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Das E-Book-Monopol: Die Amazon-Flatrate gibt dem Rest der Branche den Todesstoß [Kommentar]

Das E-Book-Monopol: Die Amazon-Flatrate gibt dem Rest der Branche den Todesstoß [Kommentar]

soll bald eine E-Book-Flatrate herausbringen. Es wird die erste E-Book-Flatrate sein, die auf E-Book-Readern wie Smartphones und verfügbar ist. Und sie wird in Zukunft den Markt dominieren.

Das E-Book-Monopol: Die Amazon-Flatrate gibt dem Rest der Branche den Todesstoß [Kommentar]

Amazon mit kindle unlimited auf der Reise zum Monopol. (Screenshot: Amazon)

Amazon plant die Einführung einer Amazon-E-Book-Flatrate unter dem Namen „Kindle unlimited“. In den USA läuft bereits eine Art Beta-Test mit einem Angebot von rund 600.000 Büchern. Das bisherige Angebot von Amazon ist die Kindle Leihbücherei: ein Buch pro Monat aus einem deutlich eingeschränkten Angebot ausleihen. Das kommende Angebot Kindle Unlimited trägt das Potential in sich den Markt vollständig zu beherrschen.

Kindle Unlimited: Amazon plant Flatrate für E-Books. (Screenshot: Amazon / Google Cache)
Kindle Unlimited: Amazon plant Flatrate für E-Books. (Screenshot: Amazon / Google Cache)

Bücher auf jedem gewünschten Gerät: das wird den Ausschlag geben

Eigentlich bin ich Skoobe-Leser der ersten Stunde. Skoobe ist der einzige deutsche Anbieter mit einer echten E-Book-Flatrate. Jeden Monat kann ich soviele Bücher lesen wie ich will und wann ich will. Seit ich Skoobe nutze, habe ich mehrere hundert Bücher verschlungen. Ich lese schon ziemlich viel, aber die Frequenz hat sich nochmal deutlich erhöht, seit ich die Flatrate nutze. Ich liebe meine Flatrate. Ein dicker Wermutstropfen schlich sich aber schon von Anfang in unsere junge Beziehung: Ich konnte meine neue Freundin nur auf dem Handy oder dem Tablet besuchen. Man hatte schon irgendwie Verständnis für meine Fragen nach einem echten E-Book-Reader bei Skoobe, nur verstanden hatte der Anbieter nichts. „Klar geht das auch auf einem Reader. Die Hersteller müssten nur endlich mal unsere App integrieren“. Lustige Antwort. Nein, Skoobe. Nicht die Welt passt sich euch an, ihr müsst euch der Welt anpassen. Hätte Skoobe mal frühzeitig nach dem Tolino gegriffen und eine Hardware-Kooperation angeleiert, dann hätte Skoobe jetzt genau das Angebot, mit dem Amazon ein absolutes Alleinstellungsmerkmal zum Start besitzen wird: Bücher aus der E-Book-Flatrate lesen wo ich will. Auf dem , dem Tablet und dem E-Book-Reader.

Keine neuen E-Books mehr - wird der Kindle nutzlos nach der Kontensperrung? (Bild: Amazon)
E-Book-Reader sind bisher nicht nutzbar für E-Book-Flatrates. (Bild: Amazon)

Mal wieder: Der Preis als Argument

Die Preise bei E-Book-Flatrates sind eigentlich ziemlich ausgereizt. 9,99 Euro dürfte wahrscheinlich die niedrigste realisierbare Grenze darstellen. Im Gegensatz zu den Hundertstel-Cent-Beträgen, die eine Musik-Flatrate dem Musiker einbringt, bringt die E-Book-Flatrate dem Autor und dem Verlag jeweils den vollen Preis ein. Amazon bezahlt dem Autor oder dem Verlag immer den vollen Verkaufspreis abzüglich des Handelsrabattes für das Buch, egal ob es sich um einen Kauf oder um einen Download aus der Flatrate heraus handelt. Liest ein Kunde 50 Bücher in einem Monat, dürfte Amazon einen dicken Verlust eingefahren haben. Die Anbieter der Flatrates leben also von einer Mischkalkulation. EIne Kalkulation, die auf der Hoffnung basiert, dass alle Nutzer zusammen mit ihrem durchschnittlichen monatlichen Bücherverschleiß weniger als zehn Euro Kosten verursachen. Amazon kann da mit seiner Mischkalkulation anscheinend noch ein wenig weiter gehen: Die Kinder-Flatrate „Kindle-Unlimited-Freetime“, die schon seit einiger Zeit erhältlich ist, kostet für Prime-Kunden ein paar Dollar weniger. Das wird mit dem großen Bruder „Kindle Unlimited“ genauso werden. Die große Masse der Prime-Kunden wird also auch aus Preisgründen eher zur Kindle-Flatrate greifen, als zur Flatrate der Mitbewerber.

Amazon Prime als Alleinstellungsmerkmal: Die dicke Mehrwert-Dienste-Wundertüte

Das geschlossene System von Amazon bei den E-Books bestehend aus Datei-Format für E-Books und der App oder der Reader-Hardware sorgt für einen gewissen Zwang. Ich besitze viele gekaufte E-Books, die bei Amazon in der Cloud liegen. Die lese ich auf meinem Kindle. Meinen Account, den ich aus sozialen oder politischen Gründen vielleicht mal hätte schließen können, den kann ich gar nicht mehr schließen. Gekaufte Amazon-Instant-Videos, E-Books, MP3s. Gut. Videos und MP3 könnte ich lokal sichern und dann auf das Cloud-Backup verzichten. Aber E-Books nicht. Die gehören mir ja irgendwie nicht – zumindest nicht richtig. Irgendwie. Die kann ich nicht mal eben umkonvertieren. Jedenfalls nicht einfach so. Klar, ich kann mir irgend eine Software runterladen und ein Staatsexamen im E-Book-Konvertieren ablegen. Lust habe ich dazu aber nicht.

Aber das ist ja der ausschlaggebende Punkt: Es ist halt so bequem. Bei Amazon zu bleiben. Ich bekomme in meiner ländlichen Wohngegend manche Lebensmittel nicht – aber bei Amazon bekomm ich die im Abo nach Hause geliefert. Und mit Prime sowieso alles noch einmal schneller.

Irgendwann sorgt das ganze Konglomerat von Diensten, Nutzungsangeboten und digitalen Waren, die mit Prime verbunden sind dafür, dass ich unwiderstehlich in eine Falle tappe und sitzen bleibe. Amazon hat mit einem optimal auf Bequemlichkeit ausgerichteten Angebots-Netz das perfekte Ökosystem geschaffen. Mit Prime sind so viele Dinge verbunden, dass die Hemmschwelle den Dienst zu kündigen immer höher wird. Denn: Es wird fürchterlich unbequem Amazon wieder zu verlassen.

Video-Streaming-Dienste im Vergleich: Amazon Instant Video bietet für 49 Euro im Jahr mehr als nur eine Film- und Serienflatrate. (Screenshot: Amazon)
Video-Streaming-Dienste im Vergleich: Amazon Instant Video bietet für 49 Euro im Jahr mehr als nur eine Film- und Serienflatrate. (Screenshot: Amazon)

Last but not least: Das Angebot von Amazon

Das Angebot von Amazon wird die meisten Titel in seinem Angebot versammeln können. Momentan erleben wir bereits wie Amazon Verlage unter Druck setzen kann bei Preisverhandlungen. Der Hebel: drohende Umsatzverluste. Bei E-Book-Flatrates werden ebenfalls drohende Umsatzverluste die Verlage dazu bewegen, sich listen zu lassen. Flatrate-Modelle wie Spotify bringen Musikern nicht viel, E-Book-Flatrates bei den momentan vorherrschenden Vergütungsmodellen bringen schon etwas: den kompletten Nettoverkaufspreis, sobald der Leser einen gewissen Anteil gelesen hat.

E-Book-Flatrates sind darüber hinaus die einzige Antwort auf Buch-Piraterie. Nicht DRM. Flatrates sind, das kann man feststellen, das Konsum-Modell der Zukunft. Die Zeiten des „Ich muss das irgendwie besitzen“ sind vorbei. Die Masse wird irgendwann aus der Flatrate konsumieren und deshalb einen Massen-Umsatz erzeugen. Ich behaupte es wird dann auch mehr gelesen, was wiederum zu einem Mehr an Umsatz führt und gut ist für Autoren und Verlage. Es wird es sich schlicht niemand leisten können auf Amazon zu verzichten.

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19 Antworten
  1. von hekli am 18.07.2014 (08:41 Uhr)

    Das klingt ja alles ganz prima und ist auch alles sehr bequem. Einige Haken hat die ganze Geschichte aber:
    Der Buchladen um die Ecke wird dadurch verschwinden - er kann und wird nicht von Amazons Monopol profitieren und nach und nach aussterben.
    Außerdem: schon mal überlegt, wo der ganze Umsatz hingeht? Amazon zahlt in Luxemburg Umsatzsteuer - davon wird in Deutschland also keine einzige Straße, keine einzige Schule und kein einziges Theater saniert oder gebaut.

