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Krieg der Sterne: Amazon klagt erstmalig gegen kommerzielle Bewerter

Krieg der Sterne: Amazon klagt erstmalig gegen kommerzielle Bewerter

geht juristisch gegen mehrere Websites vor, auf denen positive Produktbewertungen verkauft werden. Damit wehrt sich der Konzern erstmals auf dem Rechtsweg gegen die Manipulation seines Bewertungssystems.

Krieg der Sterne: Amazon klagt erstmalig gegen kommerzielle Bewerter

Amazon. (Foto: blu-news.org / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Amazon reicht Klage gegen Bewertungsverkäufer ein

Für Kunden sind Bewertungen in Online-Shops eine wichtige Entscheidungshilfe. Immer wieder kommt es aber vor, dass die Bewertungen gefälscht werden. Im kleineren Maßstab mag das ein zu vernachlässigendes Problem sein. Wenn aber Websites daraus ein Geschäftsmodell machen und gute Bewertungen an jeden interessierten Händler verkaufen, bringt das natürlich das gesamte System in Verruf. Dagegen scheint sich Amazon jetzt wehren zu wollen. Der Shopping-Gigant hat bei einem Gericht in Seattle Klage gegen vier Websites eingereicht, die mit gefälschten Bewertungen ihr Geld verdienen.

Bei den Seiten handelt es sich um buyamazonreviews.com, buyazonreviews.com, bayreviews.net und buyreviewsnow.com. Den Betreibern der Seiten wird unter anderem unlautere Werbung und Verletzung des Amazon-Trademarks vorgeworfen. In der Klageschrift heißt es, die gefälschten Bewertungen würden das Vertrauen der Konsumenten untergraben, auch wenn sie nur einen kleinen Anteil der Bewertungen ausmachten.

Amazon: Auf Websites wie dieser sollen Fake-Bewertungen an Händler verkauft werden. (Screenshot: buyamazonreviews.com)
Amazon: Auf Websites wie dieser sollen Fake-Bewertungen an Händler verkauft werden. (Screenshot: buyamazonreviews.com)

Amazon: Bewertungsverkäufer streitet Fehlverhalten ab

Auf Anfrage der Seattle Times hat Mark Collins, der Besitzer von buyamazonreviews.com, die Anschuldigungen von Amazon zurückgewiesen. Seiner Aussage nach verkauft sein Unternehmen keine Fake-Bewertungen, es helfe Händlern nur dabei, ehrliche und unvoreingenommene Produktbewertungen zu erhalten. Amazon will sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

Es ist das erste Mal, dass sich Amazon auf rechtlichem Wege gegen gefälschte Bewertungen wehrt. Letztlich erscheint der Schritt aber nachvollziehbar, funktionieren Bewertungen doch nur, wenn die Konsumenten auch darauf vertrauen können, dass sie von echten Kunden geschrieben wurden. Amazon will mit der Klage erreichen, dass die Websites aufhören, den Markennamen des Unternehmens zu verwenden und auf den Verkauf von Bewertungen verzichten. Es wird sich zeigen, ob das Gericht der Auffassung des Online-Händlers folgen wird.

In diesem Zusammenhang solltet ihr auch einen Blick auf unseren Artikel „Das Geschäftsmodell auf der Serviette: So funktioniert Amazon und was der Handel daraus lernen kann“ werfen.

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2 Antworten
  1. von Besser schlank als krank am 10.04.2015 (11:44 Uhr)

    Wenn man die Bewertungen liest, fallen einem oft suspekte Dinge auf.
    Diese Themen bearbeitet leider anscheinend niemand berichtsmäßig.
    Teilweise werden z.B. Dinge kritisiert die in der Anleitung stehen. Amazon sollte also die Anleitungen in die Beschreibung mit reintun wenn der Hersteller das erlaubt.
    Manchmal hat man auch den Eindruck das negativ bewertet wird, damit keine freien Händler mehr sondern Amazon die Produkte verkauft.

    Für positiv gekaufte Rezensionen gabs ja letztes oder vorletztes Jahr eine Analyse wo es hiess man soll den Text ansehen ob einzelne Kritikpunkte z.B. aus Testberichten u.ä. auffällig lange Textanteile bekommen.

    Team Wallraff sollte sich mal in die Untiefen der Bezahlposter wagen.

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    • von E. am 11.04.2015 (17:35 Uhr)

      Ja, ich schaue meist nur Bewertungen mit der Auszeichnung *verifizierter Kauf*. Viele Viel-Schreiber-Kommentatore und bekannte Blogger bekommen auch Produkte geschenkt und geben dann natürlich auch einen netten Kommentar ala »Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul«. Da kann man nur warten bis ein ehrliche Kommentar auftaucht, abwe auch die müssen geprüft werden, wie lange angemeldet und wie sie bisher bewertet haben. Am Ende hilft nur kaufen und selbst testen, und wenns nix ist innerhalb von 30 Tagen zurück senden. Klar das Amazon sich deswegen gegen Falschbewertungen zur Wehr setzten muss, es geht ja am Ende auf Ihre Kosten.

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