Der Micro-Blogging-Dienst Twitter bekommt einen prominenten Unterstützer. Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon, wird dem Web-2.0-Unternehmen finanziell unter die Arme greifen. Die Investitionen sollen vor allem der instabilen Infrastruktur halt geben.
Twitter war in der letzten Zeit immer wieder in die Schlagzeilen geraten, da das amerikanische Unternehmen seine infrastrukturellen Probleme nicht in den Griff bekam. Zeitliche Verzögerungen durch Down-Times sorgten für reichlich Verärgerung bei den Nutzern, denn der Nutzen von Micro-Blogging liegt gerade in der Echtzeit-Kommunikation. Über die Gründe für die nicht ausgereifte Serverstruktur wurden viele Spekulationen angestellt. Ein häufig genanntes Problem sind fehlende finanzielle Mittel zur Verbesserung der Serverausstattung.In einer Meldung im offiziellen Twitter-Blog wurden jetzt zwei neue finanzielle Partner für Twitter bekannt gegeben. Neben Bijan Sabet von Spark Capital, einem Venture Capital-Unternehmen aus Boston, kommt mit Jeff Bezos (Bezos Expeditions), Gründer und CEO von Amazon.com,ein prominenter Finanzier an Bord. Während Sabet zudem einen Sitz im Aufsichtsrat einnimmt, kann über die Rolle von Bezos und die Zukunft von Twitter nur spekuliert werden.
Michael Arrington hat auf Techcrunch mit den ersten Spekulationen bereits begonnen. "If they can get the platform stable, I believe they will eventually become as ubiquitous as email, instant messaging, sms and other forms of communication." Die neue Form der Kommunikation, die eher als Ergänzung denn als Ersatz für eine andere Form gesehen werden kann, ist gerade im Begriff sich zu etablieren. Grundvoraussetzung dafür ist aber eine stabile und verlässliche Serverstruktur. Dabei könnte das Know-how von Bezos noch wichtiger sein als die finanzielle Unterstützung. Gerade seine Erfahrungen mit Amazon im Bereich dynamisches Hosting und Cloud Computing (S3 und EC2) könnten Twitter zu der Plattform machen, die Micro-Blogging entgültig als Kommunikationsform etabliert.
















