Das könnte dich auch interessieren

Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Adobe: Die Vision einer gigantischen Marketingplattform

    Adobe: Die Vision einer gigantischen Marketingplattform

Adobe Summit 2015. (Foto: Adobe)

Eine starke Vision treibt das Geschäft von Adobe. Abseits von Photoshop und Illustrator arbeitet das Unternehmen an einer integrativen Marketingplattform, die in Großunternehmen schon jetzt die gesamte Produktpalette vereint.

„‚Kreativität ist in unserer DNA‘, so Brad Rencher“

Adobe Summit 2015, London. Brad Rencher, Senior Vice President und General Manager der Marketingsparte von Adobe, betritt am Mittwochmorgen die Hauptbühne des Excel Center. Rund 4.000 Teilnehmer sind anlässlich des zweitätigen Events angereist, darunter auch zahlreiche Journalisten.

Vor allem Großunternehmen haben Marketingverantwortliche zum Adobe Summit geschickt. Auf der Gästeliste stehen Konzerne wie Sony, Renault und Adidas, außerdem sieben der zehn größten Autohersteller und neun der der zehn größten Banken. Sofort ist klar, für Adobe hat der Summit große Bedeutung.

Vom Kreativunternehmen zum Marketingkoloss

Brad Rencher, Adobe. (Foto: Adobe)
Brad Rencher, Adobe. (Foto: Adobe)

Seit der Gründung von Adobe im Dezember 1982 hat das US-Unternehmen aus San Jose sein Geld mit Produkten wie Illustrator, Photoshop und Indesign verdient – Produkte für Grafiker, Designer und Künstler. Erst mit der Übernahme von Omniture im Jahr 2009 schlug Adobe eine neue Richtung ein.

Das Unternehmen für Kreativarbeiter entwickelt sich seitdem zu einem globalen Marketingkonzern. Sein Steckenpferd ist nicht mehr die „Creative Suite“, sondern zunehmend auch die „Marketing Cloud“. Neben Photoshop und Illustrator rücken Produkte wie Analytics und Campaign in den Vordergrund.

Ein Ökosystem von gigantischem Ausmaß

Großkonzernen öffnet die „Marketing Cloud“ den Zugang zum Ökosystem Adobe. Der 8-teilige Werkzeugkasten liefert Lösungen für nahezu alle Teilbereiche des Marketings, von der Webanalyse über die Kampagnenverwaltung bis zum Mediabuying – und hat nur ein großes Manko: hohe Kosten.

Adobe liefert keinen einfachen SaaS-Service, sondern eine kompliziert zu integrierende aber umfassende Plattform. Wer sie nutzt, profitiert von einer tiefen Integration der gesamten Produktpalette. Erfolgt die Auswertung von Kundendaten mit Analytics werden erhobene Daten selbst in Produkten wie Photoshop angezeigt. Grafiker erhalten dort beispielsweise Informationen zur Performance bestimmter Grafiken und Schriftarten, zum Beispiel deren Klickrate.

Make, Measure, Manage, Monetize

„‚Wir haben uns mit der Übernahme von Omniture neu erfunden‘, erklärt Rencher.“

Als Director of Product Marketing von Adobe Analytics macht Jeff Allen die historische Entwicklung des Unternehmens an vier Schlagworten fest: „Make“, „Measure“, „Manage“ und „Monetize“. Seit Gründung des Unternehmens habe sich Adobe auf Produkte zum Erstellen und Gestalten („Make“) von „Assets“ konzentiert, erklärt er. Dessen Analyse („Measure“), Verwaltung („Manage“) und Monetarisierung („Monetize“) folge jetzt durch die „Marketing Cloud“.

Dass sie schon heute der wichtigste Wachstumstreiber des Unternehmens ist, wissen derweil die wenigsten. Das Segment „Digital Marketing“ erzielte im vierten Quartal 2014 rund 30 Prozent der Umsätze, berichtet das Unternehmen. Experten prognostizieren in Unternehmen darüber hinaus weiter steigende Marketingausgaben – Potenzial für zukünftiges Wachstum.

Das Ende der Fahnenstange? Noch lange nicht in Sicht

Dass Adobe deshalb auch auf dem Summit alle Chancen nutzt, neue Kunden für die eigene Plattform zu gewinnen, ist offensichtlich. Auf über 20 Bühnen tummeln sich neben teuer eingekauften Speakern in erster Linie hochrangige Mitarbeiter. Sie präsentieren die eigenen Produkte und dessen Möglichkeiten, häufig gemeinsam mit bestehenden Kunden oder Partnern.

Adobe hat noch große Pläne. (Foto: Adobe)
Adobe hat noch große Pläne. (Foto: Adobe)

Ob zu ihnen irgendwann auch kleinere Unternehmen zählen, ist zweifelhaft. Adobe-Manager Jeff Allen macht trotzdem Hoffnung, als er sagt, dass eine Vereinfachung der Plattform auf der „Roadmap“ stehe. Für ihn sei durchaus denkbar, dass Adobe die Anforderungen an Neukunden der „Marketing Cloud“ senken und sie damit auch für kleinere Unternehmen öffnen kann. Wie klein, bleibt unklar.

Die überschaubare Zielgruppe störe das weitere Wachstum der Marketingsparte aber nicht, so Allen. Für ihn ist klar, für Adobes „Marketing Cloud“ ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht in Sichtweite.

Die Reise zum Adobe Summit erfolgte auf Einladung von Adobe.

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Webdesign, Grafikdesign

3 Reaktionen
Rico Patzer
Rico Patzer

Alles klar, dank dir für deine Antwort!

Antworten

Rico Patzer
Rico Patzer

Bzgl. hohe Kosten - gibt es schon Preise für die Marketing-Cloud?

Antworten

Lars Budde

Ja, selbstverständlich. Die gibt es allerdings nur auf Anfrage und abhängig vom Unternehmen. Es gibt ja einige Faktoren, die da reinspielen. Darunter beispielsweise das jeweilige Produkt der Cloud, an dem du interessiert bist.

Konkrete Zahlen wurde mir auch auf Nachfrage nicht genannt, sorry. Wenn ein Unternehmen für Software plus Implementierung und Schulung keine 6-stelligen Beträge aufbringen kann, wird es (vermutlich) aber eng.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen