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Kindle Unlimited: Amazon startet E-Book-Flatrate

Kindle Unlimited: Amazon startet E-Book-Flatrate

Am morgigen Mittwoch startet die Frankfurter Buchmesse, schon heute aber diskutiert die Buchbranche: hat die kostenpflichtige E-Book-Flatrate „Kindle Unlimited“ auch in Deutschland gestartet.

Kindle Unlimited: Amazon startet E-Book-Flatrate

Amazon hat Kindle Unlimited gestartet. (Grafik: amazon.de)

Kindle Unlimited bietet 720.000 Titel für 9,90 Euro pro Monat

Amazon hat am heutigen Dienstag das deutsche „Kindle Unlimited“ gestartet. Die E-Book-Flatrate bietet Nutzern für 9,90 Euro im Monat etwa 720.000 Buchtitel, die beliebig ausgeliehen und gelesen werden können. Amazon hat die offizielle Bekantgabe damit – wie bereits im Vorfeld erwartet – kurz vor den Start der Frankfurter Buchmesse gelegt.

Amazon hat Kindle Unlimited gestartet. (Grafik: amazon.de)
Amazon hat Kindle Unlimited gestartet. (Grafik: amazon.de)

Interessierte Leser können auf Amazon.de eine kostenlose 30-tägige Testphase starten, anschließend fallen monatliche Kosten an. Im Rahmen des Angebots lassen sich zeitgleich zehn Bücher ausleihen. Sie sind nach Aussagen des Unternehmens auf Kindle-Geräten und über Kindle-Apps lesbar. Wer einen E-Reader anderer Anbieter nutzt, schaut in die Röhre.

Masse statt Klasse: Fachleute bemängeln das Angebot von Kindle Unlimited

„Das Angebot beschränkt sich eher auf Nischen-Romane und Grabbeltisch-Bücher.“

Die schiere Zahl der im Angebot enthaltenen Bücher klingt gigantisch. Von den etwa 720.000 Titeln sind allerdings nur etwa 50.000 Titel deutschsprachig. Das Angebot beschränkt sich laut Heise zudem „eher auf Nischen-Romane, Grabbeltisch-Bücher und unbekannte Werke“. Die schiere Masse ermöglichen tausende Self-Publishing-Titel, dessen Veleger kein geringerer als Amazon ist.

Auch das Fachportal lesen.net kommt zu einem trüben Urteil. Man finde unter den Indie-Titeln „durchaus Perlen“, heißt es dort. Diese würden regulär aber selten mehr als drei Euro kosten. Ob sich der Abschluss eines Abonnements lohnt, hängt deshalb stark von den eigenen Vorlieben und Gewohnheiten ab. Eine gute Alternative für den deutschen Markt bietet derzeit Skoobe. Zum gleichen Preis erhalten Nutzer dort vollen Zugriff auf aktuell 50.000 Verlagstitel.

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2 Antworten
  1. von Sara am 07.10.2014 (13:15 Uhr)

    Egal ob 700.000 oder 50.000 Titel - ohne Wegweiser findet sich ja doch niemand zurecht. Die sollten mal sowas wie http://www.readgeek.com bei sich einbauen. Bei denen bekommt man nach Bewertung einiger Bücher, personalisierte Buchvorschläge und wird vor dem gewarnt, was einem sowieso nicht gefällt.

    Sonst bringt mir so ein Bestand mit vier oder fünf Nullen hinten auch
    nix.

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  2. von Rezensionen am 07.10.2014 (16:10 Uhr)

    Hier gehts ja nicht um intellektuelle Ausbildung sondern oft um Unterhaltung im Urlaub oder Eisenbahn. Nicht jeder will Angrybirds, Sudoku o.ä. spielen.
    Während also bei Büchern literatur-kritisch das Angebot kleingeredet wird, wird bei Spielfilmen und Serien bei Online-Videotheken, Netflix usw. kritiklos die Zahl berichtet ohne "grabbeltisch-Serien" und Billig-Filme und Remakes (von Serien und Filmen) herauszurechnen.

    Wichtiger ist die Anzahl der deutsch-sprachigen Bücher und wie Sara schon schreibt das man sinnvoll was finden kann oder vorgeschlagen bekommt.
    Netflix sagt, das sie den Nutzern gute Vorschläge machen was sie auch noch interessiert. Sowas wäre bei Büchern auch sinnig. Jubel-Rezensionen usw. zeigen auf, wie es eher nicht funktioniert.

    Es kann allerdings sein, das die Zielgruppe eine andere ist als hippe NetFlix/MaxDome/MyVideo/...-Abonnenten welche anders kommunizieren. Viele wollen sich die Bücher ja auch vorlesen lassen.

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