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Gescheitert am Endgegner: Amazon.com erstattet In-App-Käufe durch Kinder

    Gescheitert am Endgegner: Amazon.com erstattet In-App-Käufe durch Kinder

Spiel beendet für Amazon: Das Unternehmen muss Eltern in den USA für In-App-Käufe Ihrer Kinder entschädigen. (Bild: Nikolay Solidcreature/Shutterstock)

In den USA muss Amazon den Eltern nun doch In-App-Käufe von Kindern ersetzen. Das Unternehmen hatte es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen, machte jetzt aber einen Rückzieher. 

Fehlende Schutzvorkehrungen für Eltern, die es den Kindern ermöglicht haben, über Amazon.com In-App-Käufe durchzuführen, haben US-amerikanische Eltern Millionen gekostet. Jetzt gibt es einen Vergleich zwischen Amazon und der Handelsbehörde FTC, der vorsieht, dass Amazon die Eltern hierfür entschädigen soll. Die Rede ist von einem Gesamtbetrag von 70 Millionen US-Dollar, der anfallen könnte, wenn sämtliche Eltern ihre Forderungen geltend machen.

Dabei handelte es sich meist um Smartphone- und Tablet-Spiele für Kinder, in deren Verlauf sich der Spielfluss durch kostenpflichtige Ergänzungen beschleunigen oder spannender gestalten lässt. Diese sind seit jeher ein Streitpunkt, da unklar ist, inwieweit Kinder zu einer korrekten Beurteilung der Kosten in der Lage sind und inwieweit diesbezüglich eine Aufsichtspflicht der Eltern besteht. Berechtigt zu Rückforderungen sollen Eltern sein, deren Kinder von November 2011 bis Mai 2016 mit Hilfe von Kindle- oder Android-Geräten In-App-Käufe zu Apps ausgeführt haben, die über den Appstore von Amazon erworben wurden. Die Details zur Abwicklung will das Unternehmen in den nächsten Tagen bekanntgeben.

In-App-Käufe: Auch andere Unternehmen wurden verklagt

Dabei war und ist das Problem mit den unautorisierten In-App-Käufen keineswegs ein Amazon-spezifisches. 2014 hatte daher die FTC neben Amazon auch Apple und Google verklagt, die – im Gegensatz zu Amazon – ohne langwierigen Prozess bereit waren, die Kosten zu tragen. Amazon dagegen hat sich erst jetzt im Verlauf des Prozesses auf Basis eines Vergleichs zur Zahlung bereit erklärt. Immerhin in einem Punkt ist die FTC nicht durchgekommen: Sie hatte erst gefordert, dass das Gericht Amazon diese oder ähnliche Praktiken für die Zukunft untersagen solle. Für deutsche Familien hat das Urteil allerdings keinerlei Auswirkungen – hier sollten Eltern nach Möglichkeit auf den Geräten ihrer Kinder In-App-Käufe unterbinden.

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