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„What Happened“: Amazon löscht Hunderte 1-Stern-Reviews zu Clinton-Buch

    „What Happened“: Amazon löscht Hunderte 1-Stern-Reviews zu Clinton-Buch
(Foto: Shutterstock.com/Trevor Collens)

Amazon hat Hunderte Ein-Stern-Rezensionen zum neuen Hillary-Clinton-Buch „What Happened“ gelöscht. Der E-Commerce-Konzern erklärt das mit verletzten Gemeinschaftsrichtlinien.

Amazon: Ein-Sterne-Rezensionen im Visier

„What Happened“, das am Dienstag erschienene Buch von Hillary Clinton mit ihren Gedanken zur verlorenen US-Präsidentenwahl polarisiert – gelinde gesagt. Über die Rezensionen beim Online-Händler Amazon liefern sich Fans und Gegner der Ex-Präsidentschaftskandidatin offenbar Gefechte. Rund 1.600 Rezensionen gab es schon am Mittwoch, nur 338 davon waren von Nutzern, die das Buch bei Amazon gekauft hatten („Verified Purchases“). Ein Umstand, den Amazon offenbar nicht toleriert. Auf der Plattform wurden am Mittwochabend Hunderte Reviews – der überwiegende Teil davon Ein-Stern-Rezensionen – entfernt.

Amazon löscht Rezensionen – Cover „What Happened“ von Hillary Clinton. (Bild: Amazon/Simon & Schuster)

Eine Analyse der Newsseite Quartz Media ergab, dass es sich allein aufgrund der schieren Vielzahl an Ein-Stern-Rezensionen innerhalb weniger Stunden um eine Art Kampagne von Clinton-Gegnern gehandelt haben müsse. Das legen auch entsprechende Kommentare wie „You lost. Go away“ nahe, in denen die Rezensenten sich nicht mit dem Buch auseinandersetzen. Laut Quartz brachten die Rezensionen von Nutzern, die das Buch nicht gekauft hatten, im Schnitt eine Bewertung von 3,2. Bei jenen, die das Buch bei Amazon gekauft hatten, lag der Schnitt bei 4,9. Nach dem Löschen von Hunderten Reviews durch Amazon lag die Bewertung bei 4,3 Sternen.

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Amazon: Review-Flut bei Clinton-Buch verstößt gegen Gemeinschaftsrichtlinien

Bei Amazon hieß es zur Erklärung, dass die Review-Flut gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen habe. Amazon schreite immer dann ein, wenn eine ungewöhnlich hohe Zahl an Rezensionen innerhalb einer kurzen Zeit veröffentlicht werde. Dann gehe der Konzern gegen solche Rezensionen vor, hinter denen kein Kauf des Produkts bei Amazon stehe. Wer über Themen diskutieren wolle, die über ein Produkt hinausgingen, finde dazu viele weitere Foren im Internet, erklärte ein Konzernsprecher gegenüber Mashable. Einige empörte Nutzer warfen Amazon daraufhin Zensur vor.

Rezensenten in seriösen Blättern wie der New York Times oder der Washington Post haben das Hillary-Clinton-Buch „What Happened“ mit gemischten Reaktionen aufgenommen. Das Buch sei zwar durchaus in einigen Passagen witzig, aber auch unaufrichtig und kitschig, hieß es. Bei Amazon kann sich Clinton aktuell über eine Bewertung von 4,8 von fünf Sternen freuen (761 Rezensionen). Das 17,99 US-Dollar teure und 512 Seiten starke Buch findet sich aktuell auf Platz eins der Buch-Bestellerliste bei Amazon.

Mehr zum Thema:

via www.theguardian.com

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