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    • von Jan M am 18.07.2014 (08:50 Uhr)

      Klingt irgendwie so, als wäre es sehr sinnvoll, unser Steuersystem an die "neue Welt", deren Schwelle Tag für Tag näher kommt, anzupassen.

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    • von Jochen G. Fuchs am 18.07.2014 (09:23 Uhr)

      Das ist bereits passiert, die EU passt zum 01.01.15 das Umsatzsteuerrecht an. Auch mit Blick auf Amazon. Hab ich kürzlich einen Artikel drüber geschrieben:
      http://t3n.de/news/neues-umsatzsteuer-recht-fuer-557211/

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    • von kahner am 18.07.2014 (10:15 Uhr)

      Der Buchladen um die Ecke verschwindet nicht, weil Amazon eine Flatrate einführt, genauso wenig, wie Aldi. Lidl und Co den Tante-Emma-Laden kaputt gemacht haben.
      Es ist eine Entscheidung des Kunden, ob er eine Angebot annimmt oder nicht.
      Wenn sich eine ausreichende Anzahl Kunden entscheidet, so viel in einem Buchladen einzukaufen, dass sich sein Betrieb wirtschaftlich lohnt, dann ist seine Existenz auch berechtigt und er wird nicht verschwinden.

      Aber in der Praxis dienen die kleinen Buchhändler weniger dem eigentlichen Zweck, Bücher zu verkaufen. Diese und andere Läden werden als Lokal-Kolorit wahrgenommen - als dekorative Einrichtung in einem Stadtteil, so wie ein Park oder ein Brunnen, als Teil der örtlichen *Lebensqualität*, Hort der Behaglichkeit, Zuflucht vor der grauen Tristesse unseres Alltags, Erinnerungen an die Kindheit, usw.

      Aber Behaglichkeit zahlt halt keine Miete. Solange unsere Kaufkultur Web-Shop heißt, werden POS jeglicher Couleur aus unserem Stadtbild verschwinden. Wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie jetzt zum Buchhändler Ihrer Wahl gehen und viele Bücher kaufen!

      In diesem Zusammenhang sollte man erwähnen, dass es durchaus flexible Buchhändler gibt, die einen differenzierenden Mehrwert liefern, etwa die Bestellung ihrer Kunden abends auf dem Nachhauseweg direkt auszuliefern.

      Auch ein Buchhändler muss sich dem Zeitwandel anpassen - genauso wie Kutschenhersteller, Bogenmacher u.a.

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      • von Jan M am 18.07.2014 (23:45 Uhr)

        Sicherlich sind das Entscheidungen der "Kunden" oder "User". Mit derartigen Argumenten kann man so ziemlich alles "rechtfertigen".
        Schaffen wir doch auch einfach das Kartellamt ab. Der Markt regelt das schon ..

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    • von Kate am 18.07.2014 (15:56 Uhr)

      @ wo der Umsatz hingeht...

      ab 1.1.2015 müssen E-Book Umsätze im Land des Käufers versteuert besteuert werden.

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    • von regllit am 18.07.2014 (20:46 Uhr)

      das mit der steuer ist kein amazon und luxemburg problem - es gibt viele grosse deutsche firmen die über andere eu länder sich der "soziale verantwortung" entziehen .....

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  2. von Peter Glasmacher am 18.07.2014 (08:47 Uhr)

    Ja und? was ist schlimm daran, sich , wenn auch weitgehend, an einen Anbieter zu binden, der offensichtlich die Bedürfnisse der Kundschaft erkannt hat.
    Und nicht an allen Ecken und Enden deutlich macht, dass sehr viel vom Angebot heisse Luft ist. Warum habe ich mich vor 15 Jahren an Amazon gebunden? Weil ich bei der Suche nach einem Buch fündig wurde und nicht wie bei damaligen 'Konkurrenten' Buch.de immer dauernd ein 'nicht lieferbar' bekam. Weil ich auch 7 Zeitzonen weiter nur durch Angabe einer alternativen Adresse mein Zeug bekommen hab. Und, Und, Und.
    Gebt mir eine seriöse Alternative, dann überlege ich eine. Wechsel.

