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Amazon-Alternative Jet.com startet mit 10 Millionen Produkten

Amazon-Alternative Jet.com startet mit 10 Millionen Produkten

Jet.com geht in den USA an den Start. Mit 10 Millionen Produkten und mehr als 200 Millionen US-Dollar Kapital kennt das Unternehmen vor allem einen Gegner: den E-Commerce-Riesen .

Amazon-Alternative Jet.com startet mit 10 Millionen Produkten

Jet.com. (Screenshot: Jet.com)

Jet.com: Shopping-Club zieht gegen Amazon ins Feld

Wenn ein Unternehmen ein Synonym für Online-Shopping ist, dann . Mit Jet.com bekommt der Branchenprimus in den USA jetzt allerdings einen neuen Konkurrenten, der sich vor allem durch eine aggressive Preispolitik und umfangreiche Marketing-Maßnahmen in das Bewusstsein der dortigen Online-Shopper vorkämpfen will.

Anders als Amazon arbeitet Jet.com als Shopping-Club. Das bedeutet: Nutzer müssen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 50 US-Dollar entrichten. Im Gegenzug verspricht der Anbieter besonders günstige Preise. Die Strategie könnte sich durchaus rentieren. Einer Studie zufolge guckt weniger als ein Prozent der Amazon-Kunden, die eine bezahlte Prime-Mitgliedschaft haben, während derselben Online-Session nach anderen Anbietern im Netz. Sollte eine Jet.com-Mitgliedschaft einen ähnlichen Effekt haben, könnte der Newcomer zum Start eine hohe Kundenbindung erwarten.

Amazon-Alternative: Jet.com geht in den USA an den Start. (Screenshot: Jet.com)
Amazon-Alternative: Jet.com geht in den USA an den Start. (Screenshot: Jet.com)

Jet.com: Mehr als 200 Millionen US-Dollar Kapital

Jet.com konnte bislang 225 Millionen US-Dollar Kapital auftreiben. Das Geld stammt unter anderem von Goldman Sachs, Google Ventures und dem chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba. Um neue Kunden anzuziehen, will das Unternehmen 100 Millionen US-Dollar über die nächsten zwölf Monate in Werbung investieren. Pro Kundenanmeldung rechnet Jet.com-CEO Marc Lore mit 100 US-Dollar an Marketingkosten. Über die nächsten fünf Jahre sollen so 1,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben werden.

Jet.com geht mit etwa zehn Millionen Produkten und rund 1.600 Händlern an den Start. Dennoch kann das Unternehmen mit der Produktauswahl von Amazon noch nicht mithalten. Daher sollen Produkte, die nicht von Jet.com oder den Handelspartnern angeboten werden, trotzdem aufgeführt werden. Kauft ein Nutzer ein solches Produkt, besorgen Jet.com-Mitarbeiter das Produkt bei einem dritten Anbieter und lassen es direkt an den Kunden schicken. Nach Berechnungen des Unternehmens soll diese Praxis etwa 300 Millionen US-Dollar über die nächsten fünf Jahre verschlingen. Mit steigender Angebotsvielfalt sollen solche Zukäufe aber nach und nach verringert werden.

via www.onlinehaendler-news.de

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9 Antworten
  1. von Christian am 21.07.2015 (15:40 Uhr)

    "Jet.com konnte bislang 225 US-Dollar Kapital auftreiben."
    Nicht schlecht. Kann ich auch mit 2 Dollar einsteigen? ;)

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  2. von Markus am 21.07.2015 (16:11 Uhr)

    Das LILA tut in den Augen weh – heftig. So wirklich auf Conversion ist die Seite nicht ausgerichtet. Allein die Startseite wirkt wie ein x-beliebiges Startup.

    … Amazon-Alternative? Ihr wollte mit der Headline doch nur wieder Klicks fischen.

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  3. von Die Wurzeln, Blätter und der Stamm am 21.07.2015 (16:21 Uhr)

    Amazon wird teilweise auch vorgeworfen zu erkennen, welche Produkte bei Marketplace-Händlern beliebt sind und die dann selber anzubieten.

    Wie eine Katze die nass viel schlanker aussieht oder Wurzelwerk welches unter der Erde so viel Platz wegnimmt wie das sichtbare Blattwerk, kann Amazon über Marketplace auch das anbieten was selber zu uninteressant ist.
    Paretos 90:10, 85:15 oder 80:20 beschreibt nämlich auch, das es viel Kleinkrams gibt.

