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Amazon Coins: Virtuelle Währung soll Absatz über Kindle Fire steigern

Am gestrigen Dienstag hat Amazon eine virtuelle Währung für Geräte der Kindle-Fire-Serie angekündigt. Demnach können Kunden in Zukunft Apps, Spiele und In-App-Items mit sogenannten Amazon Coins bezahlen. Zur Einführung will das US-Unternehmen digitale „Münzen“ im Wert von mehreren Millionen US-Dollar verschenken.

Amazon Coins: Virtuelle Währung soll Absatz über Kindle Fire steigern

Ein Coin entspricht einem US-amerikanischen Cent, erklärt das US-Unternehmen per Pressemitteilung. Eine für 2,99 US-Dollar soll demnach 299 Amazon Coins kosten. Die virtuelle Währung soll im Mai erscheinen – vorerst allerdings nur auf dem US-amerikanischen Markt. Wann Amazon Coins auch in Deutschland eingeführt werden, ist derzeit noch unklar.

Amazon Coins bieten für Kunden kaum Vorteile

Zur Einführung will Amazon „digitale Münzen im Wert von zig Millionen US-Dollar verschenken“. Vermutlich, um Kunden für die neue Währung zu sensibilisieren und deren Akzeptanz zu steigern. Für Kunden macht der Umstieg nämlich wenig Sinn: Amazon Coins bieten kaum direkte Vorteile. Die digitale Währung hilft Nutzern nur wenn beispielsweise Eltern ihren Kindern einen festgelegten Geldbetrag zur Verwendung im Amazon Appstore zur Verfügung stellen wollen – eine Art Taschengeld also. Denn Amazon Coins können Nutzer im Voraus erwerben. Kinder benötigen dadurch nicht für jeden Einzelkauf die Hilfe eines Elternteils.

Amazon Coins: der Versuch, die Umsätze des Amazon AppStore zu steigern.

Der wahre Profiteur der Amazon Coins sind die Entwickler des Amazon Appstore – und Amazon selbst. Denn in Zukunft zahlen Nutzer nicht mit einer regulären Währung, dessen wahrer Wert aus dem Alltag bekannt ist, sondern mit einer Art Spielgeld: Goldenen Münzen, die aufgrund des Umrechnungskurses ungleich häufiger vorkommen. Und so schreibt auch Amazon: „Für euch (die Entwickler) ist das eine neue Möglichkeit, den Traffic, die Downloadzahlen und die Monetarisierung zu verbessern“.

Amazon Coins: Revenue Share für Entwickler bleibt gleich

Der Umsatzanteil für Entwickler bleibt derweil gleich. Sie erhalten auch beim Kauf per Amazon Coins 70 Pozent der Einnahmen, während Amazon die verbliebenen 30 Prozent einstreicht. Eine Überarbeitung der Applikationen ist allerdings nicht nötig. Solange diese für ein Gerät der Kindle-Fire-Serie verfügbar sind, können Nutzer in Zukunft mit der digitalen Währung zahlen. Ausgenommen sind lediglich Abonnements – beispielsweise für Zeitungen und Magazine.

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3 Antworten
  1. von Kostenlose Prepaid-Kredite am 06.02.2013 (22:48Uhr)

    Eigentlich könnten die Provisionen kleiner sein weil Amazon das Geld ja als kostenlosen Kredit bekommt bis es auszahlen muss.
    Dadurch wäre es für Apps-Entwickler interessant, darauf hinzuweisen und der Effekt wäre selbstverstärkend. Eine Art indirekte Crowd-Liquiditäts-Spritze für Amazon.

  2. von Payone: SDK für In-App-Payment bei iOS,… am 22.03.2013 (11:31Uhr)

    [...] Amazon Coins: Virtuelle Währung soll Absatz über Kindle Fire steigern – t3n News [...]

  3. von Amazon verschenkt Millionen US-Dollar zu… am 14.05.2013 (09:00Uhr)

    [...] im Februar 2013 hatte Amazon seine Coins angekündigt und hat sie nun wie geplant im Mai herausgebracht. Besitzer eines Kindle Fire in den USA können [...]

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