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  3. von Ralf Wenzel am 18.07.2014 (09:00 Uhr)

    Was so schlimm daran ist? Ich bin jemand, der bewusst kauft. Ich lese keine Zeitungen aus dem Hause Springer und kaufe keine Kleidung, die in Bangladesh unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt werden und ich kaufe keine Produkte, von denen ich weiß, dass der Hersteller mit Steuertricks vermeidet, genau die Infrastruktur zu bezahlen, von denen er selbst profitiert (genauso wende ich solcherlei Steuertricks nicht an).

    Denken ist erlaubt und kostet nichts! Und wenn man sich einmal gebunden hat (und das genug andere tun), kann man zusehen, wie die Rahmenbedingungen zulasten der Autoren verändert wird, da bin ich mir sehr sicher.

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    • von Jochen G. Fuchs am 18.07.2014 (09:24 Uhr)

      Die Rahmenbedingungen der Autoren könnten sich verändern. In der Monopol-Stellung von Amazon sehe ich dann auch eine Gefahr. Wie im Artikel beschrieben, ist die Rentabilität der Flatrates ja von der Menge der gelesen Bücher abhängig. Sehr wahrscheinlich dass da irgendwann mal der Versuch kommt nachzusteuern. Und da ein Handelsdogma ja immer noch lautet „Der Gewinn wird im Einkauf und nicht im Verkauf gemacht“ könnte das an den Erlösen der Autoren knabbern.

      Aber lösen wir uns mal von Amazon und betrachten nur das Geschäftsmodell „E-Book-Flatrate“. Das Modell führt meiner Meinung nach zu einem stärkeren Konsum von Büchern. Wenn mehr gelesen wird, entsteht mehr Umsatz bei den Autoren. Vielleicht wäre die Entwicklung dann ja, das zwar der Erlös pro Buch sinkt, aber der Gesamterlös des Autors steigt?

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    • von Oink am 18.07.2014 (12:46 Uhr)

      Das ist leider nicht so einfach wie du es hinstellst. Den du kannst garnicht wissen wer bei der Produktionskette alles ausgebeutet worden ist. So eine Lebensart kann man nur Kurzsichtig betreiben, also nie 100%. Von den Grundmaterialien die irgendwo abgebaut werden müssen, bis hin zum fertigen Smartphone, da gibt es so viele Produktionsschritte. Wenn also ein Teil davon, auch wenn es am Endprodukt nur einen minimalen Teil ausmacht, z.B. durch Kinderarbeit ermöglicht wurde, kaufst du das Produkt nicht mehr? Auch ist die Frage, woher du die Informationen nimmst und ob die Quelle auch Vertrauenswürdig ist oder alles nur auf Sensationsgeilheit geschraubt hat.

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  4. von Michael Schneider am 18.07.2014 (09:39 Uhr)

    Es ist mir immer wieder unbegreiflich, wie man sich freiwillig in die Abhängigkeit eines einzelnen Anbieters begeben kann. Ein Anbieter wie Amazon (oder Apple), de seine Inhalte weitestgehend nur auf seinen Endgeräten (Kindle und in Zukunft vielleicht auch Kindle Fire) wiedergegeben haben möchte und dabei auch noch versucht, ein Monopol auf Medienverteilung zu erlangen, erlangt vollständige Kontrolle über unseren Informations- und Medienkonsum.

    Diese neu entstehenden Gatekeeper können entscheiden, was sie uns präsentieren und in einer nicht allzu fernen Zukunft kriegen wir nicht einmal mehr mit, dass es links und recht vielleicht auch noch etwas anderes gibt. Schon heute glauben doch viele, dass es Waren, die sie nicht auf Amazon finden, auch sonst nirgends erhalten könnten. Gerade die nachfolgende Generation, die mit Amazon, Google & Co. aufgewachsen sind, finden nichts dabei, sich in vollständige Abhängigkeit von zwei, maximal drei Anbietern zu begeben und empfinden es sogar noch als behaglich und wohltuend.
    Dies sehe ich gerade an unseren Azubis.

    Dabei verschleiert gerade Amazon und sein Chef Bezos nicht einmal, dass es ihnen weniger um Geschäfte und Gewinn sondern mehr um (Markt)Macht und Einfluss geht...

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  5. von Danny am 18.07.2014 (10:55 Uhr)

    In Deutschland gibts dazu eine Alternative, die auch vor kurzem einen Preis gewann: Readfy. Hat zwar nicht so viele Bücher bisher wie Amazon, aber dafür kann man sie sogar kostenlos lesen. Läuft ähnlich wie Spotify nur eben mit Büchern.

