehrern zu erleichtern, ansprechende Jahrbücher zu erstellen. Melanie Perkins, eine der Gründerinnen von Fusion Books, kam schon früh zu der Überzeugung, dass insbesondere der Fusion Books Editor weit mehr Potenzial besitzt, als für das Design von Jahrbüchern gefragt ist. Daraus entstand nach längerer Bedenk- und Entwicklungszeit das heutige Canva.

Canva: Ein Tool für die Gestaltung von Materialien für Web und Print

Canva konzentriert sich ganz auf die Kreation von Grafiken für Social Media und andere Zwecke. Dabei beschränkt sich das Tool nicht auf Anwendungen im Bereich des Web, sondern eignet sich ebenso für Printprojekte. So existieren für die klassischen Geschäftsunterlagen und Werbematerialien wie Briefköpfe, Visitenkarten oder Flyer sogar dedizierte Vorlagen.

Canva-Landing-Page. (Screenshot: t3n)

Generell ist mit Canva also ein Design für nahezu jeden Zweck möglich. Du könntest auch deine Geburtstagseinladung damit gestalten. Durchgesetzt hat sich Canva indes hauptsächlich im Bereich der Erstellung von Grafiken für Social Media. Was du mit Canva nicht erstellen kannst, sind Webseiten oder Videos. Insofern kann Canva mit Adobe Spark nicht mithalten.

Perkins arbeitete früher als Dozentin und schulte Studenten im Umgang mit Illustrator und anderen Design-Dickschiffen. Dabei fiel ihr auf, dass der schwer zu erlernende Funktionsumfang für die meisten Fälle überdimensioniert ist. Mit Canva vereinfacht sie die Vorgehensweisen drastisch, bleibt aber, was das Grundkonzept betrifft, relativ nah an der Standard-UI von Desktop-Apps.

Canva kann kostenlos genutzt werden, bietet aber auch Bezahl-Features

Canva ist ein Business und als solches auf Umsatz aus. Dabei steht das Geschäftsmodell auf mehreren Säulen. Wer Canva beruflich und im Team einsetzen will, um etwa zentral das Corporate Design zu verwalten und Templates für das eigene Branding bereitzustellen, der wird sich für das Modell „Canva for Work” interessieren. Hiermit kannst du Teams mit bis zu dreißig Mitgliedern für 12,95 US-Dollar pro Monat und Benutzer aufbauen. Im Monatsbeitrag ist der Zugriff auf rund 300.000 kostenlose Fotos, Illustrationen und Vorlagen bereits inbegriffen.

Einzelkämpfer und kleine Teams bis zu zehn Mitgliedern könnten bereits mit dem kostenlosen Plan gut versorgt sein. Dort stehen dir zwar sämtliche Features rund um das eigene Corporate Design, also das Erstellen von Vorlagen, das Verwalten eigener Farbpaletten oder das Verwenden eigener Fonts, nicht zur Verfügung. In Sachen Design unterliegst du jedoch keinen Beschränkungen. Sogar 8.000 kostenlose Vorlagen kannst du nutzen.

Im kostenlosen Plan hofft Canva Umsatz mit teils kostenpflichtigem Fotomaterial zu machen. Insgesamt eine gute Million Fotos zum Stückpreis von einem US-Dollar stehen zu deiner Verfügung. Es steht dir aber auch frei, Bilder aus anderen Quellen, etwa Pixabay oder Unsplash, per Upload in deinen Canva-Account zu bringen und dann zu verwenden.

Zu den kostenpflichtigen Fotos gibt es ebenso kostenpflichtige Illustrationen, Piktogramme und andere Elemente. Das Angebot ist jedoch an keiner Stelle alternativlos. Du wirst nicht zum Kauf gezwungen oder auch nur gedrängt. Canva kann für dich auf diese Weise dauerhaft kostenlos nutzbar bleiben.

Canva ist kein Ersatz für Photoshop oder Illustrator

Wenn du Canva überhaupt mit einer gängigen Design-App vergleichen willst, dann am ehesten mit Indesign. Denn echte Editorfunktionen auf Pixel- oder Vektorlevel hat Canva nicht. Es dient insofern mehr dem Arrangieren vorgefertigter Elemente auf einer gemeinsamen Leinwand, eben so, wie du es für Social Media ständig brauchst. Lediglich eine Fotofilter-Auswahl erlaubt dir, Fotos in Maßen zu verändern.

Erste Schritte mit Canva

Um Canva zu benutzen, benötigst du ein entsprechendes Konto. Dieses kannst du per OAuth via Facebook oder Google+ sowie konventionell mit Benutzername und Passwort erstellen. Einmal angemeldet, landest du auf der Übersicht deiner Projekte. An dieser Stelle siehst du all deine Arbeiten und kannst sie erneut bearbeiten, duplizieren oder löschen.

Ansicht der eigenen Projekte. (Screenshot: t3n)

Rechts oberhalb deiner eigenen Projekte findest du eine Übersicht aller Formate, die Canva für dich generieren kann und für die es die jeweils exakten Maße kennt. Ganz oben rechts bietet es jedoch auch die Möglichkeit, eine Grafik nach deinen eigenen Vorstellungen zu erstellen. Das kann für die Verwendung in deinem eigenen Blog sogar unabdingbar sein. Um das zu nutzen, klicke auf „Use Custom Dimensions”.

Du kannst auch eigene Maße angeben. (Screenshot: t3n)

Hast du ein Format ausgewählt, öffnet sich der Editor. Der zeigt auf der rechten Seite die zu bearbeitende Grafik an, links findest du den Werkzeugkasten der App, der sich recht überschaubar in die Kategorien „Search”, „Layouts”, „Elements”, „Text”, „Background” und „Uploads” unterteilt.

Über „Search” suchst und findest du Fotos und Illustrationen im Canvas-Fundus. Unter „Layouts” erhältst du Zugriff auf die kostenlosen und kostenpflichtigen Layout-Vorlagen. Kostenlose Vorlagen erkennst du an dem kleinen Badge „Free” rechts unten in der Vorschau. Die Layouts sind auf das von dir gewählte Format angepasst. Im Beispielfall also auf den Anwendungsfall „Twitter Post”.

Layout-Templates beschleunigen das Design. (Screenshot: t3n)

Ein Layout wendest du an, indem du es schlicht anklickst. Es erscheint dann innerhalb des vormals leeren Rahmens im Editor. Nun klickst du einfach ein bisschen im Layout herum. Du stellst fest, dass du auf diese Weise die einzelnen Elemente auswählst. Ist ein Element ausgewählt, erscheint eine Werkzeugleiste oberhalb der Grafik. Die Leiste ist kontextsensitiv, sieht also je nach Element anders aus und bietet genau die Bearbeitungsmöglichkeiten, die für das gewählte Element Sinn ergeben.

Die Werkzeugleiste ist kontextsensitiv. (Screenshot: t3n)

Hast du etwa einen Text ausgewählt, stehen dir Funktionen zum Ändern von Schriftart, -größe und -farbe sowie Formatierungsoptionen zur Verfügung. Texte werden direkt in der Grafik bearbeitet. So siehst du Auswirkungen unmittelbar im Layout.

Bilder kannst du in der Größe verändern, mit Filtern versehen, spiegeln, kopieren oder anders anordnen. Canva arbeitet nach einem Ebenenprinzip, wobei du die einzelnen Ebenen nicht sehen kannst. Insofern ist das weiter in den Vordergrund holen oder weiter in den Hintergrundsetzen eines Elements mit etwas Experimentieren verbunden. Anders als etwa in Adobe Spark ist es mit Canva aber jedenfalls möglich, Bilder übereinander zu stapeln und frei zu arrangieren.

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