    Komischerweise sind 90% meiner Bestellungen bei Marketplace. Und auch Amazon lässt sich Produkte (vermutlich 1Minute nach Bestellung) von Vorlieferanten (auf der anderen Seite vom Zaun ähnlich wie bei der Smart-Car-Produktion) liefern und mir ist schon 2-3 mal passiert das Bestellungen dann doch nicht geliefert wurden oder wenn dann viel später.

    Interessant wäre Kaufen und DANACH noch Dinge im Einkaufwagen dazutun. Wenn ich ein Handy oder Tablett oder Digitalkamera kaufe, sind Aufbewahrung, Zweitakku oder Display-Schutz normalerweise auch im Einkaufswagen und blockieren die Bestellung bis ich die Produkte verglichen und selektiert habe obwohl ich erwarten könnte, das das Handy längst zur Post gegangen ist. Aber nein. Bei Amazon muss man alles genau vorher wissen bevor man den Kauf abschliessen kann. Im Gegensatz zu Leuten die keine Preise vergleichen brauchen, müssen andere Leute nämlich sparen und Preise vergleichen.

    Da gibts hoffentlich einiges was jet.com hoffentlich implementiert um Amazon zum Fortschritt zu bewegen.
    Skype, Paypal, ICQ, ebay ... zeigen ja auf was passiert wenn man zu träge wird und Konkurrenten wie Skype vs. ICQ, Square und Dwolla vs. Paypal oder Whatsapp vs. Skype oder Craigslist vs. Ebay oder Chrome vs. Firefox vs. InetEx den Fortschritt bringen oder halt vorbeiziehen.

    Evtl. gibts in USA auch keine Versandhandels-Tradition. Hier gibt es 6 Werktage und nach dem Krieg hat man von Montag bis Samstag gearbeitet und dadurch konnten Otto, Quelle usw. sich bei der Bevölkerung etablieren und die Post und Hermes etablierten die Liefer-Dienstleistung. Die deutschen Shopping-Sender haben überwiegend alle auch einen Full-HD-Stream auf Satellit während gewinnorientierte Sender wohl Geld dafür wollen.
    In USA mit langen Lieferwegen und vermutlich hohen Versand-Kosten usw. war Versand vor Amazon vielleicht weniger üblich und an Craigslist erkennt man auch, das Lokalität und Vor-Ort-Kauf wichtiger sind als vielleicht hier.


    Es wäre also ganz gut wenn jet.com Bewegung reinbringt.

    Wie es bei manchen Cashburnern aussieht, kann man hier gelegentlich ja nachlesen...

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    • von Björn am 22.07.2015 (09:19 Uhr)

      "Komischerweise sind 90% meiner Bestellungen bei Marketplace". Und welchen statistischen Aussage-Wert hat jetzt Dein Kaufverhalten? Ich bestelle zu 90% Prime/direkt bei Amazon, so what?
      back to topic: ich verstehe auch nicht, wer heute noch so dämlich ist, überhaupt gegen Goliath Amazon antreten zu wollen. Verbranntes Investorengeld. Alleine in den internen Prozessen der Bestell- und Rücksendeabwicklung steckt soviel Erfahrung & Know-how das ein Startup Jahre braucht um annähernd so effizient zu werden, da geht denen vorher schon die Puste aus... und für was? Selbst Amazon hat nur geringe Margen...

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  4. von Bob am 21.07.2015 (16:29 Uhr)

    Und wodrin liegt da nun der Vorteil?
    Wodurch hebt sich jet von amazon ab?

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  5. von Walter am 21.07.2015 (17:36 Uhr)

    Mit 200 Mio US Dollar und 10 Mio Produkten kann man nicht von David vs Goliath sprechen - Punkt.

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    • von Thomas D. am 22.07.2015 (10:25 Uhr)

      Geht so. Viel sind 200 mio. im Vergleich zu dem, was Amazon da stehen hat. Wieviel hat denn Zalando inzwischen verbraten und ein zweites Amazon sind die noch lange nicht. Und "10 mio"-Produkte sind auch erst einmal nur eine Zahl. Frage ist, was für Produkte das sind und zu welchen Preisen die angeboten werden können.

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  6. von Jürgen Schulze am 24.07.2015 (12:30 Uhr)

    Epic Fail vorprogrammiert.
    Ein Deutscher soll 50 Euro im jahr VORSCHIESSEN, nur um dann vielleicht günstiger einkaufen zu können?
    Hahaha. Muss mal meine Schlüpfer wechseln, vor Lachen eingenässt.

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  7. von Co am 24.07.2015 (15:40 Uhr)

    Recht nutzlos, wenn man nicht in den USA lebt.

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