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Analyse

Amazon zeigt Kunden nicht immer die günstigsten Preise an

US-Journalisten haben Amazons Preisgestaltung unter die Lupe genommen. Die Untersuchungsergebnisse beleg: Der E-Commerce-Riese zeigt in 75 Prozent der Fälle nicht den günstigsten Preis prominent an.

Amazon: Analyse untersucht Produkte und Preise

Dass Amazon, wie viele andere Online-Händler auch, auf Dynamic Pricing, also dynamische Preisanpassungen setzt, ist bekannt. Jetzt haben US-Journalisten des Portals Pro Publica unter die Lupe genommen, ob Amazon in seiner prominent angezeigten Buy-Box auch wirklich die günstigsten Preise für ein Produkt anzeigt. Das Ergebnis: ein deutliches Nein.

Amazon: Nicht immer die günstigsten Preise in der prominenten Buy-Box. (Bild: Pro Publica)
Amazon: Nicht immer die günstigsten Preise in der prominenten Buy-Box. (Bild: Pro Publica)

Bei der Beobachtung von 250 oft gekauften Produkten über einen Zeitraum von einigen Wochen zahlten die Kunden in 75 Prozent der Fälle nicht den günstigsten Preis für ein Produkt. Als Beispiel wurde ein Superkleber herangezogen, der bei zwei Drittanbietern deutlich günstiger war. Dennoch befand sich das von Amazon angebotene Produkt in der prominenten Buy-Box. Dabei erhob Amazon auch noch erhebliche Versandkosten – ganz im Gegensatz zur günstigeren Konkurrenz.

Insgesamt ergab die Untersuchung der 250 Produkte einen Preisunterschied von durchschnittlich 7,88 US-Dollar zwischen dem empfohlenen und dem günstigsten Angebot. Ein Amazon-Kunde, der alle Produkte auf der Liste gekauft und dabei jeweils das Angebot aus der Buybox gewählt hätte, hätte 20 Prozent mehr bezahlt als eigentlich nötig. Der Button „In den Einkaufswagen“ in der prominent angezeigten Box auf der rechten Seite ist laut dem israelischen Technologieexperten Shmuli Goldberg, der sich lange mit den Amazon-Algorithmen beschäftigt hat, derzeit der wertvollste Button im Internet, wie ihn Pro Publica zitiert.

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Bevorzugt Amazon-Algorithmus eigene Produkte?

Wie genau das Ranking der Produkte entsteht, ist unklar, da Amazon den dahinterstehenden Algorithmus nicht offenlegt. Einem Amazon-Sprecher zufolge entscheidet aber nicht nur der Preis darüber, welches Produkt prominent angezeigt wird. Darüber hinaus gehe es auch um den Kundenservice und schnelle kostenlose Lieferung. Außerdem sei die Angebotsauflistung auf Prime-Mitglieder hin ausgerichtet, die ja ohnehin von Amazon kostenlos beliefert werden.

Um ihre Chancen auf ein solches Listing zu steigern, beteiligen sich viele Händler laut Pro Publica an dem Programm „Fulfilled by Amazon“, bei dem die Waren von Amazon verpackt und verschickt werden. Dafür fallen allerdings zehn bis 20 Prozent des Umsatzes an Amazon. Eine clevere Strategie? Offenbar ja: Laut der Analyse waren 94 Prozent der untersuchten Fälle, in denen nicht das günstigste Angebot in der Buy-Box stand, entweder direkt von Amazon oder einem „Fulfilled“-Händler angeboten worden.

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2 Reaktionen
elimes
elimes

kann mal jemand diesen blubblub-typen stoppen? der textet ohne ende und verstand. hat der typ zu viel zeit?

Kunden besser behandeln
Kunden besser behandeln

Wer auf die Angebote klickt, sieht doch "gelagert und morgen geliefert von Amazon für 9,99" DARUNTER SIEHT MAN DANN: "39 andere Angebote 7,49...15,99".
Dann kann man sich die anderen Angebote ansehen. Für Tierfutter fordere ich schon ewig, Kombi-Kauf-Systeme. Weil es immer nur auf 1 Dose optimiert ist.
Wenn man viele Dosen kauft, wird der Dosenpreis wichtiger und der Versandpreis unterliegt der Fixkosten-Degression und man kauft ja auch noch verschiedene Sorten.

Und viele Kunden wollen "Es ist auf Lager und wird sofort von AMAZON-PRIME versendet und muss nicht noch mit 1 Tag Delay vom Großhändler besorgt werden und dann erst versendet werden". Andere wie ich können hingegen für USB-Kabel, HDMI-Winkelstecker usw. auch 3 Wochen aus China warten.

Der beste Preis basiert auf den Konditionen: Wartungs-Techniker in Eurem Büro per 1hour-Direct-Delivery oder "heute abends wenn ich von der Arbeit komme" "heute am amazon-Abhol-Point abholen wenn ich von der Arbeit komme"(übrigens auch jahrelang meine Forderung und die Presse hat sie ignoriert und Amazon macht es endlich) oder "morgen per Briefträger" "Morgen bei der Arbeit im Hermes-Point abholen" "möglichst billig und ein paar Tage"...

Verschiedene Kunden haben verschiedene Anforderungen.
Das es auf PRIME optimiert ist und nicht individuell auch für Non-Prime-Kunden ist ein besserer Kritik-Punkt.
Davon abgesehen habe ich schon vor Jahren geschrieben das womöglich der Empfehlungs-Algorithmus dümmer ist als Bubble-sort.
Man kauft ein iPhone5, also wird das 6 oder 7 empfohlen. Warum wohl hat man ein BILLIGES Phone letzte Woche gekauft ? Man kauft den 12-Port-Ethernet-Switch, was empfiehlt Amazon: Das 8port-Modell. Sehe ich aus wie ein Rechenzentrum ? Die Empfehlungen sind häufig einfach nur dumm.
Das Suchen und Finden von Produkten ist eine Hölle.
Meist bleibt nur, die "BESTSELLER" durchzugehen und zu schauen was sinnvoll ist.
Das Amazon die Produkte bei Rücksendungen durchmisst (Bluetooth-Version, Anschlüsse usw.) oder bei Kleidung !!!!!!!!! endlich die Abmessungen erfasst schafft der HOCHBEGABTE Jeff Bezos ja auch nicht. Bei Jeans wird ja auch "Breite" und "Länge" unterschieden und danach eingekauft ! Das man bei Hemden Bauch-Umfang und Arm-Länge erfasst und GEZIELT SUCHEN kann, ist dem HOCHBEGABTEN Jeff Bezos und seine Zillionen-$-Boni-Managern auf dem Golfplatz für uns kleine Kunden wohl nicht wichtig genug...

Bei Amazon kann man SEHR viel besser machen aber der Leistungs-Presse ist es egal und sie bejubelt lieber Link-Steuer-Fans, Leistungs-Schützer, Mindest-Lohn-Gegner und natürlich Miet-Preis-Treiber in Höchstpreis-Mietgebieten... weshalb man selber stundenlang pendeln muss und kein brauchbares und bezahlbares Internet am Handy hat.
Schön ist allerdings die Prime-Video-Flat usw.

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