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    • von Pete am 18.07.2014 (15:02 Uhr)

      Ja, oder eben wie vom Autoren bereits erwähnt Skoobe. Soweit ich weiß aber nicht auf allen Endgeräten. Und genau das ist ja der Knackpunkt.

      --> Wann kommt eine Version für eReader?

      Wir haben das Thema eReader auf dem Radar und orientieren uns an den aktuellen Marktentwicklungen. Der Fokus für die Beta Testphase und den Full-Launch später in 2014 liegt bei readfy auf den Android und iOS Apps.

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  6. von smaenner am 18.07.2014 (12:37 Uhr)

    Amazon's neue Flaterate wird auf Kurz oder Lang ein Fall für das Kartellrecht und den Europäischen Gerichtshof. Da kann sich der Konzern noch so aufführen. Bis es allerdings soweit ist, wird es bestimmte Geschäftsmodelle nicht mehr geben. Die Geschäftspolitik hinterlässt eine Wüste, die nächsten "Opfer" sind die Autoren, die kriegen dann außer Micker-Honoraren, nichts!

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  7. von Ebooks am 18.07.2014 (16:44 Uhr)

    Autoren verdienen bei Sachbüchern auch nicht unbedingt viel. Fragt doch Eure Professoren. 3-4 DM für ein Buch mit 50-70 Endkundenpreis habe ich in Erinnerung. Das ist eher für Ruhm und Ehre. Bei Zeitschriftenartikeln in etablierten Fachzeitschriften gehts auch oft um Ruhm und Ehre und Einträge im Lebenslauf bzw. Selbstdarstellung was man so macht und damit verbundene Aufträge durch Kunden und weniger darum, die Miete nur davon zu bezahlen.

    Viele Bücher erscheinen im Selbstverlag. Denen müsste man helfen zu digitalisieren. Vielleicht ist es wegen Preisbindung auch möglicherweise schlauer, erst gar nicht auf Papier zu publizieren.
    Vieles gibt es auch nicht digital. Da gibts gigantisches Marktpotential auf Tablets und SmarTVs. Help-Seiten oder Youtube zeigen den Bedarf.

    Was nicht ganz klar ist: Bei Prime darf man 1 Buch pro Monat kostenlos leihen. Allerdings nicht in der Kindle-App sondern wohl nur auf Hardware-Kindle-Geräten. Gilt das für die $9,99-Leih-Flatrate auch ?

    US-Bibliotheken haben schon vor Jahren Bücher digital verliehen. So neu ist das nicht.

    Nicht jeder Verlag ist verfügbar soweit ich andere Berichte in Erinnerung habe.

    Evtl. war das nur ein Testballon und anhand des Feedbacks wird das endgültige Produkt optimiert angepasst.

    Auch für Deutschland und US-Titel ? Der Kindle kam ich glaube in UK und Deutschland erst heraus als Amazon schlechte Quartalszahlen hatte. Amazon in Spanien und Italien gibts auch erst seit wenigen Jahren. EMEA-Regionen werden gerne später bedient.

    Fair fände ich Bepreisung/Auszahlung an die Autoren nach Prozent der gelesenen Seiten und öffentliche Statistiken. Neulich wurde doch berichtet, das viele Shades of Grey gar nicht bis zu Ende lesen. Und bei Sachbüchern konnte man Digital bei manchen Anbietern schon ewig einzelne Kapitel kaufen.

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    • von Jochen G. Fuchs am 18.07.2014 (17:36 Uhr)

      >Autoren verdienen bei Sachbüchern auch nicht unbedingt viel.
      Auch bei Romanen ist das in der klassischen Verlagswelt nicht anders: sechs bis acht Prozent ist da für den Autor drin.

      >Gilt das für die $9,99-Leih-Flatrate auch ?
      Nein, das Limit entfällt da wohl.

      >Fair fände ich Bepreisung/Auszahlung an die Autoren nach Prozent der gelesenen Seiten
      Skoobe bezahlt die Anzahl der gelesenen Seiten. Scrib, Oyster und Amazon bezahlen das gesamte Buch sobald eine Schwelle überschritten ist. Erst wenn sounsoviel Prozent gelesen sind gibt's Geld. Bei Amazon hört man, dass einzelne Verlage schon beim Öffnen des Buchs bezahlt werden. Scholastic, der Harry-Potter-Verlag beispielsweise.

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  8. von Ana am 18.07.2014 (17:15 Uhr)

    Habe nach dem Namen des Kommentators gesucht und nicht gefunden ... schade...

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