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Amazon arbeitet an E-Book-Flatrate

Bei Amazon soll man E-Books künftig nicht mehr nur kaufen, sondern auch im Rahmen einer E-Book-Flatrate zum Pauschalpreis ausleihen können. Laut Wall Street Journal verhandelt Amazon deshalb derzeit mit mehreren Verlegern. Das Modell selbst gibt es beispielsweise bereits für Musik, Filme und Serien: Die Nutzer zahlen einen monatlichen oder jährlichen Betrag und können dann beliebig aus einer Bibliothek auswählen.

Amazon arbeitet an E-Book-Flatrate

E-Book-Flatrate mit jährlicher Gebühr

Nach Musik- und Filmindustrie sind die Buchverlage bekanntlich diejenigen, die die Digitalisierung als nächstes erreicht. Lesegeräte wie der Kindle oder Apples iPad lassen den Markt für E-Books boomen - besonders stark in den USA. Und während bei Musik und Film Flatrate-Angebote schon länger bekannt sind, steht dieser Schritt im E-Book-Markt im Wesentlichen noch aus. jedenfalls hätte das Potenzial, hier in großem Stil erfolgreich zu sein: Sie haben die bekannte Marke, die Kunden, den Content, den Vertriebsweg und mit der Kindle-Hardware und -Software die passende Plattform.

Laut Wall Street Journal soll das Modell von Amazons E-Book-Flatrate dem von „Amazon Prime“ ähneln: Hier bezahlen Kunden einen jährlichen Beitrag, um alle Lieferungen kostenlos und innerhalb von zwei Tagen zu bekommen. Den Kunden steht in den USA zudem bereits eine Auswahl von 5.000 Filmen zur Verfügung, die sie sich als Stream ansehen können. Ob die E-Book-Flatrate hier integriert wird oder ein eigenständiges Produkt wird, ist noch nicht klar.

Mit dem Kindle hat Amazon die passende Plattform, um eine E-Book-Flatrate zum Erfolg zu führen. Kindle-Bücher lassen sich schließlich nicht nur auf der firmeneigenen Hardware lesen, sondern auf zahlreichen Geräten. Foto: Amazon

Verlage wenig begeistert von E-Book-Flatrate

Überhaupt steht die Zukunft von Amazons Plänen noch lange nicht fest, denn die Verlage sind offenbar nicht besonders begeistert von der Idee. Schließlich würde eine solche Flatrate möglicherweise die Zahl der E-Book-Verkäufe verringern und die klassischen stationären Buchhandlungen dürften Sturm laufen.

Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, inwiefern der Wechsel hin zu digitalen Büchern überhaupt noch aufzuhalten ist. Amazon verkauft nach eigenen Angaben in den USA bereits mehr elektronische als gedruckte Bücher. Und sollten sich die Verlage zu lange quer stellen, droht ihnen das gleiche Schicksal wie der Musikindustrie: Die hatte ihre liebe Mühe, so manchen Kunden überhaupt wieder zum Zahlen von Musik zu bewegen, weil es die Songs und Alben sehr bequem und schnell kostenlos im Netz gab.

Würde euch eine E-Book-Flatrate interessieren? Was würdet ihr dafür im Jahr bezahlen, wenn man einmal einen unbegrenzten Zugang annimmt?

Weiterführende Informationen rund um Amazons E-Book-Flatrate:

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5 Antworten
  1. von Neue News am 12.09.2011 (15:04Uhr)

    Deutsche Verlage machen das wohl auch. Die Test-App ist wohl in der Beta. Holzbrinck+Bertelsmann="skoobe" oder so ähnlich.

  2. von Tanja Handl am 13.09.2011 (14:51Uhr)

    Mir gefällt die Idee sehr gut - eine Online-Bibliothek habe ich mir schon zu Studienzeiten sehnlichst gewünscht.

  3. von Zeitungen: Tablet-Besitzer wollen Kombi… am 01.10.2011 (07:05Uhr)

    [...] Blick auf die Einzeltexte bei “Kindle Singles”. Oder vom Verleih von Büchern mittels Flatrate aus gedacht. Die Verlage sollten schnell für attraktive Angebote sorgen, damit sich die User gar [...]

  4. von sozial-pr | E-Book-Flatrate – Der… am 29.03.2012 (10:14Uhr)

    [...] Angebote kranken allesamt an der stark eingeschränkten Auswahl. Doch bereits 2011 gab es Gerüchte, das Amazon an einer E-Book-Flatrate arbeitet. Mit deren Katalog wäre eine E-Book-Flatrate zu [...]

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