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Drohender Auszahlungsstopp bei Amazon-Affiliates [Update]

Drohender Auszahlungsstopp bei Amazon-Affiliates [Update]

Wegen einer umfassenden Prüfung der US-Steuerbehörde müssen alle Teilnehmer des Amazon-Affiliate-Partnerprogramms einen Fragebogen ausfüllen. Wer das nicht macht, bekommt künftig keine Provisionen aus erfolgreichen Vermittlungen mehr ausgezahlt.

Drohender Auszahlungsstopp bei Amazon-Affiliates [Update]

Amazon-Affiliates. (Foto: Shutterstock)

Update vom 30. September 2015: Nach neuen Informationen von müssen lediglich US-Partner von Amazon-Affiliates den benannten Fragebogen ausfüllen. Für Partner in Europa ändere sich demnach nichts. Partner aus Deutschland und Europa sollten in Kürze eine E-Mail erhalten. Darin heißt es: „Bitte ignorieren Sie diese E-Mail, es besteht kein Handlungsbedarf für Sie. Das Ausfüllen eines solchen Steuerbescheids ist nur für in den USA besteuerte Partner notwendig. Als in Deutschland besteuertes Unternehmen erfolgen Auszahlungen aus dem Amazon.de Partnerprogramm weiterhin im Rahmen des regelmäßigen, monatlichen Auszahlungszyklus. Bitte entschuldigen Sie eventuelle Unannehmlichkeiten.“

US-Steuerbehörde nimmt Amazon-Affiliates ins Visier

Wer Affiliate-Marketing im Netz betreibt und dabei insbesondere auf Amazon als Provisionskanal setzt, muss künftig mit einem Auszahlungsstopp rechnen. Dies teilt der Steuerberater und Autor des Fastbill-Blogs, Stefan Bobzin, mit. Grund sind demzufolge neue Bestimmungen der US-amerikanischen Steuerbehörde „Internal Revenue Service“ (IRS), über die Amazon seine Mitglieder erst vor wenigen Tagen informiert hatte. Im Rahmen einer vom IRS durchgeführten Steuerprüfung muss jeder Teilnehmer des Partnerprogramms einen Steuerfragebogen ausfüllen.

Die US-Steuerbehörde nimmt Amazon-Affiliates ins Visier. (Foto: Shutterstock)
Die US-Steuerbehörde nimmt Amazon-Affiliates ins Visier. (Foto: Shutterstock)

Zwar richtet sich dieser Fragebogen vor allem an US-Bürger und hat damit augenscheinlich keine praktische Relevanz für deutsche Amazon-Partner. Allerdings zahlt Amazon künftig keine Provisionen mehr für erfolgreiche Vermittlungen an Partner aus, wenn diese den Steuerfragebogen nicht ausgefüllt haben. „Du musst nun also schnellstmöglich den entsprechenden Fragebogen ausfüllen. Dadurch erkennt Amazon beziehungsweise die IRS, dass du nicht in den USA steuerpflichtig bist und zukünftigen Auszahlungen steht nichts mehr im Wege“, schreibt Bobzin.

Das müssen Nutzer von Amazon-Affiliates jetzt wissen

Damit Nutzer von Amazon-Affiliates den Fragebogen erhalten, muss ein elektronisches Steuerformular des IRS ausgefüllt werden. Als natürliche Person mit deutscher Staatsbürgerschaft handelt es sich um das Formular mit der Bezeichnung „W-8BEN“. Mit diesem Formular bestätigt man, dass man nicht in den USA steuerpflichtig und auch kein „wirtschaftlich Berechtigter von US-Wertpapieren“ ist. Auf dem Blog hat Bobzin eine Anleitung zum Ausfüllen des Formulars verlinkt.

Wie Bobzin weiter schreibt, sollten sich Affiliate-Marketers vor dem Hintergrund dieser Meldung einmal mehr die Steuerpflicht gegenüber Einnahmen aus Partnernetzwerken wie Amazon bewusst machen: „Die Auswertung der Daten für die IRS dürfte auch deutsche Finanzbehörden interessieren, um zu überprüfen, ob jeder Partner seine Einnahmen immer richtig versteuert hat.“

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4 Antworten
  1. von Jeder ist irgendwo steuer-pflichtig am 21.09.2015 (17:59 Uhr)

    Das digitale Schatten-Prinzip würde auch die sogenannten Karussel-Geschäfte trocken legen. Es ist wohl nicht erwünscht.
    Steuerlich absetzbar sollten nur Beträge sein deren Empfänger Steuerlich bekannt ist. D.h. man kreuzt es im Onlinebanking an und das Finanzamt kriegt die Überweisung bestätigt und vollautomatisch wird der Empfänger-Finanzamt informiert.
    Im Prinzip hätte man das gleich 1999 mit der rot-grünen Umsatz-Steuer-Vorsteuer-Absetzbarkeits-Änderung miterledigen können. Denn schon damals gabs es Internet.

    Die DAX-Dividenden und natürlich deutschen Zinsen auf deutsche Schatzbriefe (BUND usw.)sollten zur Hälfte ans deutsche Finanzamt überwiesen werden oder halt die 42% Spitzensteuersatz. Über das elektronische Finanzamts-Netz werden die Anzahl der Aktien und Steuersätze dem deutschen Finanzamt mitgeteilt und an die Auslands-Finanzämter überwiesen.
    Völlig trivial und gerecht. Hätte man schon 1998 beim rot-grünen Regierungs-Wechsel programmieren können.
    Denn diese Geldflüsse sind öffentlich bekannt.

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  2. von Achim Trumpfheller am 21.09.2015 (18:53 Uhr)

    International Revenue Service? Ich würde mal sagen, eher Internal, wa? …

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  3. von Arkadius am 21.09.2015 (20:08 Uhr)

    Super, danke für die Info! :)

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  4. von Coin am 22.09.2015 (10:40 Uhr)

    Also ich haben den beschriebenen Punkt "Steuerdaten ändern" gar nicht unter "Mein Account". Bin ich der Einzige? Wird das erst noch ausgerollt?

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