Aerial Bold: Designer wollen Schriftart aus Satellitenbildern basteln

Aerial Bold. (Grafik: Benedikt Groß & Joey Lee / Kickstarter)

Aerial Bold: Ein Kickstarter-Projekt will eine Schriftart aus Satellitenbildern erstellen. (Grafik: Benedikt Groß & Joey Lee / Kickstarter)

Aerial Bold: Projekt will Buchstaben aus der Vogelperspektive entdecken

Schriftarten werden üblicherweise in mühevoller Arbeit von Designern geplant und gestaltet. Der Deutsche Benedikt Groß und sein amerikanischer Kollege Joey Lee wollen für Aerial Bold allerdings einen ganz anderen Weg beschreiten: Die beiden Designer wollen die Buchstaben nicht gestalten, sondern finden – und zwar auf Satellitenbildern.

Egal ob Häuser, Straßen, Wälder, Seen oder Flüsse: Aus der Vogelperspektive betrachtet finden sich überall auf der Welt Buchstaben. Die wollen Groß und Lee mit einem entsprechenden Algorithmus in Bildern aufspüren und in einer Datenbank öffentlich zugänglich machen. Außerdem wollen sie daraus einen Font im OpenType- beziehungsweise TrueType-Format generieren.

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Aerial Bold: Die verborgene Typografie der Welt

Die wirkliche Arbeit bei dem Projekt steckt letztlich nicht in der Erstellung einer Schriftart, sondern in dem Algorithmus, der aus Satellitenbildern die gesuchten Muster erkennen kann. Um ihr Projekt zu realisieren, haben sie sich an Kickstarter gewandt. Über die Crowd-Funding-Seite wollen sie mindestens 10.000 US-Dollar einnehmen um die Schriftart, die Karten und die Meta-Daten ihres Alphabets im Web öffentlich zugänglich zu machen. Die Kickstarter-Kampagne für Aerial Bold hat schon mehr als 8.000 US-Dollar eingenommen und soll noch bis zum 13. November 2014 laufen.

Die Macher haben auf manuellem Weg bereits ein vollständiges Alphabet aus Satellitenbildern erstellt. Ob sie es schaffen eine umfangreiche Datenbank der verborgenen Typografie der Welt zu erstellen, hängt jetzt von der Unterstützung der Kickstarter-Gemeinde ab. Als Belohnung für die finanzielle Hilfe könnt ihr je nach Höhe des Betrags übrigens frühzeitig einen Blick auf die Datenbank werfen oder sogar Zugriff auf die Software-Tools und Algorithmen der Macher bekommen.

Wer sich für ungewöhnliche Projekte aus der Welt der Typografie interessiert, der sollte einen Blick auf unseren Artikel „Homeless Fonts: Dieses Projekt bringt Schriftarten von Obdachlosen ins Netz“ werfen.

via www.fastcodesign.com

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