Adobe hat gestern eine frühe Alpha-Version seiner Laufzeitumgebung AIR für Linux Betriebssysteme veröffentlicht. Zudem ist Adobe vor kurzem der Linux Foundation beigetreten, die sich um die Verbreitung und Förderung von Linux kümmert.
Nachdem vor rund einem Monat
Adobe AIR 1.0 für Mac OS X und Windows veröffentlicht wurde, liegt seit Montag eine erste Alpha-Version für
Linux vor. Noch fehlen allerdings einige Schlüsselfunktionen. So soll AIR für Linux momentan nur mit Sun Java laufen und die Arbeit mit GNU Java verweigern, außerdem fehlen Features wie die Druckfunktion für Dokumente, TCP IPv6, die Unterstützung mehrerer Monitore sowie Digital Rights Management. In Zukunft sollen jedoch alle bisher für Mac OS X und Windows erhältlichen Applikationen auch unter Linux laufen.
Ebenfalls am Montag hat Adobe seinen Flex Builder für Linux in der dritten Alpha-Version veröffentlicht. Damit sollen Entwickler auch unter Linux Flex-Applikationen entwickeln können.
Ein Wermutstropfen auf dem Weg des Konzerns in Richtung offener Standards und Open Source ist jedoch, dass Adobes Endnutzer-Lizenz den Linux-Nutzern untersagt, den zu Grunde liegenden Quellcode von AIR zu erforschen und zu dekompilieren. AIR für Linux liegt auf Adobes Website zum Download bereit.