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Gadgets & Lifestyle

Drohnen für Nashörner: Wie Airware den Tierschutz revolutioniert

Airware hilft mit Drohnen beim Nashorn-Schutz. (Foto: © Peter Maszlen – Fotolia.com)

Dass man Drohnen nicht nur zur Paketzustellung nutzen kann, zeigt das Startup Airware aus San Francisco. In einem zweiwöchigen Live-Test hat das Unternehmen zusammen mit dem Ol Pejeta Naturschutzgebiet in Kenia Drohnen zum Schutz vor Wilderen eingesetzt.

Airware: Autopiloten mit Linux-Rechner

Airware produziert Autopiloten für Drohnen, beziehungsweise „Unmanned Aerial Systems“ (UAS), die sich für verschiedene Einsatzszenarien anpassen lassen. Jeder Autopilot enthält ein Flugfunkgerät, ein Trägheitsnavigationssystem und GPS mit Flugdaten, eine Koppelstelle für das Ladegut und einen kleinen Linux-Rechner. Die zugehörige lizenzfreie Airware-Software zur Flugkontrolle kann durch den Nutzer beliebig modifiziert und erweitert werden.

Schutz und zur Bestandsüberwachung der Nashörner in Kenia. (Foto: © Peter Maszlen – Fotolia.com)
Schutz und zur Bestandsüberwachung der Nashörner in Kenia. (Foto: © Peter Maszlen – Fotolia.com)

In einer zweiwöchigen Feldstudie hat das Team im Dezember den Drohneneinsatz im Ol Pejeta Naturschutzgebiet getestet, in dem seltene, von Wilderei bedrohte Breit- und Spitzmaulnashörner leben. Die Drohnen senden Video- und Wärmekamerabilder in Echtzeit an die Ranger am Boden, die so – etwa durch Lagerfeuer – auf Wilderer aufmerksam werden. Da sich auf diese Weise auch der Aufenthaltsort der Tiere bestimmen lässt, könnten die Drohnen zukünftig ebenfalls zur Erhebung von Statistiken über den Tierbestand eingesetzt werden. Sie fliegen komplett autonom, lassen sich aber während des Fluges vom Boden aus steuern, was sogar für die Kameraausrichtung gilt.

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Schutz vor Wilderen und Bestandspflege

Das Airware-Team hat die Feldstudie genutzt, um verschiedene Fluggeräte, Start- und Landevorgänge zu testen. Mit den Ergebnissen ist Airware hoch zufrieden: Die Geräte hätten sich im Live-Einsatz hervorragend geschlagen und auch das Training der Ranger für den Umgang sei einfacher gewesen als erwartet.

Die Luftüberwachung durch Drohnen könnte zukünftig eine große Hilfe für großflächige Parks und Schutzgebiete sein, denn sie ist kostengünstiger und effektiver als das Patrouillieren mit dem Auto oder etwa einem Kleinflugzeug. Mit dem Test im Naturschutzgebiet hat Airware allerdings nicht sein zukünftiges Hauptbetätigungsfeld abgesteckt, sondern, wie das Unternehmen auf der Website betont, vor allem ein Projekt umgesetzt, das dem Team am Herzen lag.

Drohnen: Negativ-Image trotz hoher Vielseitigkeit

Enormes Potenzial sieht Airware im Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft. CEO Jonathan Downey hat das gegenüber dem Wall Street Journal im Dezember so erklärt: „In der Geschäftsidee, Drohnen für häufige und hochakkurate Bilder von Getreide einzusetzen, stecken ein paar Milliarden Dollar“. Weitere viel versprechende Anwendungsgebiete seien die Inspektion großflächiger Infrastrukturen oder Such- und Rettungsdienste. Momentan sei es daher vor allem wichtig, das negative Image von Drohnen zu widerlegen und zu zeigen, welche vielseitigen Möglichkeiten die Fluggeräte eröffneten.

Zur Paketzustellung werden Drohnen aber in dicht besiedelten Gebieten wohl auch zukünftig kaum genutzt, meint CEO Downey. Zumindest in den USA stünde dem die unklare Regulierungssituation entgegen.

Das Startup will seine Web-Plattform für die Entwicklung kommerzieller Drohnen, die sich derzeit in der Betatest-Phase befindet, noch 2014 offiziell launchen.

Funktionsweise des Airware-Systems. (Foto: Airware)
Funktionsweise des Airware-Systems. (Screenshot: Airware)

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