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Amazon will sich als Werbemacht etablieren: Amazon Advertising Platform startet 2015

Amazon will sich als Werbemacht etablieren: Amazon Advertising Platform startet 2015

Die „Amazon Advertising Platform“ soll Konkurrenz machen und sich gleichzeitig gegen Facebooks neue Plattform „Atlas“ in Stellung bringen.

Amazon will sich als Werbemacht etablieren: Amazon Advertising Platform startet 2015

Amazons Unternehmenszentrale in Deutschland. (Foto: teezeh / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Schon im August ist bekannt geworden, dass Pläne für ein eigenes Display-Advertising-Network verfolgt. Laut W&V will die Amazon Media Group jetzt mit der „Amazon Advertising Platform“ durchstarten – und sich gegen Google und den potenziellen Mitbewerber in Position bringen. Auch in Deutschland seien die Vorbereitungen bereits weit fortgeschritten: Noch im Dezember tritt ein neuer Anzeigenleiter seine Stelle an und die Belegschaft soll zuerst auf 80 sowie im nächsten Jahr auf 120 Mitarbeiter aufgestockt werden.

Neben Werbeanzeigen wie den „gesponsorten Links“, hier unten Links im Bild, will Amazon zukünftig auch Werbeplätze auf externen Websiten vermarkten.
Neben Werbeanzeigen wie den „gesponsorten Links“, hier unten links im Bild, will Amazon zukünftig auch Werbeplätze auf externen Websiten vermarkten. (Screenshot: Amazon)

Die „Amazon Advertising Platform“

Wie W&V beschreibt, soll das Display-Advertising-Network 2015 starten und im ersten Schritt Plätze auf den eigenen Seiten vermarkten und schließlich auf den Seiten von fremden Publishern. Über die diesbezüglichen Gerüchte zur Amazon-Advertising-Plattform hatten wir bereits im August berichtet.

Amazon betreibt unter dem Namen „Amazon Advertising Platform (AAP)“ eine Werbeplattform, die Werbeplätze auf Amazon, auf Webseiten, die von Amazon betrieben werden und auf externen Webseiten vermarktet. Amazon weist auf der AAP-Infoseite auf Vergleichszahlen aus dem Jahr 2013 hin, die belegen sollen, dass AAP-Kampagnen viermal so viel Reichweite erreicht, wie eine Kampagne, die nur auf Amazon.com läuft.

Non-Amazon websites are made up of high-quality sites from across the web, sourced directly and from leading online ad exchanges, and filtered to produce a brand safe media environment that meets Amazon’s high brand bar and is appropriate for all audiences and ages

Beschreibung der Kategorie „Externe Webseiten“ | Amazon Media Group 10. Oktober 2014

(Screenshot: Amazon)
Diese Werbeformate führt die „Amazon Advertising Platform“ momentan. (Screenshot: Amazon)

Was die „Amazon Advertising Platform“ bringt: Marktmacht

Die schiere Menge der gesammelten Besucherdaten verhilft Amazons Werbeplattform zu einer starken Relevanz. Amazon Kunden werden mit Hilfe anonymisierter Kundendaten Werbeanzeigen auf Amazon-eigenen Webseiten und auf externen Webseiten angezeigt. Amazon greift, laut eigener Beschreibung, bei diesen Werbeanzeigen auf die bereits bestehende Personalisierungsmaschinerie zurück, die Amazon für Targeting und Analytics auf der eigenen Seite zur Verfügung steht.

Hier kann Amazon demografische und spezifische Informationen verarbeiten, wie beispielsweise bevorzugte Produkte, Produktgruppen und Marken.  Die „Schlussfolgerungen“, die mit solchen Daten gezogen werden können, versprechen beachtliche Werbeerfolge. Ein simplifiziertes Anwendungsbeispiel, um die Zielgenauigkeit zu demonstrieren: Ein gekaufter Elternratgeber identifiziert werdende Eltern, was in einer perfekt austarierten Werbe-Zielgruppe für Windeln resultiert.

Der Kreislauf der Daten schließt sich dann wieder bei Amazon, dessen Datenbasis mit jedem Klick auf ein geschaltetes Banner anwächst und an Wert und Marktmacht gewinnt. Die angenommene, zukünftige Marktmacht wird deutlich, sobald man die Zahlen betrachtet, die der Branchendienste „E-Marketer“ ermittelt haben will: Das Werbegeschäft auf den eigenen Seiten soll Amazon im Jahr 2013 751 Millionen US-Dollar eingebracht haben. Für dieses Jahr wird erwartet, dass Amazon die Milliardenmarke mit einem Werbeumsatz von 1,05 Milliarden knapp sprengt.

via etailment.de

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Eine Antwort
  1. von Iris am 11.11.2014 (12:25 Uhr)

    Das könnte klappen!

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